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Sonstiges: Kultur & Religion

Der Prinz der zum Buddha wurde II

Eine kurze Nacherzählung von Wilfried Stevens

Buddha-Abbild
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Bitte beachten: Jeder Autor steckt Herzblut und Zeit in solchen Texten. Daher bitte ich jeden, bei jeder Verwendung der Texte in ihrer Webseite, Portal, Zeitung oder bei Ausdrucken, diese nur vollständig und immer mit Copyright einzufügen: Copyright/Autor: Wilfried Stevens, Düsseldorf Das wäre fair und führt zu keinen Ärgernissen. Herzlichen Dank!

Diese Nacherzählung ist auch zum Vorlesen für Kinder geeignet.

Lesen Sie nun den 2.Teil...

Der junge Prinz fällt den Entschluss, den Palast zu verlassen.

Im Schlafgemach setzte er sich auf das Bett seiner schlafenden Gemahlin, und betrachtete sie und seinen Sohn Rahula. Er wurde sehr traurig und dachte daran, das er sie vielleicht nie wiedersehen würde. So geschah es, dass sich der Prinz entschloss, den Palast zu verlassen, ohne seine Frau zu wecken, um ihr von seinem Entschluss zu erzählen. Im Nebenzimmer schliefen die Tänzerinnen und Dienerinnen. Im ganzen Raum waren Musikinstrumente, Schmuck und Essenschalen verstreut. Siddhartha merkte seinen Widerwillen, als er rückblickend die verschwenderische Pracht sah. So war er entschlossen, das Leben eines Prinzen aufzugeben. Er hatte so viele Fragen, dessen Wahrheit er nicht im Palast finden konnte. Heimlich ging er leise seinen Diener wecken.

Wach auf Chandan, wir müssen den Palast sofort verlassen!

Was ist geschehen Herr, fragte der erschrockene Diener, in der späten Nacht sollte keiner den Palast verlassen.

Mein lieber Chandan, gemeinsam sah ich mit dir die Leiden der Menschen, das Alter, die Krankheit und den Tod. Meine Suche nach dem Sinn des Lebens und der Wahrheit finde ich nicht hier, deshalb hol mein Pferd, bevor mich jemand im Palast in meiner Entscheidung aufhält.

Unverzüglich sattelte der Diener den Schimmel des Prinzen. Als der Prinz sein Pferd bestieg, wollte der Schimmel laut wiehern, als ob er ahnte, das sein Herr bald für immer weg sein würde. Dies beobachteten die Götter im Himmel, und damit Siddhartas Flucht nicht verraten würde, nutzten sie ihre Macht, das Wiehern zu unterdrücken. Eilig schickten sie einige Zwerge auf die Erde, die das Pferd an ihren Hufen hochhoben, damit auch kein Hufschlag jemanden im Palast aufwecken konnte.

So geschah es, dass der Prinz mit seinem Diener den Palast unbemerkt verlassen konnte. Noch mussten sie die geschlossenen Stadttore passieren, die die Götter mit ihren magischen Kräften öffneten, um sie nach dem Durchritt des Prinzen wieder zu schließen. Sie machten die ganze Nacht keine Rast und am nächsten Morgen überquerten sie einen Fluss, um im gegenüberliegenden Wald, der bereits zum nachgelegenen Königreich von Magadha gehörte, Rast zu machen.

Im Wald angekommen, trafen sie einen Sadhu. Im Beisein des Sadhu zog Siddhartha seine Prinzengewänder aus und legte seinen Schmuck auf ein Tuch. Dann nahm er sein Schwert und schnitt sich die Haare ab. Er schenkte dem Sadhu seine Prinzengewänder und der Sadhu gab ihm eine safranfarbene Robe als Geschenk zurück, die Siddhartha sofort anzog.

Chandan weinte im Schoß des Prinzen und war darüber traurig, dass sein Herr dies alles tat. Sei nicht traurig, mein treuer Diener, sagte Siddhartha zu ihm, nimm mein Pferd, meine Kleider und meinen Schmuck und kehre zum Palast zurück. Berichte meinem guten Vater und meiner schönen treuen Frau, dass ich sie deshalb verlassen habe, weil mein Innerstes verlangt, den Weg der Weisheit zu gehen. Auf meinem Weg will ich herausfinden, warum wir Menschen leiden müssen, und ich will herausfinden, ob man dieses Leid überwinden kann. Erst wenn ich eine Antwort auf mein Verlangen habe, so will ich zurückkehren. Sag ihnen auch, dass sie nicht traurig, sondern mit mir glücklich sein sollen, dass ich meine Bestimmung gefunden habe.

Siddharta war nun alleine und suchte verschiedene Meister auf, die von sich behaupteten, den richtigen Weg gefunden zu haben, die Weisheit zu finden. Doch keiner der Meister konnte ihm dazu verhelfen, herauszufinden, warum es kein Leben ohne Leiden gibt und wie sich der Mensch von diesem Leiden befreien kann.

Dann fand er einen Weisen in der Nähe der heiligen Stätte Gaya, der die Lehre verkündete, dass nur der die Antworten fände, der enthaltsam lebe und alle Entbehrungen auf sich nahm. Als Zeichen dafür, dass er jeglichen Luxus entsagte, beschwerte er die Ohrläppchen mit schweren Ohrringen. Damals war es üblich, das lange Ohrläppchen jene Asketen ausweisen, die allem entsagtem.

So lebte Siddhartha fünf Jahre bei diesem Weisen mit fünf anderen Asketen an einem Fluss, und entbehrte allem. Er aß immer weniger, und wenn er etwas aß, so waren es wenige Bissen eines Gemüses oder wenige Schlucke einer Suppe oder auch nur Körner oder Wurzeln, wobei er alles Essen nur mit der Hand zuführte. Dies hatte zur Folge, dass der einst kräftige Prinz so mager wurde, dass seine Arme und Beine so dünn wurden wie ein Bambusrohr, seine Knochen die Haut spannten, sein Gesicht eingefallen war und der Glanz seiner Augen verschwand. Siddhartha wurde schwächer und schwächer und konnte sich kaum noch bewegen. Er war so schwach, das er kaum klar denken und handeln konnte. Wäre da nicht die junge Hirtin Sujata, die ihn immer wieder Essen brachte und fütterte, hätte er schon früh den Tod gefunden.

Nun waren schon fünf Jahre vergangen, und er war dem Tode schon fast nahe, da hörte er einen Fischer, der seinen Jungen erklärte, wie er die Laute richtig spielen kann. Der Fischer erklärte seinem Sohn: Wenn du die Saiten zuviel spannst, reißen sie. Sind sie aber zu locker, kannst du keine Musik machen. Also sorge immer für die richtige Spannung, nicht zu fest und nicht zu locker, und du kannst darauf spielen.

Siddhartha begriff, dass es einen weiteren Weg gäbe, seine Suche fortzusetzen und dass diese Askese sinnlos sei und er eher sterben würde, als eine Antwort zu finden. So beschloss er, sein Fasten sofort zu beenden, um wieder zu Kräften zu kommen. Als er zum nahegelegenen Fluss gehen wollte, um etwas zu trinken, fiel er nur wenige Schritte vor dem Fluss kraftlos aufs Gras und konnte nicht mehr aufstehen.

Die anderen Asketen waren erbost von seinem Tun, aber Siddhartha beachtete sie nicht mehr. Die junge Hirtin Sujata, die öfters Siddhartha Essen brachte, sah den gestürzten Asketen am Fluss und half ihm auf. Sie gab ihm einen gefüllten Teller mit Reis, Honig und Milch. Mühsam leerte er den Teller, und er merkte bald, dass seine Kraft und sein Denken langsam zurückkehrten. Nach dem Essen nahm er ein Bad, rasierte sich und wusch seine spärliche Kleidung. Danach setzte er sich unter einen Bodhibaum und dachte über die vergebliche Suche nach.

Etwas entfernt beobachtete er einen Brahmanenpriester, wie er Kräuter sammelte. Auch der Brahmanenpriester beobachtete den ausgezerrten jungen Mann am Fuße des Bodhibaumes. Der Brahmane gab Siddhartha großzügig einen ganzen Arm voller Kräuter. Siddharta machte daraus eine weiche Unterlage und setzte sich aufrecht darauf Richtung Osten blickend unter dem Bodhibaum. Er schloss die Augen und meditierte. Sein Wunsch, den Sinn des Lebens zu ergründen, war stärker als zuvor.

Die Götter im Himmel beobachteten das Tun ihres Schützlings und wollten ihn nun, nach all den qualvollen Jahren, bei seiner Suche helfen. Doch es gab auch den bösen Mara, Herrscher über Finsternis und der Illusion, der befürchtete, sollte Siddhartha Erkenntnis erlangen, dass die Menschen die Furcht vor dem Tod verlieren, und er seine Macht verliert. So wollte er Siddhartha unter allen Umständen davon abhalten, den Sinn des Lebens zu ergründen. Um die Meditation zu stören, entsandte der böse Gott Mara eine finstere Armee häßlicher Dämonen, die Feuer und Gift spucken konnten.

Der Weg zur Erleuchtung

Als jedoch diese bösartigen Kreaturen Siddhartha ergreifen wollten, verwandelten sie sich in Blumen, ohne Siddhartha berührt zu haben, um ihn in seiner Meditation zu stören. Als der böse Gott Mara dies sah, wurde er wütend und versuchte eine List. So schickte er seine drei Töchter aus dem Totenreich, die die Namen Leidenschaft, Begierde und Vergnügung hatten. Ihre magischen lauten Tänze sollten die Ruhe der Meditation stören und Siddhartha ablenken. Doch Siddhartha öffnete nur kurz seine Augen, die nun wie ein Diamant strahlten, und verwandelte die drei Töchter in hässliche alten Frauen. Daraufhin berührte er mit seinen Fingern den Boden, was bedeutete, dass die Erde nun Zeuge wurde, das er den Herrn des Todes und der Finsternis trotz seiner List und Tücke besiegt hatte.

Es wurde schon Nacht, aber Siddhartha meditierte weiterhin mit geschlossenen Augen. Als am nächsten Morgen die Sonne aufging, öffnete Siddhartha langsam seine Augen und lächelte glücklich. Er hatte es geschafft und er hatte nun die Erkenntnis, dass die Begierde, die Gewalt und die Unwissenheit die Ursache für alles Leid auf der Welt war. So wurde ihm bewusst, dass nur derjenige ins ewige Nirvana eingehen kann, wer die Begierde, Gewalt und Unwissenheit überwinden kann und somit auch das Leiden beenden kann.

Der Prinz der zum Buddha wurde

Nach langer Zeit der Medidation wurde nun aus dem einstigen Prinzen der Erleuchtete, der Buddha. Er blieb noch weitere sieben Tage unter dem Bodhibaum, um wieder in tiefer Meditation zu verfallen, so dass er nichts mehr von außen wahrnehmen konnte. Als später ein starker Monsunregen einsetzte, schien es so, dass Buddha aus seiner tiefen Meditation geweckt werde, aber da erschien plötzlich eine siebenköpfige Riesenkobra vor ihm, die Mucilinda hieß. Doch sie bedrohte nicht Buddha, sondern streckte alle ihre sieben Köpfe über Buddha, um ihn vor dem starken Regen zu schützen, damit Buddha seine tiefe Meditation ungestört fortführen konnte.

Nach den sieben Tagen wusste Buddha, das er nun die vollkommene Erkenntnis erlangte. Er beschloss seine Erkenntnisse den Menschen mitzuteilen, damit jeder die Möglichkeit hatte, das Leid zu überwinden und aus dem unheilvollen Kreislauf der Wiedergeburt entfliehen zu können. Denn viele Menschen hatten Angst vor der Wiedergeburt, da niemand so recht wusste, ob man als Mensch, Tier, Insekt oder Pflanze wiedergeboren würde. Nach 49 Tagen tiefer Meditation hatte der 35jährige Siddharta die vollkommene Erleuchtung erlangt.

Buddha verbeitet seine Lehre

Es begann seine erste Wanderung, die ihn nach Gaya führte. Dort blieb er 7 Wochen, um seine Erkenntnisse mitzuteilen. Danach wanderte zu der Stadt Sarnath, die sich in der Nähe der Heiligen Stadt Binares befand. In Sarnath trafen sich wandernde Asketen, Weise und Fakire. Dort traf er auch die 5 Asketen, die er einst verließ und die ihn dafür beschimpften. Nun erzählte er ihnen von seinem Weg und wie es ihm gelang, die Ursache des Leidens herausgefunden zu haben und das Leid überwunden zu haben. Die Asketen hörten ihm gebannt zu und wurden seine ersten Jünger.

Es gingen viele Monate ins Land, und Buddha unterrichtete sie so lange in seiner Lehre, bis er fand, das sie nun soviel von der Lehre gelernt hatten, um diese auch anderen Menschen zu offenbaren. Bald darauf kamen immer mehr zu Buddha um neugierig seine Lehre zu hören, so dass er bald viele Anhänger hatte, die zum Zeichen ihrer Zugehörigkeit zu Buddha, sich ebenfalls rasierten, ihr Hab und Gut verschenkten, safranfarbene Mönchsgewänder anzogen und nur mit einer Almosenschale ausgestattet Buddha zuhörten und folgten.

Damit auch alle Anhänger der Lehre ihren rechten Weg gehen würden, führte Buddha ein Einweihungsritual ein, das der Drei Juwelen. So musste jeder Anhänger der Lehre folgendes Aussprechen, um aufgenommen zu werden:

Ich nehme Zuflucht zu Buddha.

Ich nehme Zuflucht zu Dharma (die Belehrungen)

Ich nehme Zuflucht zu Sangha (die Mönchsgemeinde)

Als seine Anhängerschaft von Tag zu Tag größer wurde, wurden einige Priester der Brahmanen neidisch, da auch viele ihrer Anhänger lieber Buddha zuhörten. Die Brahmanen waren auch für ihre magischen Künste bekannt, so dass viele Anhänger Buddhas befürchteten, dass sie Buddha bekämpfen wollten. Doch auch Buddha konnte Wunder vollbringen.

Alsbald gab es bei den Brahmanen einen Aufruhr, hatte sich doch eine große zischende Schlange in einer Hütte, wo das heilige Feuer eines Feuergottes der Brahmanen brannte, verkrochen. Keiner der drei Hohenpriester der Brahmanen wagte sich in die Hütte, um die große Schlange zu fangen. Als Buddha das sah, lächelte er und begab sich zur Hütte. Seine Anhänger und die Brahmanen waren entsetzt, als Buddha mit ruhigen Schritten in die Hütte ging und wenige Augenblicke später wieder aus der Hütte, mit der Schlange, heraustrat. Er hatte die Schlange in eine Natter verwandelt, die nun zusammengerollt auf seiner Almosenschale ruhte. Als dies diese Hohenpriester sahen, hörten auch sie den Lehren Buddhas zu und wurden seine Anhänger. So kam es auch, das Buddha friedvoll mit Andersgläubigen redete und man sich gegenseitig zuhörte.

Buddha besucht seine Familie

Buddha lehrte viele Jahre seine Lehre und er hatte bereits viele Anhänger, als er darüber darüber nachdachte, dass er noch nicht sein Versprechen eingelöst hatte. Er hatte versprochen, das er dann zum Fürstenpalast zurückkehren würde, wenn er die Ursache für die Leiden der Menschen und deren Überwindung kenne. Nach sechs Jahren machte sich nun der einstige Prinz zum Fürstenpalast auf, um seiner Familie zu berichten. Lange, bevor Buddha den Fürstenpalast erreichte, wusste man schon von seiner Rückkehr. In der Stadt Kapilavastu war alles festlich geschmückt und die Menschen jubelten ihn zu.

Am Fürstenpalast angekommen, wartete schon Fürst Shuddhodana voller Ungeduld. Als er seinen Sohn im safranfarbenen Gewand sah, seinen ruhigen Schritt und seine klaren Augen, da wusste er, dass die Prophezeiung der Astrologen in Erfüllung gegangen war.

So saßen zunächst Vater und Sohn nach den vielen Jahren der Trennung zusammen, und Buddha erzählte seinem Vater von jener Nacht, als er unter dem Bodhibaum die Erkenntnis erlangte. Nachdem er seinem Vater alles erzählt hatte, ging er in das Gemach seiner Gemahlin Yasodhara, die er vor sechs Jahren ohne Abschied verließ.

Yasodhara war wütend, als sie Buddha sah, denn sie konnte ihm nicht verzeihen, dass er sie und ihren gemeinsamen Sohn einfach verlassen hatte. Doch als sie Buddhas ruhigen Blick sah und seine innere Ruhe spürte, vergaß sie ihre Enttäuschung, umarmte ihn, um zu verzeihen. Auch ihr erzählte er alles, was ihm widerfahren war, und wie er die Erkenntnis unter dem Bodhibaum erlangte. Sie sprachen lange, und sie war sogar damit einverstanden, das Rahula, ihr gemeinsamer Sohn, dem Vater folgen und das Mönchsgewand tragen solle.

Im Fürstenpalast erinnerte vieles an seine einst geliebte und verstorbene Mutter, Fürstin Maya. Buddha war traurig, wollte aber seine Aufgabe, seiner Mutter auch seine Erkenntnis weiter zu geben, unbedingt erfüllen. So wird erzählt, das er spät in der Nacht in tiefe Meditation verfiel, und seine verstorbene Mutter im Himmelreich des Gottes Indra besuchte, wo sie von Indra wiedergeboren wurde. Es gelang ihm so, auch seiner Mutter seine Lehre weiterzugeben, und die Götter Indra und Brahma geleiteten ihn zur Erde zurück, bis er aus seiner tiefen Meditation erwachte.

Er verließ nach einiger Zeit nicht nur mit seinem Sohn Rahula den Fürstenpalast, sondern auch sein jüngerer Bruder Nanda und sein Cousin Ananda folgten ihm, und gemeinsam wanderten sie viele Jahre durch das Tal des Ganges, und verkündeten überall seine Erkenntnis: "Das Leben der Menschen ist Leiden, doch die Ursache für das Leiden sind ihre Begierde nach Geld, Macht und Ruhm. Nur wer diese Begierden bei sich selbst besiegt, wird vom Leid erlöst werden." Um den Anhängern den rechten Weg zu beschreiben, erklärte er ihnen den achtfachen Weg, um das Leiden zu überwinden. In immer mehr Orten gründete man Mönchsorden.

So breitete sich der Buddhismus immer weiter aus, und von den Spenden der Laienanhänger wurden Klöster gebaut, und erhielten die Mönche auch Essen und Trank. So entstand das Prinzip des Austausches: die Mönche unterweisen die Laien in den Lehren, und die Laienanhänger geben dafür den Mönchen Essen, Trank, Medizin und Kleidung.

Auf den vielen Wanderschaften begegnete Buddha den Menschen und Tieren mit Ruhe und Güte. Viel Wunderbares wird berichtet. So soll Buddha einen wild gewordenen Elefanten mit nur einer Handbewegung besänftigt haben, als dieser im Dorf alles zertrampeln wollte. So glaubte man, das Buddha die Macht besaß, mit Tieren reden zu können.

Die letzte Reise Buddhas

Die Zeit verging und in den vielen Jahren gab es schon Tausende Anhänger Buddhas im Tal und außerhalb des Tales, es gab Mönchsgemeinden in Klöstern und Wandermönche, die die Lehre verbreiteten. Jetzt war Buddha schon alt geworden, und er wusste genau, dass ihm das Alter und eine Krankheit bald zusetzen könnten. Er merkte, das wohl auch er bald sterben müsste.

So unternahm er seine letzte Reise, und begab sich mit einigen Anhängern nach Kuschingara. In einem Wald versammelte er seine mitgekommenen Anhänger um sich und ließ sich auf sein Lager nieder. Er sprach zu seinem Lieblingsjünger Ananda: "Mach mir ein Lager zwischen den Bäumen, denn ich bin sehr müde von der langen Reise." Als das Lager fertig war, legte Buddha sich auf die rechte Seite, den Kopf nach Norden und das Gesicht nach Westen gerichtet.

Seine Anhänger wurden sehr traurig, denn sie sahen, das sich ihr Lehrmeister bereit machte zu sterben. Ananda weinte und niemand wusste so recht, was zu machen wäre. Dies sah Buddha und er sprach zum letzten Mal zu seinen Anhängern:

Seid nicht traurig, denn jedes Lebewesen muss einmal sterben, ungeachtet der Herkunft, des Alters oder des Ranges. Wir alle müssen mal sterben, so wie die Vase aus Ton auch einmal zerbricht. Dies ist das Schicksal der Sterblichen.

Buddha schloss nun für immer seine Augen, versank in tiefe Meditation und ging so ins Nirvana ein. Dabei strahlte sein Körper wie helles Sonnenlicht und die Götter im Himmel, die seinen Tod sahen, ließen vom Himmel große goldene und purpurfarbene Blumen fallen.

Bildnachweis:
  • Buddha-Abbild: Copyright: Wat Pah Analayo

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Schlüsselwörter: Buddha | Buddhismus | Siddhartha | Gautama Buddha | Mönchstum
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