Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Wissenschaft: Weltraum

Gigantischer Meteoritenkrater entdeckt

Meteoritenkrater mit 400 Kilometer Durchmesser in Australien?

Entstehung Chicxulub-Krater Mexico
Entstehung Chicxulub-Krater Mexico
In der Entwicklungsgeschichte des Planeten Erde sind im Laufe von Milliarden und Millionen Jahre auch viele kleine und große Meteoriten sowie gigantische Asteroiden auf der Oberfläche der Erdkruste eingeschlagen, die auch Massensterben und Verwüstung brachten. Umgangssprachlich nennt man solche Vernichtungstreffer auch Global Killer = Globaler Mörder. Die größten von ihnen hinterließen eindrucksvolle und riesenhafte Krater, jedoch reichen einige Millionen Jahre Erosion und Wetter aus, das solche Einschlagskrater nicht immer als solchen dauerhaft sichtbar bleiben. Erst durch die Satellitentechnik und Untersuchungen der Erdkruste ist es möglich, nach und nach die Hinterlassenschaften und Folgen aus dem All auf der Erde wiederzufinden und ursprüngliche Kratergrößen zu berechnen.

So fand man nachweislich den bisher größten Einschlagskrater in Südafrika, den Vredefort-Krater. Hier soll vor etwa 2 Milliarden Jahren ein Asteroid mit einem geschätzten Durchmesser von 10 km ein bis zu 40 km tiefes und 100 km breites Loch in die Erde gerissen haben. Ursprünglich muss es ein 320 km langer und 180 km breiter Krater gewesen sein. Nach dem Einschlag stürzten die Wände des Kraters ein und hinterließen noch ein Loch, das geschätzt immerhin bis zu 10 km tief gewesen sein muss. Die Verwüstungen müssen apokalyptisch gewesen sein. Aufgrund von Erosion und Plattentektonik blieb heute nur noch der Vredefort-Ring mit etwa 50 km Durchmesser im nordwestlichen Teil des Kraters übrig. Weitere gewaltige Einschlagkrater sind das Sudbury-Becken in Kanada, der Chicxulub-Krater im Mexiko, der Popigai-Krater in Nordsibirien, der Siljan-Krater in Schweden oder das Nördlinger Ries in Deutschland.

Nun hat man in Australien (Queensland) einen Einschlagkrater lokalisiert, der mit geschätzten 400 km Durchmesser sogar den Vredefort-Krater übertrifft. Dabei ist dieser gigantische Krater längst nicht mehr auf der Erdoberfläche zu sehen, aber bei geothermischer Bohrungen wurden seine Spuren in der Erdkruste eher unerwartet gefunden. In den Bodenproben wurden eindeutige Spuren von verglasten Gesteinen zutage gefördert, das nur durch extremen Druck und extremer Temperatur zustande kommen kann. Weitere Untersuchungen ergaben schließlich, das dieser bis zu 10 km im Durchmesser große Asteroid vermutlich in der Atmosphäre noch zerbrach, und zwei nahe liegende Einschlagkrater hinterließ. Auch wenn die Wissenschaftler noch nicht exakt das Alter datieren konnten, sind aber die Felsen, die den Krater umgeben zwischen 300 und 600 Millionen Jahre alt. Sollte sich diese gigantische Doppelvertiefung als Einschlagskrater herausstellen, wäre dies der größte jemals entdeckte Meteoritenkrater auf der Erde. Der Einschlag selber muss verheerender gewesen sein als der Vredefort-Krater und der Chicxulub-Krater im Mexiko, und hat seinerzeit vermutlich zahlreiche Arten auf dem Planeten ausgelöscht. Die Untersuchungen laufen noch, wie alt der eingeschlagene Asteroid wirklich sein könnte.

Bildnachweis:
  • Entstehung Chicxulub-Krater Mexico: wikipedia. (This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license)

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Meteoritenkrater | Australien | Massenaussterben | Asteroid | Weltraum
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.05 Sekunden
37,398,079 eindeutige Besuche