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Die letzte Reise im „UFO“

Die Geschichte der „Letzten Fahrt“ in einem schönen Auto

Das „UFO“ in den österreichischen Alpen.
Das „UFO“ in den österreichischen Alpen.
Im Allgemeinen versteht man ja unter dem Begriff „UFO“ ein „Unidentifiziertes Flug-Objekt“. Vielfach wird mit diesem Begriff bzw. mit dem Kürzel „UFO“ fälschlicherweise auch ein „außerirdisches Raumschiff“ assoziiert. Im hier geschilderten Fall war es schlicht der Name für ein Auto, das der UFO-Forscher Axel E. in den 1980er Jahren fuhr – einen Toyota Crown.

Den Namen hatte das Auto von seiner Frau bekommen, weil links hinten auf der Heckscheibe eben dieser Begriff „UFO“ auf einem Aufkleber in schwarzen Buchstaben auf goldenen Untergrund zu lesen war. Genau gesagt stand dort eigentlich „UFO-1“. Und dies war damals sein Rufname beim CB-Funk.

Der Crown war schon sein dritter Toyota, den er als Neuwagen gekauft hatte. Es war das schönste Auto, das, wie er sagte, er jemals besessen und gefahren hat. Viele schöne Touren hatte der UFO-Forscher mit ihm gemacht. Besonders gerne erinnerte er sich dabei an eine Tour durch England, Schottland und Süd-Irland auf den Spuren der dortigen Megalithkultur sowie an eine schöne Reise mit seiner Frau nach Österreich. Und auch seine aus Thailand stammende Frau, die er 1987 kennen lernte, hatte das „UFO“ ins Herz geschlossen.

Doch dann kam jener Tag, an dem er mit seiner Frau auf der Rückfahrt von Freunden in Lippstadt war. Noch auf der A 44, unmittelbar vor dem Autobahnkreuz Dortmund-Unna, bemerkte er, dass der Wagen beim Gasgeben nicht mehr richtig zog. Er ahnte Fürchterliches, sagte aber kein Wort um seine Frau nicht unnötig zu beunruhigen. Das Autobahnkreuz schafften sie noch ohne allzu große Probleme. Doch als sie dann auf der A 1 angekommen waren, war plötzlich so gut wie kein Resultat mehr beim Gasgeben zu bemerken. Der Wagen wurde immer langsamer.

Der UFO-Forscher lenkte seinen Wagen nach rechts auf den Randstreifen und schaffte es noch soeben bis zur nächsten Notrufsäule zu kommen. Dann war es mit dem Fahren vorbei. Am Rand der Autobahn war eine etwa vier Meter hohe Böschung, die er als erstes seine Frau aus Sicherheitsgründen hinaufklettern ließ. Dann forderte er über die Notrufsäule den ADAC an. Zu dumm, dass er nach mehr als 15jähriger Mitgliedschaft wenige Wochen zuvor ausgetreten war, weil er den ADAC trotz vieler und weiter Fahrten bisher nie gebraucht hatte.

Nach etwa 20 Minuten kam der „Gelbe Engel“ und schaute sich die Sache an. Nach einem kurzen Check das vernichtende Resultat: Vor Ort keine Hilfe möglich. Verdacht auf Motorschaden! Was blieb, war dass der ADAC sie dann bis zum Parkplatz der wenige Kilometer entfernt befindlichen Raststätte Lichtendorf schleppte. Schweigsam saßen seine Frau und er während des Abschleppens im „UFO“. Sie ahnten wohl beide bereits, dass dies die letzte Fahrt im „UFO“ sein würde. Da er noch beim „Gelben Engel“ seine ADAC-Mitgliedschaft erneuerte, wurden wenigstens keine Kosten berechnet.

Inzwischen war auch die Dämmerung bereits eingetreten und wir mussten ja irgendwie nach Hause. Also rief er seinen Vater an, der sie dann abholen kam. Am nächsten Tag fuhr er mit dem Seniorchef einer Autowerkstatt im Abschleppwagen zur Raststätte Lichtendorf um das „abgestürzte UFO“ zu holen. Nach einem gründlichen Check bestätigte sich der Verdacht des Motorschadens. Ein gebrauchter Austauschmotor hätte damals um die 3.500 bis 4.000 DM kosten sollen, was ihm einfach zu teuer für das inzwischen doch schon reichlich in die Tage gekommenen Autos war. So einigte er sich schließlich mit der Autowerkstatt dahingehend, dass man das Auto ausschlachtete und ihm dafür die Abschleppkosten nicht in Rechnung stellen würde…

Bildnachweis:
  • Das „UFO“ in den österreichischen Alpen.: Foto: © Axel Ertelt. (Unterliegt dem deutschen Urheberrecht.)

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Schlüsselwörter: UFO-Forscher | Crown | Toyota | ADAC | gelbe Engel
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