Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Wirtschaft & Finanzen: Deutschland

Zugemüllt mit Papier und Plastik

Wenn das gelbe „Klingelmännchen“ kommt

Werbemüll ohne Ende...
Werbemüll ohne Ende...
Man hört und liest immer wieder über die stressigen, katastrophalen Arbeitsbedingungen bei den Paketzustellern. Aber es erweckt auch immer mehr den Anschein, dass schon die/der Briefzusteller(in) der Post mit ihrem Job überfordert sind. Kein Wunder, hat die Post doch schon seit Jahren ein zweites Standbein aufgetan, dass die Zusteller(innen) heute zusätzlich mit bewältigen müssen: Die Massenwerbung.

„Einkauf aktuell“

Unter dem Begriff „Einkauf aktuell“ verteilt die Post ihr eigenes Werbepaket. Dieses besteht aus einem Flatterblättchen mit dem Fernsehprogramm, das sowieso keiner braucht, und Prospekten verschiedener mehr oder weniger lokaler Anbieter wie Supermärkte und Discounter. Zu allem Überfluss ist das ganze auch noch in einer Plastikfolie eingepackt. Als ob in den Weltmeeren nicht schon genug von diesem Mist herumschwimmt, die Umwelt verschmutzt und die Meerestiere sterben lässt.

Überhaupt ist das Einschweißen von Werbung, Prospekten und Katalogen in Plastik eine extrem umweltbelastende Praktik, die verboten gehört. Zumindest wäre hier ein Verbot nicht weniger sinnvoll als beim Plastik-Einweggeschirr. Der Endverbraucher bzw. Empfänger dieser Werbeflut wird so mit Papier und Plastik zugemüllt. Und das Schlimme ist dabei, dass man an mindestens 90 % dieses gigantisch Werbemülls überhaupt nicht interessiert ist.

Das „Klingelmännchen“ von der Post ist da

Neben der posteigenen Werbeaktion „Einkauf aktuell“, die regelmäßig zum Wochenende verteilt wird, verteilt die Post auch immer mehr Werbeprospekte von diversen Firmen einzeln mit der Tagespost. Das zwingt die Zusteller(innen) dann auch an die Häuser zu gehen, für die einmal keine Post dabei ist. Das kostet Zeit und wirft die Betroffenen in der Zeit weit zurück. Kein Wunder, dass da Zeit eingespart wird wo immer es geht. So wird ein gutes Häuflein der Werbung vom Stapel gegriffen und zu den Häusern geschleppt.

Diese jetzt in die einzelnen Briefkästen zu verteilen ist lästig und zeitraubend. Da wird dann einmal quer über die Klingelknöpfe gedrückt. Irgendwo wird schon jemand da sein, der die Haustür öffnet. Wird der Türöffner betätigt, kommt eine Hand mit Arm ins Haus und legt einen Stapel Werbemüll auf die Briefkästen an der Haustür. Danach verschwindet der Arm wieder und die Haustür fällt ins Schloss. Diejenigen, die die Tür geöffnet haben wissen meist nicht was los ist, denn dass Die/der Zusteller(in) mal eben ruft „Post“ ist eine absolute Seltenheit und ein „Danke“ ist schon mal gar nicht zu hören.

Als Kinder haben wir auch schon mal „Klingelmännchen“ gespielt. Wurden wir erwischt hat man uns die Ohren langgezogen. Und heute dürfen offenbar scheinbar Erwachsene ungestraft dasselbe machen…

Verteilt wird „Phi mal Daumen“

Bei uns in einem Sechs-Familienhaus sind natürlich sechs Briefkästen. Entweder waren, so entsteht der Eindruck, die Zusteller(innen) nie in der Schule und wissen nichts vom „Kleinen Einmaleins“ oder sie legen bewusst viel mehr an Werbung ins Haus um so schneller fertig zu werden. So liegen dann mal von einem Optiker aus der Nachbarstadt anstatt sechs Prospekte ganze sechszehn im Hausflur. Oder von einem Autohändler aus einer anderen Nachbarstadt elf Prospekte statt sechs. Und auch die posteigene Werbung „Einkauf aktuell“ liegt regelmäßig in unserem Sechs-Familienhaus in Stückzahlen von acht (selten) über zehn (oft) bis zu zwölf Exemplaren. Das treibt die Werbekosten in die Höhe und belastet die Umwelt in extremster Art und Weise vollkommen unnötig!

Bildnachweis:

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Lesen Sie dazu auch:
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Prospekte | Flyer | Kataloge | Werbung | Umweltverschmutzung
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.07 Sekunden
39,659,190 eindeutige Besuche