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Sport: Sonstiges

Straft diese Betrüger mit Nicht(be)achtung!

Wieder einmal bewahrheitet sich ein mittlerweile zu trauriger Berühmtheit gekommener Witz Harald Schmidts. „Woran erkennt man einen gedopten Radprofi? Am gelbem Trikot!“ Gut genaugenommen hat keiner der bisher bei der Tour de France 2008 ertappten 3 Dopingsünder das gelbe Trikot getragen, doch gehörte mindestens einer davon zum erweiterten Favoritenkreis.

Gestern wurde der 24-jährige italienische Radprofi Riccardo Ricco, 2-facher Etappensieger und Träger des gepunkteten Trikots (bester Bergfahrer) von der französischen Polizei abgeführt. Der Vorwurf unerlaubtes Blutdoping. Und wieder ist das der Aufschrei der Medien groß. Doch einmal ehrlich betrachtet, wen wundert es überhaupt noch, wenn im Profisport gedopt wird? Ist das professionelle Doping nicht die logische Konsequenz der Kommerzialisierung des Sports im Allgemeinen?

Im Profisport sind mittlerweile Unsummen zu verdienen und jeder Sportler möchte von diesem Kuchen etwas abhaben. Sollten die von der Natur gegebenen Voraussetzungen nicht ausreichen, um in der Weltspitze mithalten zu können, wird kurzer Hand per „Naturwissenschaft“ nachgeholfen. Etwaige Nebenwirkungen werden billigend in Kauf genommen, ist doch der „Lohn“ bei einem Erfolg mittlerweile so groß, dass sich das Risiko in den Augen der Sportler rechnet. Die Sportler riskieren wissentlich nicht nur den dauerhaften oder zeitweisen Ausschluss von nationalen und internationalen Wettkämpfen, sondern auch schwerwiegende gesundheitliche Nebenwirkungen, die unter Umständen ein Leben lang andauern. All das kann Sie aber nicht davon abhalten, zu unerlaubten Mitteln zu greifen, denn auch sie wollen sich ein Stück vom großen Kuchen abschneiden.

An dieser Situation sind indirekt alle sportinteressierten Zuschauer mit verantwortlich. Erst das Zuschauerinteresse macht eine Sportart für die Industrie als Werbeplattform interessant. Ist eine Sportart im Focus der Öffentlichkeit, wird diese genutzt um Werbebotschaften an die Zuschauer zu übermitteln. Je mehr Zuschauer um so effektiver die Werbung und um so mehr Geld wird in die Sportler gesteckt. Natürlich verdienen das große Geld nur die absolut erfolgreichsten Sportler. Und da sind wir wieder an dem Punkt, dass die Sportler mit allen Mitteln versuchen erfolgreich zu sein.

Diesen Kreislauf zu unterbrechen liegt eigentlich in unserer eigenen Hand. Strafen wir diese Betrügereien mit Nichtbeachtung. Leider ist das in der Realität nicht umsetzbar. Und so wird auch in Zukunft weiter gedopt werden.

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Schlüsselwörter: Tour de France | Doping | Riccardo Ricco
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Kommentare

am 18.07.2008 22:14:32 (85.179.32.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Tepes, ein nicht ernst gemeinter Vorschlag!!!!!
Man sollte die Jungs einfach ihren Sport so ausüben lassen, wie es die Sportler oder deren Funktionäre, bzw. Sportärzte für richtig halten.
Es gibt nun mal zwei Arten von Sportlern, die gedopten Sportler, ich nenne sie DOPIES und die ehrlichen Sportler, ich nenne Sie die Klassischen. Wenn man nun zwei Kategorien schafft, Dopies und Klassik, dann könnte man den Unterschied zwischen natürlich trainierten Sportlern und den fitgespritzten Sportlern darstellen. Ich denke, dass dies auch für die Öffentlichkeit interessant wäre. Von Sportbetrug wäre dann auch keine Rede mehr, solange jeder in seiner Klasse fährt. Für den medizinischen und gentechnischen Fortschritt bestimmt auch interessant. Nur müssten diese Dopies-Sportler auch dementsprechend versichert werden, dass sie nicht dem Staat (uns Steuerzahler) zur Last fallen, wenn die Karriere beendet ist. (Herz- Kreislauferkrankungen, Hormonstörungen, etc....)
In diesem Sinne, wie gesagt, nicht ernst gemeint, vielleicht aber nachdenkenswert.
Ihr Problemmanager
Tepes
am 20.07.2008 13:05:48 (77.184.199.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Problemmanager,

der Vorschlag an sich war schon ernst gemeint, jedoch auch wie im Artikel beschrieben wohl nicht umsetzbar. Auch Ihr Vorschlag würde das Problem nicht lösen, denn wer kann garantieren das bei den dopingfreien Sportlern nicht auch das ein oder andere schwarze Schaf dabei ist?
am 20.07.2008 16:49:16 (85.178.40.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Tepes

> Von Sportbetrug wäre dann auch keine Rede mehr, solange jeder in seiner Klasse fährt. <
Ich hab ein Ausschnitt rauskopiert, wo genau diesem Argument vorgebeugt werden soll. Inwieweit nun geprüft und kontrolliert wird, bzw. bei Verstoß bestraft werden soll, ist Sache der Abwicklung.
Intereesant wäre auch der direkte Vergleich. So könnten, wie Harald Schmidt schon sagt, ein gelbe Trikot für die Dopies, ein grünes Trikot für die Klassischen sichtbar den Unterschied bei einem gemeinsamen Start darlegen.
In diesem Sinne
Ihr Problemmanager

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