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Wissenschaft: Forschung

Antarktis - Ruinen unter dem Eis?!

Der Pyramiden-Berg und Hypothesen

Antarktis ohne Eis
Antarktis ohne Eis
Mit 21,2 Millionen Quadratkilometer ist die Antarktis flächenmäßig doppelt so groß wie Europa. Davon ist der Antarktischer Eisschild mit 3,85 Millionen Quadratkilometer der größte auf der Erde, der durch sein gigantisches Gewicht auch zum Teil Landflächen niederdrückt. Heute sehen wir vor uns den Südpol eher als einen sehr menschenfeindlichen Kontinent, auf dem es nur große Minus-Grade und Eis-Stürme gibt. Es gibt zwar etliche dauerhaft bewohnbare Forschungsstationen, aber niemand würde hier dauerhaft eine Ortschaft errichten. Folglich würde wohl auch kaum jemand auf die Idee kommen, auf der Suche nach Überresten einstiger Zivilisationen zu gehen oder überhaupt den Gedanken zu haben, das in der Antarktis je irgendwelche Artefakte oder Ruinen einer menschlichen oder einer anderen Zivilisation gefunden werden könnten. Aber es gibt einige Punkte und Überlegungen zum Nachdenken:

1.) Die Funde von verschiedenen Fossilien haben bewiesen, das vor Millionen von Jahren auf der Antarktis noch tropische Temperaturen geherrscht haben müssen und das es eine Landverbindung zu Australien und Südamerika gegeben haben muss. Auch veränderten sich mehrmals die Meerestiefen im Laufe von Millionen Jahren und zuletzt etwa vor 12.000-15.000 Jahren. Weil aber immer wieder neue und jüngere Fossilien gefunden werden, ist es noch strittig, wann denn nun genau die großen Eismassen entstanden. Einige Forscher vermuten, es könnte erst vor 2-3 Millionen Jahren (Quartäres Eiszeitalter) gewesen sein und manche kühne Hypothese schließt nicht aus, das es erst vor etwa 100.000 Jahren gewesen sein könnte, als die Eismassen wuchsen.

2.) Die Karte des Piri Reis war und ist kontrovers. Sie wird dem dem Admiral Piri Reis zugeschrieben (1470-1554), der ein bedeutender türkischer Admiral der osmanischen Flotte und Kartograph war. Ich hatte schon einmal im Beitrag Die verschollenen Seekarten des Zhèng Hé darauf hingewiesen, das es in der Ming-Dynastie regelmäßige Kontakte zu arabischen Kartenmeister gab, und es nicht ausgeschlossen werden kann, das auch die Piri Reis-Karte nur eine Kopie einer chinesischen Seekarte war, die entsprechend im arabischen Stil angefertigt wurde. Doch das Kontroverse bleibt der rätselhafte Umstand, das auf dieser Karte eisfreie Küstenverläufe der Antarktis zu sehen sind, wo heute Eis liegt! Daraus resultiert dann die unglaubliche Fragestellung, wann denn tatsächlich die Antarktis so vereist wurde, wie wir sie heute kennen!

Emblem Deutsche Antarktische Expedition
Emblem Deutsche Antarktische Expedition
3.) Es gibt eisfreie und geologisch aktive Gebiete mit warmen Quellen in der Antarktis. Am bekanntesten ist das rund 350.000 qkm große Neuschwabenland, das von der Deutschen Antarktischen Expedition 1938/39 entdeckt wurde, und wo es teilweise ganzjährig auch Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes gibt. Die Schirmacher-Oase ist 34 qkm groß und ist ein 25 km langes und bis zu 3 km breites, schnee- und eisfreies Hügelplateau mit warmen Quellen und über 100 Süßwasserseen an der Prinzessin-Astrid-Küste im Königin-Maud-Land, wurde von der deutschen Expedition als zweite Antarktischen Oase bezeichnet. Wo war die erste Antarktischen Oase? Was gerne verschwiegen wird, es ist keine Verschwörungstheorie, das Himmler der deutschen Expedition auch den Forschungsauftrag gab, eine markante Küstenlinie unter dem Eis zu suchen! Kannte man damals schon die Piri Reis-Karte oder warum gab es diesen Forschungsauftrag!? Neuzeitliche Untersuchungen mit Satelliten zeigen eine Antarktis wie sie unter dem Eis aussieht. So bestünde die eisfreie Antarktis aus einer Landmasse aus zwei großen bergigen Hauptinseln und etlichen anderen Inseln, Buchten und Binnenseen. Dort wo die deutsche Antarktis-Expedition eine Küstenlinie unter dem Eis untersuchen sollte, gibt es auch eine. So kann nur spekuliert werden, was die deutsche Expedition denn genau suchte.

4.) Zuletzt gibt es den Mythos und die Legenden eines unbekannten seefahrenden Volkes, das von seinem Inselreich alle Ozeane gleichermaßen erreichen konnte. Als ihr Inselreich niedergedrückt und vernichtet wurde, flohen sie auf die nächsten Kontinente und brachten anderen Völker ihr Wissen bei.

Der Pyramiden-Berg ist leider nicht künstlich

Nun gibt es auf der Suche nach (un-)möglichen Überresten einer Zivilisation in der Antarktis auch hin und wieder (Falsch-)Meldungen, man hätte jenes und anderes gefunden, aber letztendlich fehlt doch noch der eindeutige Beweis, das man ein uraltes Artefakt oder Reste von Ruinen gefunden hätte. Manche Autoren der Prä-Astronautik haben dieses Thema schon aufgenommen, jedoch ohne Resultat. Was unter dem zum Teil Kilometer dicken Eis aber noch verborgen sein könnte, bleibt deshalb noch hypothetisch aber nicht unmöglich. Seit einigen Jahren gibt es u.a. immer wieder Meldungen, das es Pyramiden in der Antarktis gäbe. Dabei bezieht man sich in erster Linie auf den 2565 Meter hohen Pyramid Mountain, der sich bei den Koordinaten 79°58’39.25″S 81°57’32.21″W (Google-Maps) befindet. Wenn man auf der Karte nah genug kleiner scrollt, sieht man die pyramidenartige Struktur des Berges. Manchmal wird er auch Pyramid Peak =Pyramidengipfel genannt. Es ist zwar eine recht ungewöhnliche Form, aber es gibt weltweit ähnliche Berge mit einer pyramidenartige Struktur. Folglich bleibt der Schluss, das der Berg in seiner Form künstlich bearbeitet wurde, damit es wie eine Pyramide aussieht, oder wahrscheinlicher ist es, das es ein ungewöhnlich aussehender natürlicher Berg. Da man auch keinerlei Hinweise oder Spuren gibt, die in irgendeiner Form auf eine mögliche Bearbeitung hinweisen, kann man eigentlich den Pyramiden-Berg als unspektakulär bezeichnen und zu den Akten legen.

Vorläufiger Epilog: Sofern es irgendwann einen Hinweis oder einen Fund gäbe, das es in der Antarktis eine Zivilisation gab, so müsste nicht nur die gesamte Geschichte komplett überdacht werden, sondern wäre auch solch ein Fund weitaus bedeutender als die Pyramiden. Natürlich bleibt die Annahme, das ungewöhnliche Entdeckungen unter der Geheimhaltung stehen werden, nicht ausgeschlossen. Es bleibt auch noch ein Rätsel, spekulativ betrachtet, wenn man den Nordteil der Karte betrachtet, das die deutsche Antarktis Expedition mehrere genaue Bohrungen (vermutlich) genau an der Stelle machten, wo man die Küstenlinien einer Bucht sieht. Wenn es das legendäre Seefahrervolk gab und es aber vielleicht nur einen einzigen Hafen oder Hafenstadt gab, so wird eine mögliche Lokalisierung sehr schwer, dafür gibt es zu viele Möglichkeiten eines Inselreiches, betrachtet man die eisfreie Karte. Ob Mythos, Spekulation oder Wunschdenken, das Eis wird noch lange viele seiner Geheimnisse für sich behalten, jedoch sind auch unerwartete Entdeckungen der Schrecken der klassische Archäologie. Bis heute gibt es aber keinen eindeutigen Beweis.

Bildnachweis:
  • Antarktis ohne Eis: Foto: © wikipedia. (This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license)
  • Emblem Deutsche Antarktische Expedition: Archiv: Wilfried Stevens

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Schlüsselwörter: Pyramiden-Berg | Antarktis | Südpol | Zivilisation | Himmler
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