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Ganz und gar nicht „cool“!

Exzessive Saufgelage bei Kindern und Jugendlichen

Kaum eine Woche vergeht, in der man aus den Medien nicht von irgendwelchen exzessiven Saufgelagen Jugendlicher zu hören bekommt, die teils katastrophal enden. Da fallen Jugendliche ins Koma und wachen nie wieder auf oder behalten Folgeschäden. Im schlimmsten Fall kann es auch schon einmal tödlich enden. Der jüngste Fall: Ein 13jähriges Mädchen im westfälischen Minden…

Am vergangenen Samstag, dem 19. Juli dieses Jahres, brach in Minden ein 13jähriges Mädchen bewusstlos zusammen. Gemeinsam mit „Freunden“ hatte sie auf einer Skaterbahn Alkohol konsumiert. Ein 18jähriger verständigte schließlich den Notarzt, der eine schwere Alkoholvergiftung bei der 13jährigen diagnostizierte. Die eingeschaltete Polizei gab im Rahmen ihrer Untersuchungen bekannt, dass das junge Mädchen eine Flasche Apfelkorn und eine Flache Wacholder fast ganz alleine ausgetrunken hatte. Es bestand anfangs akute Lebensgefahr und erst in der Nacht zum Sonntag erwachte sie wieder aus ihrer tiefen Bewusstlosigkeit.

Angesichts solcher Meldungen ist es nicht verwunderlich, wenn Anwohner von Schulgeländen so irre Forderungen stellen, wie beispielsweise aus einem Schulhof einen Parkplatz zu machen, wie jüngst im sauerländischen Halver geschehen (s.: http://www.online...rticle/493).

Der Tagespresse war der Vorfall in Minden kaum ein paar Zeilen wert. Dabei kann nicht oft genug auf so katastrophale und unverantwortliche Saufgelage von Kindern und Jugendlichen mit ihren katastrophalen Folgen für Leib und Seele hingewiesen werden. Nach dem Jugendschutzgesetz darf kein Alkohol an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Gaststätten ausgeschenkt werden und auch im Laden um die Ecke darf Alkohol und Alkoholhaltiges nicht an Jugendliche verkauft werden.

Wie also kommen die Kinder und Jugendliche an den Alkohol? Schuld ist da zum Großteil mit Sicherheit der Einzelhandel. Das schnelle Geld ist da offensichtlich vorrangig vor dem Wohl unserer Kinder. Immer wieder kommt es vor, dass vor allem in Supermärkten alkoholhaltige Getränke – vor allem die bei Jugendlichen so beliebten Alkopops – verkauft werden. Und dies durchaus auch schon einmal an 13jährige. Das wäre nur durch strengere Kontrollen von offizieller Seite – am besten durch Testkäufe – überprüfbar. Auch wenn solche Testkäufe hart diskutiert werden und umstritten sind. Anders wird man das Problem wohl auch ansatzweise nicht in den Griff bekommen. Und, bei Abgabe alkoholhaltiger Getränke an Kinder und Jugendliche sollten harte Strafen verhängt werden. Ein paar Euro Verwarnung bringen da rein gar nichts.

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Schlüsselwörter: Jugendschutz | Jugendschutzgesetz | Alkohol | Alkopops | Saufgelage | Halver
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Kommentare

Sarah
am 26.07.2008 19:21:34 (84.141.201.xxx) Link Kommentar melden
Meiner meinung nach bekommt man als u16 bzw u18 im supermarkt keine alkohol, also ist zmd bei uns in der umgebung so(NRW).
eher bei kleinen buden ist bei uns das problem zu finden, egal ob bei ausländischen oder deutschen besitzern.
ich find auch dass das problem in den freundesgruppen zu finden ist, da wir in unserer gruppe darauf achten wer was trinkt und man weiß auch wer ungefähr was verträgt! da sollte lieber mal ein freund stopp sagen!
die 13jährige hat alkopops gekauft, dachte korn und wacholder.
aber wers mit den pops schafft - prost^^
Alex Mais
am 12.04.2009 12:06:22 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Neues "Komasaufen" von Kindern! Die Betroffenen werden immer jünger: 11, 12 und 13 Jahren alte Wodka-Trinker in Paderborn. Dies berichtete Welt online am 10. April 2009...

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