Wissenschaft: Sonstiges

Flugsaurier mit 4 Flügeln entdeckt

Changyuraptor yangi - wie ein Fabelwesen das wirklich lebte
22.04.2019 20:09:32 eingesandt von Wilfried Stevens für OnlineZeitung 24.de

Changyuraptor
Changyuraptor
Als ein Fabelwesen bezeichnet allgemein Lebewesen, die entweder ins Reich der Phantasie zu finden seien oder dessen Existenz noch nicht belegt werden konnte. Einst zählten auch die Dinosaurier als reine Fabelwesen, dessen einstiges Vorhandensein zunächst komplett von der Schulwissenschaft abgelehnt wurde. Dazu gesellen sich noch Geschöpfe aus uralten Mythen und Legenden, wozu z.B. Drachen, Nagas, Zyklopen oder geflügelte Menschen zählen. Noch vor nicht so langer Zeit galten sogar die Moas auf Neusseland, die Vogelart Dodo oder die Warane als Phantasien von Eingeborenen. In regelmäßigen Abständen gibt es immer wieder neue Funde ausgestorbener Tierarten oder die Entdeckung neuer Tierarten, die die klassische alte Evolutionstheorie und Schulwissenschaft auf den Kopf stellt. So wie die Hummel gar nicht fliegen dürfte fand man auch den rekostruierten Pelagornis sandersi, ein Ur-Albadros mit 6,40 Meter Flügelspannweite, der eigentlich auch hätte nicht fliegen oder segeln dürfte. Dies ließe sich weiter fortführen bis hin zum Quetzalcoatlus, ein riesenhafter Flugsaurier mit einer geschätzten Flügelspannweite von 11-13 Meter. Akzeptiert man nun nach langer Zeit weitere senationelle Funde aus der Urzeit, erschütterte doch der seltsame Fund eines Changyuraptor yangi erneut die Fachwelt.

Changyuraptor yangi - der sensationelle Fund

Uns sind die Libellen bekannt, die über einen besonderen Flugapparat verfügen. Ihre Fähigkeit, beide Flügelpaare auch unabhängig voneinander zu bewegen, befähigt sie dazu, ruckartige Richtungswechsel vorzunehmen oder sogar in der Luft stehen zu bleiben. Es gibt sogar Arten, rückwärts fliegen können. Auch die Gottesanbeterin hat vier Flügel. Mit bis zu 50 km/h sind sie erfolgreiche Jäger. Ihre erfolgreiche Art lebte schon vor 350 Millionen Jahre und das bisher grösste Exemplar (Meganeura) hatte eine Flügelspannweite von 72 cm. Bisher ging man davon aus, das Vierflügler eine Laune der Natur seien und nur bei den Insekten zu finden sei.

Chinesische Paläontologen entdeckten seit 2003 bisher neun Skelette von kleinen Microraptoren, dessen Alter auf 130 Millionen Jahre geschätzt wird. Es war eine Gattung fleischfressender Dinosaurier aus der Gruppe der Dromaeosauridae, einer gefiederten Dinosaurierart. Sie waren nicht größer als rund 80 cm und wogen wahrcheinlich etwa 1 KG. Microraptor hatte lange Federn an Armen und Beinen, die vier Flügel bildeten, aber die Kontoverse, ob diese Art nur gleiten oder tatsächlich fliegen konnte, hält noch an. Doch der nächste unerwartete Fund bekräftigte die Kontroverse nochmals, ob es flugfähige Vierflügler in der Tierwelt gab. Der gefundene Changyuraptor yangi war etwa 1,30 Meter lang, 4 KG schwer und komplett gefiedert. Nach den bisherigen Untersuchungen wurden Arme und Beine als Flügel eingesetzt. Der Ursprung uralter asiatischer Erzählungen von vierflügigen Wesen, die vor 350 Millionen Jahre lebten?

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