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Politik: Asien

China lockert seine Ein-Kind-Politik

China beugt eine Überalterung der Gesellschaft vor

Seit Jahrzehnten gab es auch in China eine große gesellschaftliche Kontroverse über die umstrittene Ein-Kind-Politik, die das ursprüngliche Ziel hatte, das ab den 50er Jahren eintretende explosionsartige Bevölkerungswachstum zu regulieren, um Hungersnöte vorzubeugen. Dabei ging der Staat gegenüber Eheleuten hart vor, es drohten Geldstrafen, Sanktionen, staatlich erzwungene Schwangerschaftsabbrüche und Zwangssterilisationen. Bei Bauernfamilien gab es Ausnahmeregelungen, wenn das Erstgeborene ein Mädchen war. Seit 2004 gab es nach und nach immer mehr Ausnahmen, auch für Ehepaare in den Städten, auch im Hinblick, eine Überalterung der Gesellschaft vorzubeugen.

Im Jahr 2015 gab es schätzungsweise 1.373 Milliarden Einwohner, wovon rund 90 Millionen bereits über 65 Jahre alt waren. Die Chinesische Akademie hat deshalb der Regierung die Zwei-Kind-Lösung vorgeschlagen, um auf die Überalterung der Gesellschaft und der fallende Geburtenrate entgegenzusteuern, denn für einen stabilen und notwendigen Bevölkerungszuwachs muss die Geburtenrate angehoben werden, auch im Hinblick zukünftiger Arbeitskräfte. Nach diesen Schätzungen wurde im gleichen Jahr und offiziell die Ein-Kind-Politik für beendet erklärt. Zur Zeit erhalten 100 Millionen Familien staatliche Unterstützung. Seit 2015 dürften alle Paare mit staatlicher Erlaubnis zwei Kinder bekommen, wenn einer der beiden Elternteile selbst Einzelkind ist. Staatlich erzwungene Schwangerschaftsabbrüche und Zwangssterilisationen sollen zukünftig möglichst vermieden werden. Dafür sollen mehr Mittel für die Schwangerschaftsverhütung zur Verfügung gestellt werden, um die Politik zu kontrollieren. Eine vollkommende freie Zwei-Kind-Politik wird es nicht geben.

Eine der größten staatliche Herausforderungen wird es sein, die Landflucht einzudämmen, und mehr preisgünstigen Wohnraum für Ehepaare mit 2 Kindern anbieten zu können. Ebenso sind staatliche Zuschüsse notwendig, um eine Ausbildung der Kinder zu gewährleisten. 2015 waren schon 12 Millionen Paare berechtigt, ein zweites Kind zu bekommen, aber nur 1,2 Millionen Paare haben das auch umgesetzt, weil die Folgekosten für ein zweites Kind zu hoch sind. Es wird jedoch gerechnet, das China nur einen geringen Bevölkerungszuwachs erreichen und bis zum Jahr 2030 rund 1.391 Milliarden Einwohner haben wird. Doch auch hier gibt es bereits Überlegungen, ab 2030 generell 2 Kinder pro Ehepaar ohne Voraussetzungen zuzulassen.

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Schlüsselwörter: Ein-Kind-Politik | China | Überalterung | chinesische Gesellschaft | Familienpolitik
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