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Niedersachsen beschließt den Reformationstag als Feiertag

31. Oktober wird zum gesetzlichen Feiertag
24.06.2018 10:16:27 eingesandt von Wilfried Stevens für OnlineZeitung 24.de

Abbildung Martin Luther
Abbildung Martin Luther
Der Reformationstag wird hauptsächlich von den evangelischen Christen in Deutschland und Österreich gefeiert. Der 31. Oktober gilt im Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther, dem großen Aufklärer der Kirche. Dieser Feiertag gilt auch in Österreich, Schweiz, Slowenien und Chile. In Deutschland war der gedenkwürdige Reformationstag nicht in allen Bundesländern gesetzlicher Feiertag. Dies hat sich 2018 grundlegend geändert.

Nach den Bundesländern Schleswig-Holstein und Hamburg hat nun auch 2018 das Bundesland Niedersachsen den Reformationstag am 31. Oktober zum gesetzlichen Feiertag verankert. Die Abstimmung im Landtag hatte dabei eindeutig den Antrag angenommen. Es stimmten 100 Abgeordnete für den neuen nationalen Feiertag, 20 dagegen und 17 enthielten sich der Stimme. Die Mehrheit der Abgeordneten von AFD, CDU und SPD stimmten dafür, die FDP war dagegen und die Grünen enthielten sich der Stimme.

Es gab sogar altkonservative Stimmen gegen den Feiertag. So beklagten Vertreter der jüdischen Gemeinde, das Martin Luthers Schriften teils antisemitisch wären. Die unzeitgemäße katholische Kirche verbindet das Datum der Reformation immer noch mit der Kirchenspaltung. Beide Gegenparteien plädierten für den Buß- und Bettag als weiteren gesetzlichen Feiertag, und scheiterten an der Volksvertretung. Martin Luthers Schriften läuteten das moderne, aufklärende und freie Christentum ein, während die altkonservative katholische Kirche längst überfällige Reformen der neuen modernen Gesellschaft verschläft. Die Kirchenaustritte nehmen ensprechend zu.

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