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Sonstiges: Reise

Erhöhtes Auftreten von Leptospirose in Thailand

Bei Beachtung einiger Regeln besteht kaum Gefahr für Touristen

In den letzten Tagen machten Meldungen die Runde, wonach in Thailand in diesem Jahr bis Ende Juni bereits 587 Menschen als an Leptospirose infiziert den Gesundheitsbehörden gemeldet wurden. 15 davon sind an der Krankheit verstorben. Die Dunkelziffer wird weitaus höher eingeschätzt. Besonders in der Regenzeit, die derzeit in Thailand herrscht, ist das Infektionsrisiko höher...

Aktuell gab das thailändische Gesundheitsministerium nun eine Anordnung heraus, wonach die Ärzte und Behörden alle bekannt gewordenen Fälle der Leptospirose-Krankheit melden müssen. Gerade in der Regenzeit (bei uns die Sommermonate) sei das Infektionsrisiko höher. So können sich Personen, die mit einer Beinverletzung durch Überschwemmungsgebiete waten, 15mal schneller mit der Krankheit infizieren als Menschen ohne Verletzungen. Als Verletzung in diesem Sinne kann bereits ein Kratzer oder Insektenstich gelten.

Für Touristen gilt der Ratschlag Überschwemmungsgebiete möglichst nicht aufzusuchen. Auch der Kontakt zu möglicherweise infiziertem Wasser ist zu vermeiden. Deshalb sollte man vorsichtshalber auch unterwegs, an der Straße, in den Straßenrestaurants und Garküchen, kein Eis in Getränken nehmen, da dies oftmals nur aus einfachem Wasser hergestellt wird, dessen Ursprung nicht immer nachvollziehbar ist.

Leptospirose ist eine Infektionskrankheit, die sowohl bei Tieren als auch beim Menschen auftritt. Sie kann vom Tier auf den Menschen und umgekehrt übertragen werden. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet hingegen nicht statt. Das Bakterium leptospira interrogans ist der Verursacher. Tiere wie Ratten und Mäuse, aber auch andere Säugetiere wie Hunde und Katzen, Pferde und Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen scheiden den Erreger mit dem Urin aus. Besonders anfällig sind verletzte Hautstellen. Eine gesunde Haut ist der beste Schutz gegen die Infektion.

Es handelt sich bei der Leptospirose nicht um eine der so genannten Tropenkrankheiten, sondern um eine weltweit verbreitete Krankheit, an der sich auch bei uns in Deutschland jährlich bis zu 50 Personen anstecken. Zu den in Deutschland gefährdeten Risikogruppen gehören u. a. Landwirte, Kanal- und Abwasserarbeiter, Angler und auch Wassersportler. Die Sterblichkeitsrate liegt zwischen 2,3 % und 11,3 %. Die Leptospirose kann mit Penicillin G oder alternativ auch mit Tetracyclinen oder Erythromycin behandelt werden. Dadurch werden die Erreger wirksam abgetötet.

Die Inkubationszeit bei Leptospirose beträt 5 – 14 Tage. Danach kommt es zu hohem Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen. Je nach Befall von Organen treten auch organtypische Symptome auf. Weitergehende Informationen zur Leptospirose finden Sie auf der Website http://www.medizi...rose.shtml. Leptospirose ist in Deutschland eine nach dem Infektionsschutzgesetz meldepflichtige Erkrankung.

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Schlüsselwörter: Thailand | Leptospirose | Bakterien | Krankheiten | Erreger | meldepflichtige Krankheiten
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