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Politik: Deutschland

Nitratwerte im Grundwasser kritisch!

Gülle und Kunstdünger gefährden die Gewässerqualität

Nach dem neuesten Nitratbericht des Bundesumweltministeriums gefährden die großen Mengen an Gülle und Kunstdünger weiterhin die Gewässerqualität in Deutschlands Böden. Das seit Jahren bekannte Problem wurde immer noch nicht gelöst. Es gibt 697 Grundwasser-Messstellen, die sich in der Nähe von landwirtschaftlich genutzten Flächen befinden. An insgesamt 28 Prozent der Messstellen wurde eine erhöhte Nitratkonzentration über dem Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter gemessen. An Seen und Flüssen wurde sogar an 65 Prozent der Messstellen überhöhte Nitratkonzentrationen angezeigt. Eine Nitratkonzentration von mehr als 50 Milligramm pro Liter kann nach Angaben der EU-Kommission erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen haben. Bedenklich ist sie insbesondere für schwangere Frauen und Kleinkinder. Diese umweltschädlichen Stoffe gelangen über den Wasserkreislauf nicht nur im Grundwasser, in Flüssen und Bächen, sondern auch in die Nord- und Ostsee, was nicht nur das Algenwachstum fördert, sondern auch die Wasserqualität in Küstennähe schädigt.

Unabhängige Untersuchungen an z.B. Salatsorten stellten zum Teil schon eine bedenkliche mittlere bis starke Belastung mit Pestiziden, Insektenbekämpfungsmittel und anderen Schadstoffen fest. Dazu kommen noch die viel zu hohen Nitratwerte. Im schlimmsten Fall könnte Nitrat zu Nitrit im Körper umgebaut werden, was die Bildung krebserregender Nitrosamine begünstigt. Die Auswirkungen der intensivierten Landwirtschaft will man jetzt erneut mit verschärften Düngeregeln unter Kontrolle bringen. Es ist mal wieder fünf vor Zwölf, weil dieses große Umweltproblem nicht zeitnah behoben wird! Ein zunehmendes Problem ist auch die sehr steigende Fleischproduktion in Deutschland, besonders die enorme Schweine- und Geflügelproduktion. Man spricht schon von überhöhter industrieller Export-Produktion, wo am Ende auch immer mehr Mengen an Gülle anfallen, die verbilligt, neben den Kunstdünger, als Dünger auf den Markt gelangen. Gülle enthält auch die vier Gase Schwefelwasserstoff, Kohlendioxid, Methan und Ammoniak, die freigesetzt werden.

Das ist paradox, den der durchschnittliche Pro-Kopf-Fleischverzehr geht in Deutschland jedes Jahr zurück. Dazu kommt, das in der Fleischindustrie rund 8.000 ausländische Beschäftigte, besonders aus Osteuropa beschäftigt und die Beschäftigten, Als Akkordarbeiter im Schichtbetrieb, größtenteils nur den Mindestlohn zahlen. So entsteht der Eindruck vom billigen Fleisch beim Verbraucher

Der EU-Kommission liegt dieser Bericht ebenso vor, und ebenso kritisiert sie abermals die nicht eingetretenen Verbesserungen im Umweltschutz. Deshalb wird die EU wegen den viel zu hohen Nitratwerten im Grundwasser verklagen. Deutschland wird vorgeworfen, die EU-Vorschriften nicht einzuhalten und viel zu wenig zu tun, um die Lage zu verbessern. Auch reiche es nicht aus, nur alle 4 Jahre solch einen Nitratbericht anzufertigen, dies sollte in kürzeren Intervallen geschehen. Von den staatlichen Subventionen mal abgesehen.

Um gesund zu essen und zu leben, muss nicht jeden Tag Fleisch gegessen werden! Verzichten Sie ruhig mal 1-2 die Woche auf Fleisch und Fastfood, essen mehr Fisch und/oder Gemüse, die Umwelt und ihr Körper wird es danken!

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Schlüsselwörter: Nitratwerte | Wasserqualität | Grundwasser | Überdüngung | Gesundheit
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