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Wissenschaft: Sonstiges

30.000 Jahre alte Blume zum Leben erweckt!

Kryptobotaniker lassen Blumen aus der Eiszeit wieder blühen

Urzeit-Blume neu erwacht
Urzeit-Blume neu erwacht
Bereits im Beitrag Tausende altes Riesenvirus widererweckt vom 13.04.2015 hatte ich darauf hingewiesen, das der globale Klimawandel und die Folgen der Erwärmung ganze Gletscher wegschmelzen lässt und immer mehr Permafrostboden durchlässiger wird. So geben einstige Eisflächen, auch das ewige Eis genannt, Ur-Bakterien, Ur-Virusarten und sogar Pflanzen aus der Eiszeit frei, die wiederbelebt werden konnten! Das auch die Gefahr besteht, das völlig unbekannte schlafende Bakterien, Parasiten- und Virusarten aus der Eiszeit uns schaden könnten, sollten sie wieder erweckt werden, bleibt dabei ein Restrisiko. So fand man z.B. einen 20 Millionen Jahre alten Wasserfloh in Bernstein, der mit urzeitlichen Pesterreger infiziert war. Nicht auszudenken, würde ein vollkommen unbekannter Pesterreger aus der Urzeit wiederbelebt werden. Das man aber auch einen 30.000 - 31.000 Jahre alten Blumensamen wiederbeleben konnte, der ja weitaus empfindlicher ist, bleibt eine Sensation! Damit steht auch fest, das Permafrostböden eine Kälte-Konservierung urzeitlicher Samen ermöglichen kann, und ein mögliches Genpool uralten Lebens in sich birgt, das längst von der Erde verschwunden ist. Kryptobotaniker (Krypto kommt aus dem altgriechischen = verborgen, geheim) hegen die Hoffnung, viele weitere Samen unbekannter Pflanzen wiederzubeleben, die womöglich auch noch unentdeckte Heilwirkstoffe enthalten könnten.

Entdeckt wurden die Samen von Forscher der Russischen Akademie der Wissenschaften in kleinen unterirdischen Höhlen, runter 38 Meter tief gelegen, im ostsibirischen Permafrostboden, wo sie seit Jahrtausenden bei etwa minus sieben Grad tiefgefroren waren. Vermutlich haben es Urzeit-Erdhörnchen als Futterversteck benutzt. Bei den Samen handelt es sich z.B. um Silene stenophylla, eine alte und robuste Pflanzenart aus der Gattung der Leimkräuter, die wunderschöne weiße Blütenblätter hat. Ähnliche Exemplare wachsen immer noch in dieser Gegend. Sie ist eine typische dichte Polsterpflanze mit Wuchshöhen von 5 bis 22 Zentimetern. Mit der Ur-Silene stenophylla handelt es sich somit um die als älteste zum Blühen gebrachte Pflanze. Die Wiederbelebung war ein komplizierter Vorgang, und anfangs hatte man aus reifen Samenkörnern kein Pflänzchen gewinnen können. Als jedoch die Forscher Teile des Fruchtkörpers von drei unreifen Samenkörnern im Reagenzglas kultivierten, hatten sie erst Erfolg. Dadurch konnten insgesamt 36 Pflänzchen im Labor zu neuem Leben erweckt werden. Es dauerte noch zwei Jahre, bis das erste Urzeit-Leimkraut blühen konnte und wiederum Samen produzierte.

Man fand auch den Unterschied einstiger und heutiger Arten heraus, die sich äußerlich zu 98% gleichen. Bei den heutigen Arten sind die Blütenblätter breiter und stärker gefurcht, und wie die meisten Blüten zweigeschlechtlich. Die Ur-Arten aber waren zunächst rein weiblich und erst später zweigeschlechtlich. Doch wurden auch verschiedene andere Arten von Pflanzen gefunden, die man ebenfalls zum Leben erwecken möchte. Das treibt jetzt Forscher aus der ganzen Welt an, als verschwunden geglaubtes Leben in Permafrostböden zu suchen, die immerhin noch 20% der Erdoberfläche bedecken. In den bis zu mehreren hundert Meter dicken Bodenschichten, die teilweise seit Jahrtausenden gefroren sind, bergen noch viele Geheimnisse alten Lebens. Neben alten Bakterien - und Virusarten, vermutet man auch weitere Pflanzenreste, Samen, Insekten, Sporen und Milben. Die Kryptobotanik und die Kryptozoologie hat dabei noch ein riesiges Areal vor Augen, das noch fast komplett unerfoscht ist. Die Wiederbelebung bereits ausgestorbener Pflanzenarten oder gar Insekten- und Tierarten ist nur noch eine Frage der Zeit.

Bildnachweis:
  • Urzeit-Blume neu erwacht: Foto: © Sibirian Times (Urheberrechte beachten!)

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Schlüsselwörter: Kryptobotaniker | Eiszeit | Russland | Permafrostboden | Urzeit-Blume
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