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Wissenschaft: Umwelt & Naturschutz

Einwegbecher - die vermüllte Bequemlichkeit

Vermeiden Sie Einwegbecher oder verzichten darauf

Pappbecher-Abstellen ist ja so einfach
Pappbecher-Abstellen ist ja so einfach
Obwohl der umweltschädliche Einwegbecher-Müll von Monat zu Monat zunimmt, und weder Länder noch der Bund eine einheitliche Strategie dagegen haben, wird es ein gesellschaftliche Problem, weil derzeit ein Bundes- oder landesweite Verbot rechtlich strittig sind. Es ist eine Art zunehmende Moderscheinung in der Gesellschaft mit Papp- und Plastikbechern diese mitzunehmen und rumzulaufen, und um diese anschließend auf der Straße oder in den überfüllten Abfallbehältern zu entsorgen.

Dabei ist die große Problematik schon lange bekannt, und Städt und Kommunen, die den Müll entsorgen müssen, hoffen auf freiwillige Vereinbarungen der Gastronomen und noch mehr mit den Kaffee-Ketten, Bäckereien, Tankstellen-Betreibern, Cafés und Lebensmittelketten, um mit einem bundeseinheitlichen Mehrwegsystem für Einwegbecher dagegen zu steuern. Der Verursacher der vermüllte Bequemlichkeit ist der Handel, und der Mitverursacher ist praktisch jeder Käufer, der sich keine oder kaum Gedanken darüber macht, welche Müllberge dadurch entstehen.

Alleine in der Hauptstadt Berlin werden nach Schätzung der Umweltverwaltung jedes Jahr 160-170 Millionen Einwegbecher verkauft, das etwa 2400-2500 Tonnen zusätzlicher Abfall aus Pappe und Kunststoff im Jahr bedeutet. Bundesweit werden nach jüngsten Berechnungen pro Jahr 3 Milliarden Einwegbecher nach einmaligen Gebrauch im Müll oder auf der Strasse entsorgt. Um hier effektiv entgegenzuwirken, hilft nur die Bürger aufzuklären und die Pfand-Einführung von Mehrwegbechern mit Rückgabe. Auch Einzelprojekte, wie z.B., das auch mitgebrachte Becher aufgefüllt werden können, soll die immense Zunahme der Müll-Becher eindämmen.

Am Ende fragt man sich, wie so etwas außer Kontrolle raten konnte, und warum die Freiwilligkeit der Gesellschaft, auf so einen Müll-Becher zu verzichten, kaum vorhanden ist. Die vermüllte Bequemlichkeit der Gesellschaft nimmt nach Pizza-Schachteln und Fastfood-Müll einen weiteren Anlauf, riesige Müllberge weiter wachsen zu lassen. Sie werden u.a. in Singapore und Südkorea kaum solchen Gesellschaftsmüll sehen, denn hier achtet die Gesellschaft für die Gesellschaft, eine reine Erziehungssache, die auch staatlich notwendig ist, es sei denn, Sie sind weiterhin glücklich, das die Straßen, Gehwege, Abfallkörbe und Grünflächen zunehmend vermüllt werden.

Bildnachweis:
  • Pappbecher-Abstellen ist ja so einfach: Foto: © Ute Kawik. (Gemäß den Pixelio-Bestimmungen für dieses Bild)

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Schlüsselwörter: Einwegbecher | Müll | Umweltverschmutzung | Gesetzgeber | bequeme Gesellschaft
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