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Wissenschaft: Umwelt & Naturschutz

China hat weiter mit Smog zu kämpfen

Smog in Peking
Smog in Peking
China plant mehr Elektroautos, weniger Kohle-Kraftwerke und viele Maßnahmen gegen Umweltschäden und Feinstaub, die bis zu 100 Milliarden Euro in den nächsten Jahren verschlingen sollen. Doch die Umwelt kennt keine Zeitplan und die Smogbelastungen in vielen Städten sorgen nicht nur eine Gefährdung der Gesundheit, sondern auch zunehmend zu Protesten der Bewohner. Kinder können nicht per Bus oder PKW in die Schulen, und wegen der schlechten Sicht entstehen riesige Staus, die die Smogglocke vergrößern. Und weil Kindergärten und Schulen schließen mussten, mussten sich viele Eltern frei nehmen, um ihre Kinder betreuen zu können. Fast jeder Bewohner geht nicht mehr ohne Gesichtsmaske auf die Straße.

Diesen Monat gab es zum Teil sogar tagelang in Peking (12 Millionen Einwohner) und in weiteren 23 Städten in 17 Provinzen den Supersmog, der fast den gesamten Verkehr lahm legte. In solchen bedrohlichen Umweltbelastungen erlassen Chinas Behörden immer Alarmstufe Rot, was bedeutet, das per Erlass täglich nur noch abwechselnd nach der Endziffer des Nummerschildes die Hälfte der Fahrzeuge nicht auf die Straßen durften, und das betrifft jede Art von Fahrzeugen, vom Personenwagen, zu Bussen bis hin zu Lieferwagen. Diese wird ausgelöst, wenn mindestens drei Tage anhaltender Smog mit mehr als 400 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft erwartet wird. Viele Zustellunternehmen und Taxibranchen haben bereits über enorme Einkommensbußen geklagt. Auch ist der Postverkehr fast lahm gelegt und bis 100 Millionen Pakete und Päckchen konnten noch nicht transportiert werden. Insgesamt gehen die wirtschaftlichen Verluste solcher Unternehmen bereits in die Millionen und gefährden Tausende Arbeitsplätze.

Die Stadtregierung Pekings plant nun sogar ,das Feinstaub als Naturkatastrophe einstuft wird, damit dieser, in einem neuen Gesetzentwurf zur Abwehr von Klimakatastrophen, aufgenommen wird. Die Medien unterstützen immer mehr die berechtigten Sorgen der Bewohner, um mehr Druck auf die Regierung machen zu können, geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Das größte Problem sind nicht nur die Diesel-LKW´s, sondern wird in den genannten Provinzen fünfmal mehr Kohle in Kraftwerken verbrannt wie sonst im Landendurchschnitt. Dagegen hält die Regierung, das immer mehr Atomkraftwerke die alten Kohlekraftwerke ablösen sollen, doch die inbetriebnahme dauert noch einige Jahre. Bis dahin wächst die Wut der Bewohner weiter.

Bildnachweis:
  • Smog in Peking: wikipedia. (This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license )

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Schlüsselwörter: China | Smog | Umweltverschmutzung | Abgase | Umweltschutz
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