Wissenschaft: Forschung

Raketentriebwerke aus 3D-Druck

Deutsche Ingenieure hatten eine revolutionierende Idee
05.05.2019 17:49:42 eingesandt von Wilfried Stevens für OnlineZeitung 24.de

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), haben deutsche Ingenieure des Maschinenbauer SLM Solutions aus Lübeck zum ersten Mal Raketentriebwerke im 3D-Druck produzieren können, womit die gesamte Branche von Raketentriebwerken praktsch revolutioniert wurde.

Der 3D-Druck hat somit im Triebwerksbau viele verschiedene Vorteile. Besonders können zukünftig die Produktionszeiten von Einzelteilen erheblich verringert werden. Wenn also die Fertigung durch geeigenet Maschinen umgestellt und sogar auf Dauer komplexere Strukturen hergestellt werden können, könnte sich die Produktionszeit auf bis zu 90% verringern!

Das so vollständig im 3D-Druckverfahren hergestellte DLR-Triebwerk Berta absolvierte bereits am 18. Februar erfolgreich seinen ersten Testlauf. Die Bauweise ist sogar kompakter als herkömmliche Triebwerke, was auch Gewicht einspart. Berta soll zukünftig für Langzeitmissionen dienen. Schon plant man im 3D-Druckverfahren auch Weiterentwicklungen der Triebwerke für die Rakete Ariane 6.

Für die industrielle Fertigung bedeutet dies, das nicht nur eine höhere und günstigere Herstellung möglich wird, sondern auch sehr große Vorteile, um geplante Raumfahrtprogramme schneller und effektiver planen zu können. Raumschiffstriebwerbe könnten in Zukunft genau wie Automotoren praktisch am Fließband hergestellt werden. Dies wäre schon in einigen Jahren möglich.