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Wissenschaft: Sonstiges

China-Legendärer "See der ersten Zeit" entdeckt

Unter dem trockenen Tarimbecken riesiges Wasser-Reservoir entdeckt

Kaum erforschte Wüste Lop Nor
Kaum erforschte Wüste Lop Nor
In China und in der Mongolei gibt es eine uralte Legende von einem weisen Eremiten, der in der Wüste Lop Nor lebte. Im Westen besteht die Wüste aus Sand und im Osten aus Salz. Im Sommer entstehen hier so hohe Temperaturen, das jeder ohne Wasser nach wenigen Stunden sterben kann. Es ist eine der tödlichsten Wüsten der Welt. Eines Tages verirrte sich, mitten in einem heftigen dunklen Sandsturm, eine kleine Karawane, mit Seide und Gewürze bestückt, in der Wüste, und alle dachten schon, das der Tod sie bald heimsucht, weil sie fast kein Wasser mehr hatten. Auf der Suche nach einer geschützten Stelle sahen sie nach einiger Zeit einen Höhleneingang. Sie banden die Kamele im Höhleneingang und gingen weiter hinein. Vom weiten sahen sie ein sehr kleines Feuer und näherten sich vorsichtig dem Feuer. Zu ihrer Erleichterung sahen sie nur einen sehr alten Mann. Obwohl er saß, schien er noch sehr groß zu sein, doch als er sie mit einem Lächeln zu sich winkte, wich ihre Angst. Als sie bei ihm ankamen, bat er sie sich vor ihn zu setzen und sich auszuruhen. Neben ihnen waren Krüge mit frischen Wasser, frisches Gemüse und eine Schüssel mit Trockenfleisch. Bevor sie nachdachten konnten, woher der alte Mann das frische Wasser und sogar frisches Gemüse hatte, bat der Eremit sie höflich, das sie sich ausruhen, essen und trinken sollten.

Dabei betrachteten sie ihn von unten bis oben, und es schien ihnen, das er wohl Mongole und Inder zugleich sein müsste, von sehr kräftiger Statur trotz seines hohen Alters, aber auch mit sehr wachen Augen wie die eines Jünglings, und es schien, das er jede Bewegung von ihnen genau beobachtete. Seine Kleidung war voller seltsamer Muster, die sie noch nie gesehen hatten, und erinnerte wie die eines Lamas oder Mönchs, und doch war sie anders. Er trug nur einen Ring, der wie eine schwarze Perle aussah, kräftige Stiefel wie die eines Reiters und am Kopf ein Stirnband mit einem seltsamen Zeichen. Hinter ihm war ein kräftiger Stab an der Wand gelehnt, und sie dachten sich, das der kräftige Alte, der ungewöhnlich groß war, wohl sich zu wehren wüsste. Der Eremit bemerkte ihre Unsicherheit und sagte ihnen, das sie keine Furcht haben sollten, und bis sich der Sturm gelegt habe, würde er ihnen alle Fragen beantworten.

So begann der alte Eremit zu erzählen, das es eine erste Zeit der Menschen gab, die solange zurück liegt, das alle Schriften schon längst zu Staub verfallen sind, die darüber einst berichteten, und das selbst alle Steininschriften tief in der Erde und in den Ozeanen verschwunden sind. Denn eines Tages erbebte die gesamte Erde so sehr, das sich der Himmel für 300 Tage verdunkelte, und dort wo einst Land war, war nun der Ozean, und dort wo einst der Ozean war, war nun Land. So schob sich viel Wasser über die Erde und Berge, und viel Erde und der ganze Sand schob sich über das Wasser. Das Obere wurde zu unten, das Untere wurde zu Oben, nichts war mehr wie vorher. Und so ging auch die erste Zeit vieler Menschen zu Ende, und viele ihrer Städten liegen unter der Erde und unter dem Wasser. Als die Dunkelheit wich und die Erde (Vulkane / Erdbeben?) nicht mehr wankte, suchten die Menschen neue Wege um sich zueinander wiederzufinden. Er sei einer der wenigen Nachkommen aus der ersten Zeit, und so lang jedes Eurer Seidentücher sind, so vervielfacht es nicht nur mit der Anzahl Eurer Tücher, sondern verzehnfacht es auch, so wisst ihr, wie alt meine Vorfahren der ersten Zeit sind.

Ungläubig horchten Sie den Worten des Eremiten, doch bevor sie an den Worten zweifelten und sein Rätsel lösten, führte er seine Gäste immer tiefer in die Höhle um ihnen das Geheimnis der Wüste zu zeigen. Dazu sollten sie alle leeren Wasserbehälter mitnehmen, die sie bei sich hatten. Als sie nach Stunden am Ende Weges waren, sahen sie eine riesige Höhle, und als der Eremit eine Handbewegung machte, leuchtete zuerst eine Lampe auf einen Felsen und danach wurde die ganze Höhle von einem seltsamen Licht wie Tausende Spiegel erleuchtet, so das sie sahen, das eine ganze Stadt dort stehen könnte und immer noch Platz wäre. Und an einer Stelle sahen sie ein Gemüsefeld des weisen Eremiten, und zu ihren Erstaunen einen endlosen Wasser-See in der Riesen-Höhle, so das sie nun wussten, woher das ganze Wasser herkam. Das Obere war nun unten und das Untere war nun Oben, und keiner zweifelte mehr an die Erzählung des Eremiten, der auch seine magische Kraft offenbarte, um die Höhle zum Leuchten zu bringen. So soll sein Ring mit der Schwarzen Perle die Kraft haben, das die ganze Höhle einstürzen könnte, würde er der Boshaftigkeit der Menschen entgegnen. Sie gingen wieder nach oben, wo sie noch erfuhren das noch viele solcher Wasser unter der Erde und unter dem Sand seien. Dann ließ der Eremit sie schneller vorangehen als er selber könnte. Als sie die gefüllten Wasserbehälter zu ihren Kamelen brachten, war der Sturm vorbei und sie führten die Tiere wieder nach draußen. Wie von Geisterhand schloss sich dann plötzlich die Höhle und sie sahen nur noch den Eremiten von weitem zuwinken. Auf ihren weiteren Weg durch die Wüste dachten sie über das Rätsel nach: So hatten sie 30 Seitentücher dabei, und jedes war 33,3 Meter lang. Wenn sie dies verzehnfachten, so ergab es die Zahl 9.990, so das die erste Zeit der Menschen vor 9.990 Jahren endete. Diese Erzählung wurde von Generation zu Generation weiter erzählt, doch niemand fand mehr den Höhleneingang zum Wasserozean, und so wurde das, was einmal war, zur märchenhaften Legende. Und niemand weiß, was ausgeschmückt wurde und was nicht.

Der einstige Lop Nor-See

Lop Nor (auch Lob Nur) ist eigentlich der mongolische Name eines inzwischen ausgetrockneten Sees im Tarimbecken, aber Lop Nor-Wüste wurde eine gängige westliche Bezeichnung, wobei die Chinesen das Wüstengebiet Luobu Shamo, und die hier Lebenden Uiguren das Gebiet Lopnur Queli nennen. Ins Deutsche übersetzt bedeutet Lop Nor soviel wie der See, in den viele Wasserquellen zusammenströmen. Niemand weiß genau, seid wann es diese alte Bezeichnung gab, den die Chinesen nennen das Gebiet schon seit Jahrhunderten nur Meer des Todes. Aber erst zwischen 1961 - 1962 war der Salzsee Lop Nor für immer verschwunden bzw. gibt es hier noch Salz-Sümpfe. Berüchtigt ist der Sandsturm Kara Buran, auch Schwarzer Buran genannt, der nur in diesem Gebiet bis zu 70 Tage im Jahr vorkommt. In der Legende wird er dunkler Sandsturm genannt. Eine weitere Legende erzählt, als das Wasser noch zahlreich war, es auch in der Wüste eine geheimnisvolle Drachenstadt gab. Karawanen berichteten von Luftspiegelungen einer unbekannten Stadt, manche behaupteten dort gewesen zu sein, wo aber nur Barbaren wohnen würden, andere behaupten, wie der chinesische Pilger Faxian, das dort nur Drachen, Dämonen und Geister wohnten, und vermieden, den Ort aufzusuchen. Jedoch weiß niemand mehr, woher diese Legende stammt.

Neue erstaunliche Entdeckungen von chinesischen Wissenschaftler

Frühere Untersuchungen in 160–250 Meter Tiefe ergaben, das die Taklamakan und die heutige Wüste Lop Nor in der letzten Eiszeit sogar noch fast ganz von einem Süßwasser-Gletschersee (Glazialsee) bedeckt waren, dessen Größe auf 20.000 qkm mit einer maximalen Tiefe von bis zu 900 Meter geschätzt wird. Die letzte Eiszeit bzw. Kaltzeit begann vor etwa 115.000 bis 110.000 Jahren und endete vor etwa 12.500 bis 10.000 Jahren. Der Süßwasser-See soll mindestens 20.000 Jahre bestanden haben. Niemand nahm damals an, das solch ein großer See noch existieren könnte.

Neueste Forschungen chinesischer Wissenschaftler des Xinjiang Institute of Ecology and Geography (XIEG) in Urumqi (Hauptstadt des Uigurischen Autonomen Gebietes Xinjiang) verblüffen nun alle Experten, den es scheint, das es unter dem trockenen 530.000 qkm großem Tarimbecken wahrscheinlich sogar riesiger Süßwasser-See zu geben scheint, der die alte Legende wieder lebendig werden lässt. Das solch eine Entdeckung in einem der trockensten Gebiete der Welt überhaupt möglich war, spiegelt die Erkenntnis wieder, wie wenig wir noch wissen, wie die Erde tatsächlich unterirdisch aussieht!

Die Forschungen sind noch nicht abgeschlossen, aber die bisherigen erstaunlichen Messungen ergaben, das hier unter der Erde ein altes und unbekanntes unterirdisches Wasserreservoir liegt, dessen Gesamtmenge auf bis zu 36 Milliarden Kubikmetern geschätzt wird, was etwa 75% der Wassermenge vom Bodensee entspricht, der insgesamt rund 48 Milliarden Kubikmeter hat! Die Wissenschaftler sind so von dieser möglichen gigantischen Wassermengen beeindruckt, das sie sich nicht nur an die alte Legende erinnern, sondern nicht mehr bezweifeln, das der Erdmantel zum Teil einen ähnlichen Aufbau haben könnte, wie der Jupitermond Ganymed oder der Saturnmond Dione, womit die Theorie der Hohlen Erde wieder in der Kontroverse steht. Für die Zukunft möchte man die neue Süßwasserquelle anzapfen und pro Jahr 1 Milliarde Kubikmeter für Bewässerung und Grundwasserversorgung entziehen.

See der ersten Zeit, so wurde eine Legende aus dem Reich der Märchen geholt, und die Übereinstimmungen sind etwas unheimlich. Es gibt viele weitere Legenden, die anscheinend nicht alles Märchen seien können!

Bildnachweis:
  • Kaum erforschte Wüste Lop Nor: Foto: © wikipedia. (This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license)

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Schlüsselwörter: Legendärer See | Tarimbecken | China | Wüste | Süsswasser-Ozean
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