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Technik: Sonstiges

Woher nahm der Bürgermeister die Idee vom autonomen Schienenbus?

Am autonomen SchienenTaxi hatte er zuvor keinerlei Interesse und ließ Schienen abbauen

Stillgelegte Bahnstrecke.
Stillgelegte Bahnstrecke.
Michael Esken ist heute Bürgermeister der Stadt Verl. Zuvor war er jahrelang Bürgermeister von Hemer. Während seiner Amtszeit in Hemer wurde dort die rund 5,8 km lange Schienenstrecke Hemer-Menden abgebaut. Zuvor hatten die Erfinder des SchienenTaxis der Schleifkottenbahn GmbH unter Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Kugel Kontakt mit Hemers damaligen Bürgermeister Michael Esken aufgenommen. Hintergrund war das SchienenTaxi auf dieser Strecke fahren zu lassen.

Bürgermeister war für Schienenabriss

Doch auch Hemer hatte am SchienenTaxi keinerlei Interesse. So war es auch in Hemer politisch nicht gewollt und die Stadt Hemer beauftragte im Januar 2014 die baden-württembergische Firma Meißner mit dem Abbau der Schienen. Die Firma Meißner erzielte für den Schrottwert der Schienen (rund 800 Tonnen) mindestens 190.000 Euro (damaliger Schrottwert: 241 Euro pro Tonne). Sie bezahlte für diesen Auftrag 80.000 Euro, von denen 63.000 Euro an die Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft flossen und die restlichen 17.000 Euro die Stadt Hemer bekam.

Hemer wollte lieber den Radweg

Nach Abriss der Schienen wurde auch hier ein Radweg gebaut, der vom Bund mit einer Millionen Euro gefördert wurde.

Hier wurden nicht nur eine Millionen Euro Steuergelder verschleudert, sondern zuvor ganz offiziell ein Volksvermögen vernichtet, das in Form der ehemaligen Schienentrasse nun für immer unwiederbringlich verloren ist.

Bürgermeister für autonomen Schienenbus

Heute Bürgermeister von Verl brachte Michael Esken die Idee auf der TWE-Strecke zwischen Verl und Hövelhof einen autonom fahrenden „Schienenbus“ einzusetzen – den „Future Rail“ oder zu Deutsch die Zukunftsbahn. Das Ganze soll dann ein Regionale-Projekt-2022 werden und bekam im November 2018 vom Entscheidungsgremium der Regionale 2022 den C-Status zugesprochen. Damit wurde zumindest erst einmal attestiert, dass dieses Projekt das Potential hat ein Beitrag für das neue UrbanLand Ostwestfalen-Lippe werden zu können.

Nun ist eine Machbarkeitsstudie geplant, die dann für den Status B bei der Regionale sorgen soll. Diese wird unter Federführung der Fachhochschule Bielefeld erstellt werden. Für die Kosten in Höhe von 500.000 Euro erwartet man einen 90 %igen Zuschuss vom Land NRW. Das wären dann 450.000 Euro Steuergelder.

Ist der Schienenbus ein Plagiat?

Das Ganze hat einen faden Beigeschmack, wenn man die Hintergründe kennt. Der autonom fahrende Schienenbus nach der Idee von Bürgermeister Michael Esken erinnert frappierend – auch im Detail – an das SchienenTaxi, das Friedrich Wilhelm Kugel Michael Esken damals noch als Bürgermeister von Hemer vorgestellt und vorgeschlagen hat. Doch das SchienenTaxi war politisch nicht gewollt und wurde boykottiert…

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Schlüsselwörter: SchienenTaxi | Schleifkottenbahn | autonomes Fahren | stillgelegte Bahntrassen | Schienen
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