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Politik: Asien

Thailand plant Mauer an der Grenze zu Malaysia

Anschläge von Aufständischen und Menschenhandel eindämmen

Thailändische Grenzsoldaten sind nicht zimperlich
Thailändische Grenzsoldaten sind nicht zimperlich
Die Grenze zwischen Thailand und Malaysia erstreckt sich auf weiten Strecken in kaum kontrollierbaren Dschungelgebieten. Zwar gibt es regelmäßige Dschungel-Patrouillen von Militär und Grenzschutzbeamten, aber das Gebiet ist einfach zu groß und zu unübersichtlich, um illegale Aktivitäten zu unterbinden. Dies nutzen nicht nur seit Generationen Schmuggler und Wilderer als schnelles Rückzuggebiet, sondern zunehmend auch kriminelle Banden und Terroristen. Seit Jahren nehmen die terroristischen Anschläge in Süd-Thailand bis hin zur Hauptstadt Bangkok zu, wobei sich die Attentäter nicht selten über diese grüne Grenze absetzen. Aber ebenso nimmt der Menschenschmuggel von illegalen Arbeitskräften und der Menschenhandel von jungen Frauen und minderjährigen Mädchen in das Rotlichtmilieu zu, wie auch an allen Grenzgebieten zu Thailand.

Der neuen thailändischen Regierung sind diese Probleme bekannt, auch die zunehmende Verunsicherung der Bevölkerung, das die Grenzen nicht mehr gut genug geschützt werden, um solche kriminellen Taten in den Griff zu bekommen. Alleine seit Anfang 2004 sind in den überwiegend von Muslimen bewohnten Süden über 6.500 Menschen durch Attentaten, Bomben und Konfrontationen mit dem Militär umgekommen. Dieser Terrorismus ist schon bis zur Metropole vorgedrungen. Auch wird geschätzt, das pro Jahr Tausende illegale Personen die grüne Grenze passieren, um in Thailand arbeiten zu können. Mehr Sorgen bereiten der zunehmend Schmuggel von Drogen und das illegale Abholzen einer Holzmafia sowie der Menschenhandel mit Frauen und Mädchen.

Der thailändische Verteidigungsminister Prawit Wongsuwan, der auch stellvertretener Ministerpräsident und General ist, hat sich für den Bau einer Mauer entlang der Grenze zu Malaysia ausgesprochen. Dieser soll sich mit aktuellen Grenzproblemen und der länderübergreifenden Kriminalität beschäftigen. Es gibt zwar bereits streckenweise schon Zäune und Mauern, die von beiden Ländern errichtet worden sind, doch das reicht nicht. Thailand möchte diese Linien endgültig vervollständigen, auch in Dschungelgebieten. Dazu gehört auch eine Verstärkung der Grenzkontrollen und der Bau neuer Grenzposten, teilweise mit Hubschrauberlandeplatz, für speziell ausgebildete militärisches Personal. Prawit Wongsuwan hat seinen Plan vor Tagen mit dem malaysischen Verteidigungsminister bei einem Treffen in Vientiane (Laos) erörtert. In Kürze soll schon in einem gemeinsamen Ausschuss besprochen werden, wie und wann der Ausbau von Grenzsicherungen begonnen werden kann. Dort, wo die Grenzziehung nicht geklärt ist, sollen Teams beider Staaten die Demarkation dann festlegen. Thailand würde auch im Alleingang eine Mauer als Schutz der nationalen Sicherheit in Angriff nehmen, sollte Malaysia zögern.

Bildnachweis:
  • Thailändische Grenzsoldaten sind nicht zimperlich: Archiv: Wilfried Stevens

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Schlüsselwörter: Thailand | Malaysia | Grenzkontrolle | Menschenhandel | Terrorismus
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