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Sonstiges: Tierschutz

Der Schlankheitswahn bei Hunden

Ein Kommentar

Der Hund - Dein treuer Begleiter.
Der Hund - Dein treuer Begleiter.
Herrchen/Frauchen platzt aus allen Nähten, aber immerhin ist der Hund schlank. So oder anders könnte die Schlagzeile für einen Satire-Artikel lauten. Die wenigsten machen sich dabei jedoch Gedanken um unsere vierbeinigen Begleiter, denn in den Augen vieler sind sie ja immer noch „nur“ Tiere …

Die Diät, an der so viele persönlich scheitern, wird dort mal eben „outgesourct“: Der Hunger, die schlechte Laune und beständige Gedanken an etwas Essbares; das sind unangenehme Erfahrungen für denjenigen oder diejenige, die bei der Nahrungsaufnahme – aus persönlichen oder gesellschaftlichen Gründen – etwas kürzer treten (muss). Wenn der Hunger zum beständigen „Dauergast“ wird, wenn die Flucht auf dem Spaziergang und die damit verbundene Suche nach Essensresten mehr zur Regel denn Ausnahme mutiert, spätestens dann sollten die Alarmglocken klingeln. Denn vielleicht sollte man den Speiseplan des geliebten Vierbeiners und vor allem die Menge nochmal überdenken.

Auch Menschen unterscheiden sich in ihrer Konstitution: Die einen haben ein sportliches Naturell, die anderen neigen tendenziell dazu, etwas leichter „Speck anzusetzen“ und wiederum andere können essen, so viel sie wollen, ohne auch nur ein Gramm zuzunehmen. Und das ist – auch wenn Werbung und Modepropaganda etwas anderes suggerieren – völlig ok. Denn auch das „Schlanksein“ lässt sich nicht eins zu eins mit Glück und Zufriedensein gleichsetzen. Im Gegenteil verursachen gerade Stress, Angst und Schlafmangel häufig das ungewollte Purzeln der Pfunde. Auch wenn an entspannten Menschen also eher etwas hängen bleibt, sollte man an dieser Stelle von Generalisierungen absehen.

Kommen wir aber zurück zu unseren vierbeinigen Familienmitgliedern: Ein Hund bekommt Hundefutter – ganz logisch, oder etwa nicht? Glaubte jeder daran, würde dies der Hundefutterindustrie prima in die Hände spielen. Schließlich wurde das produzierte Essen doch „speziell auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt“. Nehmen wir allerdings einen metaphorischen Vergleich zum Menschen vor, sieht alles ganz anders aus: Wäre die Aufnahme von Vitaminen in Form von Zusatzpräparaten möglich, gälte dies auch für menschliche Vitaminpräparate. Ein Umstand der sich inzwischen als falsch herausgestellt hat. Menschliches Essen in Dosen wird „gestreckt“ und mit Konservierungsstoffen behandelt, man kann also davon ausgehen, dass dies auch für Dosenfutter gilt. Schließlich gäbe es, existierte das „perfekte Hundefutter“, auch das „perfekte Menschenfutter“ – doch davon keine Spur.

Beim „Hundefutter“ handelt es sich einfach um abgepacktes Dosenessen (Abfälle aus der Nahrungsmittelindustrie, Konservierungsmittel, günstige Bestandteile zum Strecken). Man kann davon leben, aber gesünder als frisches Essen wird es wohl niemals sein. Früher ernährten die Menschen ihre Hunde mit den Essensresten vom Tisch, heutzutage ernähren manche sie sogar vegan oder vegetarisch und auch wenn der Kleine oder Große mal ein Stück Schokolade (1) verputzt, geht davon die Welt nicht unter. Gerade Hunde (und auch Katzen) können fast (2) alles essen (was wir auch essen).

Langsam sollte den Menschen klar werden, dass Tiere genauso Gefühle, Gedanken und Empfindungen haben, wie wir; sie oft sogar mehr Liebe geben, als Menschen und sie ferner nicht weniger Recht auf ein glückliches und zufriedenes Leben haben. Dazu gehört auch eine Portion leckeres Essen (sofern Frauchen/Herrchen sich das leisten können; das eine oder andere Stück Schinken, Käse, Fleisch ist gerade in Deutschland doch fast überall entbehrlich).

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(1) Der Mythos von der „giftigen“ Schokolade hält sich bis heute hartnäckig, gleichwohl sich aus der Beobachtung von Hunden, die regelmäßig Schokolade konsumierten, ergeben hat, dass dies völliger Quatsch ist.

(2) Vorsicht bei kleinen spitzen Knochen.

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Schlüsselwörter: Hunde | Schlankheitswahn | Gesundheit | Dosenfutter | Tiere
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