Wissenschaft: Sonstiges

Island - Bricht der Vulkan Katla aus ?

Vulkanologen befürchten Ausbruch mit grosser Aschewolke
20.12.2016 19:49:29 eingesandt von Wilfried Stevens für OnlineZeitung 24.de

Ausbruch der Katla 1918
Ausbruch der Katla 1918
Das schöne Island gehört mit seinen rund 103.000 qkm zu den schönsten aber auch wildesten Landschaften in Europa. Die Hauptinsel wird auch als die größte Vulkaninsel der Erde bezeichnet, weil es hier viele aktive Vulkane in etwa 30 Vulkansysteme gibt. Einer der aktivsten Vulkane auf Island ist der Katla im Süden des Landes. Seit einigen Jahren verzeichnen die Messstationen, die an jeden aktiven Vulkan angebracht sind, das der Druck im Vulkan immer mehr zunimmt. Nun befürchten die Vulkanologen einen möglichen baldigen Ausbruch, der im schlimmsten Fall so stark sein könnte wie der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull im Jahre 2010, dessen ausgetretene Vulkanasche den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas beeinträchtigte.

Das erste Anzeichen gab es im Juni 2016, als der Boden um den Vulkan Katla zu beben begann, dessen Erschütterungen noch in einer Entfernung von 25 km zu spüren waren. Bis heute gab es immer wieder kleine Bebenbewegungen in der Erde in immer kürzeren Interwallen. Auch beginnt der darauf liegende Gletscherschild zu schmelzen. Nun sind die Vulkanologen auf das Schlimmste gefasst, das der Katla explodieren und dabei eine derartige Aschenwolke erzeugt, das der Flugverkehr des Kontinents fast eine Woche lang lahm gelegt werden könnte. Wenn die Messgeräte eine schnell emporsteigende Hitze registrieren, dann deutet das meistens für einen Vulkanausbruch. Doch auch für die Einwohner ist die Gefahr groß, wenn das Schmelzwasser des Gletschers wie eine Flut einige Dörfer überschwemmen und Straßen und Brücken bedrohen können. Auch würden die Vulkangase der Gesundheit schaden, wenn man sie einatmet. Ein plötzlicher Ausbruch ist schwer vorauszusagen bzw. sagen selbst die erfahrensten Vulkanologen, das die Vorwarnzeit beim Katla, im schlimmsten Falle, maximal 1-2 Stunden betragen würde Doch sie gehen derzeit eher davon aus, das der mögliche Ausbruch in mehrere Stufen erfolgt, aber ein Ausbruch sei gewiss.

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