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Technik: Schifffahrt

Fünf neue Inseln in der Arktis entdeckt

Russische Marine hat Franz-Josef-Land in der Arktis neu vermessen

Abzeichen der russischen Nord-Flotte
Abzeichen der russischen Nord-Flotte
Im Beitrag Die Steinkugeln von Franz-Joseph-Land vom 20.10.2016, hatte ich schon darauf hingewiesen, das es noch unerforschte Gebiete in der Arktis gibt. Jetzt hat die Nordflotte der russischen Marine offiziell bekannt gegeben, das fünf neue Inseln im Raum des Archipels Franz-Josef-Land in der Arktis entdeckt wurden.

Kurze Daten zu Franz-Joseph-Land

Das riesige menschenfeindliche eisige Gebiet zwischen Spitzbergen im Westen bis hin zur russischen Inselgruppe Sewernaja Semlja war Ort von alten Volkssagen der Ewenken und Nenzen, vermutlich sogar ein Teil der Nordischen Mythologie. So gibt es die Legende, das auf den Inseln einst Trolle lebten, als es noch Feuer (Vulkan?) im Innern gab, wo auch die Gnome lebten. Jeder Eindringling wurde mit grossen Steinschleudern verjagt, und die listigen Gnome halfen ihnen dabei. Eines Tages kam eine große Horde mutiger Krieger. Ihr einäugiger Anführer bezwang zunächst den Riesen-Troll, danach wurden alle anderen Trolle getötet, viergeteilt und den Raben und Krebsen zum Frass vorgeworfen. Ob dies der mystische Ort im Zusammenhang mit Utgard oder ein Teil davon steht, bleibt auch spekulativ. Für die alten Griechen wohnten hier die Hyperboreern, aber auch Geistergestalten bzw. die Geister sagenhafter Krieger. Nach der heutigen Chronologie wurde die Inselgruppe, die heute Franz-Joseph-Land heißt, wahrscheinlich ab dem 17. Jahrhundert von Robbenjägern und Walfängern entdeckt, aber erst durch die Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition unter der Führung von Oberleutnant Julius Payer und Schiffsleutnant Carl Weyprecht wurde die Inselgruppe im Jahr 1873 und 1874 erstmalig offiziell entdeckt, daher die Namensgebung. Für die Sowjetunion war dies zuvor Niemandsland, weshalb es am 15. April 1926, trotz norwegischer Proteste, das ganze Territorium zwischen dem sowjetischen Festland und dem Nordpol als sowjetisches Hoheitsgebiet erklärt wurde. Im 2.Weltkrieg gab es hier, wie auch auf Spitzbergen, eine geheime deutsche Wetterstation und Uboot-Anlegestelle. In den 50er Jahren gab es zwischen Spitzbergen und den Inselgruppe merkwürdige UFO-Sichtungen, doch trotz Nachforschungen, konnten die Sichtungen nie aufgeklärt werden, weil alle UFO´s zum Nordpol flogen und danach spurlos verschwanden. Nach einer Hypothese soll es am Nordpol eine Art Öffnung geben, was wieder zur Hohlraum-Theorie führen soll.

Insgesamt besteht das 16.000 qkm große Archipel aus etwa 190 Inseln, die größtenteils vulkanischen Ursprungs sind, und hat viele zugefrorene Buchten und Fjorden. Etwa 70-80% der Gesamtfläche ist dauerhaft vereist. Spitzbergen liegt rund 500 km westlich und bis zum Nordpol sind es rund 900 km. Die höchste Erhebung findet man auf der Wiener-Neustadt-Insel mit 620 Metern. Die Durchschnitttemperaturen sind etwa Minus 20-25 Grad, nur in den Sommermonaten von etwa Juni-September liegen sie bei etwa 0-5 Grad. Bis heute ist die Inselgrupe eine hochwertige militärische strategische Zone, und erst 2015 wurde auf der Insel Alexandraland die moderne und dauerhaft besetzte russsiche Militärstation Arktisches Kleeblatt mit Flughafen fertig gestellt. Geplant sei es, auf insgesamt sechs Inseln in der Arktis Militäranlagen zu errichten. Dies sollen auch berechtigte russische Gebietsansprüche (Rohstoffe) in der Arktis untermauern. Trotzdem bleibt die Inselgruppe weiterhin auch Ziel von Polar-Touristen, die sich für Flora, Fauna und den einmaligen Landschaften begeistern.

Die fünf neuen Inseln

Die Inseln liegen westlich der größeren Insel Sewerny. Erstmals wurden sie vor drei Jahren schon von einer Studentin aus St. Petersburg mit Hilfe von Satellitenbildern geortet und hatte diese in ihrer Abschlussarbeit 2016 beschrieben. Nun hat die russische Marine die Funde bestätigt, und deren Experten gehen davon aus, dass die Inseln vermutlich früher noch unter einem Gletscher lagen.

Die Expeditionsreise zum Franz-Josef-Land begann am 15. August von Marinestützpunkt Seweromorsk aus, etwa 30 km nordöstlich von Murmansk, und soll noch bis Ende September dauern. Die hydrographische Gruppe der russischen Marine teilte bereits mit, das die Inseln eine Fläche von 900 und 54.500 Quadratmetern haben, und es noch Monate dauern wird, alle Daten über die neuen Inseln zu sammeln und alles genau zu vermessen.

Lesen Sie auch diesen Beitrag zum Franz-Josef-Land:

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  • Abzeichen der russischen Nord-Flotte: Russische Marine

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Schlüsselwörter: Arktis | Russland | Nordflotte | Franz-Josef-Land | russische Marine
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