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Sonstiges: Tipps & Tricks

Minimalismus - lernen Nein zu sagen

Vernunft gegenüber Überflussgesellschaft & Zeit gegenüber Hektik

Über den Begriff Minimalismus gibt es viele unterschiedliche Ansichten, Meinungen und Prognosen, wissenschaftliche Abhandlungen und Bücher sowie viele kontroverse Diskussionen. Im Allgemeinen, so meine Auffassung, bezeichnet man Minimalismus als einen alternativen und möglichen Lebensweg gegenüber einer zunehmenden konsumorientierten und hektischen Überflussgesellschaft. In Kurzform könnte man es auch als vereinfachte Lebensführung bezeichnen. Die Befürworter, die gesellschaftlichen Minimalisten, versuchen dabei, durch Konsumverzicht, dessen Größenordnung jeder für sich bestimmen kann, sich aus der Suggestion der alltäglichen Kaufzwängen zu befreien, und zu lernen, für sich auch mal NEIN zu sagen. Dazu gehört auch mal aus dem Zug der gesellschaftlichen Hektik auszusteigen. Dabei ist der Gedanke an Minimalismus oder die Idee freiwillig einfacher zu leben, keine Erfindung unserer Zeit. Schon im alten chinesischen Kaiserreich, im alten Griechenland oder im Römische Reich gab es eine Überflussgesellschaft. Eines der bekanntesten Zitate, das auch in unserer Zeit passt, stammt von griechischen Philosophen Sokrates (479 v. Chr.–399 v. Chr.): Wie viele Dinge es doch gibt, die ich nicht brauche. Der römische Politiker und Philosoph Cicero (106 v. Chr.–43 v. Chr.) schrieb: Viele haben keinen Mangel, aber ein Begehren, den sie als Mangel betrachten. Der chinesische Weise Zhuangzi (365 v.Chr.-290 v.Chr.) meinte: Der verschuldete Adel vergöttert die Üppigkeit, der schlaue Bauer meidet die Stadt.

Mit etwas buddhistischer Achtsamkeit (achte mehr auf Deinen Körper und Geist) und Selbstdisziplin könnte es für jeden Minimalisten zu einem selbst bestimmteren und erfüllteren Leben führen. Dieser Beitrag soll nur zum Nachdenken anregen, um eigene Alternativen zu erkennen.

Zeitfalle Unterhaltung - Traue keiner Statistik, doch ist es allgemein bekannt, das viele, zunehmend Jugendliche, bis zu einem Drittel eines Tages, bezogen auf die ganze Woche mit Wochenende, also bis zu 6-8 Stunden, nur am Fernseher, an der Spielkonsole, im Internet oder/und am Handy/Tablet verbringen! Dies wären dann bis zu 121 Tage im Jahr! Würde jemand als 14jähriger in dieser Zeitfalle rein geraten, und dies z.B. bis zum 50.Lebensjahr in seiner Gewohnheit nicht ändern, hätte diese Person also fast 12 Jahre am Fernseher, an der Spielkonsole, im Internet oder/und am Handy/Tablet verbracht. Drücken Sie doch mal den Schalter Aufmerksamkeitsdefizit habe ich nicht, oder den anderen Schalter Nein, bin nicht spielsüchtig.

Bequemlichkeit Fastfood - Diese bequeme Esskultur, sich das Essen regelmäßig mal eben nach Hause bringen zu lassen, oder übermäßig regelmäßig in den Krankheits-Fastfood-Tempeln zu gehen oder sich übermäßig Tiefkühlkost einzulagern kann man etwas entgegensteuern, indem man wieder anfängt selber zu kochen oder kochen zu lernen. Es liegt nicht an der fehlenden Zeit, sondern entweder am fehlerhaften Zeitmanagement und/oder Antrieb=Bequemlichkeit, mal Angewohnheiten nicht zur dauerhaften Angewohnheit verkommen zu lassen. Zusammen kochen mit Freunden oder Partner/Partnerin macht Spaß und ist weitaus gesünder als dauerhaftes Fastfood.

Wahnsinn Konsumrausch - Der Handel suggeriert einem durch geschickte Werbung und der Einfachheit von Krediten, was jeder braucht und kaufen sollte. Dabei fallen viele darauf rein, das es gesellschaftlich Trend sei, immer das neueste Handy oder jene Mode haben zu müssen. Wenn ich ein qualitativ gutes T-Shirt aus 100% Baumwolle in ein Geschäft kaufen kann, das keine Ausbeuterfirmen im Ausland hat, und dies 15 Euro kostet, warum sollte ich für das selbe qualitativ gute T-Shirt das Doppelte bezahlen, nur weil dort ein Logo einer Markenfirma drauf ist. Und wenn Sie das tragen machen Sie noch kostenlose Werbung für das Unternehmen, weil Sie für das zusätzliche aufgestickte Logo, das in der Herstellung 50-100 Cent kostet?! Hier lassen sich etliche Beispiel fortführen.

Dies waren einige der wesentlichen gegenteilige Merkmale von Minimalismus. Als ich vor Jahren mich entschloss aus diesem gesellschaftlich vorgelebten Dasein in ein einfacheres Leben zu wechseln, war meine Zielsetzung, mich nur auf das Wichtige in meinem Leben zu konzentrieren. Ich trennte mich von Dingen, die jahrelang ungenutzt irgendwo rumstanden, meine Kleiderschrankgröße habe ich halbiert, Fastfood so selten wie möglich, stattdessen selber kochen, Handy mal für Stunden ganz abstellen, Werbung im Fernsehen komplett abschalten und viel weniger Zeit im Internet. So lebe ich jetzt bewusster, nehme mir viel mehr Zeit für mich und meine Familie, mache Sport, lese mehr, gehe mehr spazieren und verbringe viel mehr Zeit mit Menschen, und Trends sind mir vollkommen egal. Dies empfinde ich als ein bewussteres Leben. So kann ich jedem empfehlen, mal über Minimalismus nachzudenken und seine eigene Weg ins weniger zu gehen und auch anders zu empfinden. Vielleicht haben Sie dann auch die Erkenntnis, das ein Leben geordneter, einfacher und übersichtlicher sein kann. Es bleib ja nur die individuelle Frage, was brauche ich wirklich um glücklich zu sein. Finden Sie es doch heraus!

Wie sagte doch Cicero: Viele haben keinen Mangel, aber ein Begehren, den sie als Mangel betrachten.

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Schlüsselwörter: Minimalismus | Überflußgesellschaft | Wegwerfgesellschaft | Armut & Reichtum | Vernunft
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