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Gibt es wirklich Alternativen zu EBay?

Screenshot via hammerdeal.de
Screenshot via hammerdeal.de
Nicht zuletzt durch die geänderten Nutzungsbedingungen beim Internetauktionshaus EBay sind viele User auf der Suche nach Alternativen. Doch gibt es wirklich sinnvolle Angebote im Internet, die das Zeug dazu haben, EBay Konkurrenz zu machen?

Das mit Internetauktionen Geld verdient werden kann ist ja hinlänglich bekannt und so ist es nicht verwunderlich, dass auch andere Unternehmen versuchen, sich ein Stückchen von diesem Kuchen abzuschneiden. Um sich vom Marktführer abzugrenzen haben einige Anbieter völlig neuartige Konzepte entwickelt, die teilweise rein Garnichts mit einer klassischen Versteigerung zu tun haben.

Bei einer normalen Auktion ist es ja so, dass bei jedem Gebot eines Interessenten der Preis der zu ersteigernden Ware ansteigt. Die Interessenten bieten so lange den Preis nach oben, das der Höchstbietenden am Auktionsende den Zuschlag erhält. Beim Anbieter rabattschlacht.de geht das ganze genau anders herum. Hier senkt jedes Gebot den aktuellen Preis der Ware. Diese Auktionsverfahren wird auch Reverse Option bezeichnet. Wenn einem der Preis niedrig genug erscheint kann der Interessent die Ware zu dem angezeigten Preis kaufen. Jeden Tag gibt es nur 1 Produkt in begrenzter Anzahl zu ersteigern. Eigentlich klingt das recht vernünftig, doch hat das Ganze einen kleinen Hacken. Den Startpreis und den aktuell gültigen Preis erfährt man erst durch einen kostenpflichtigen Anruf, der momentan 1 Euro kostet. Als registriertes Mitglied kann man den aktuellen Preis auch online abfragen, Kostenpunkt 90 Cent.

Ein ähnliches Konzept wie rabattschlacht.de verfolgt der Anbieter Luupo.de. Um hier den aktuellen Preis zu erfahren, muss man ein Angebot abgeben. Jedes Angebot kostet hier 49 Cent. Sicherlich kann man bei dieser Form der Auktion auch hier und da ein Schnäppchen machen, doch kann häufiges Bieten oder Preisabfragen zu einer nicht zu vernachlässigenden Kostenfalle werden. Hier wird die Zukunft zeigen, ob sich dieses Konzept durchsetzen wird.

Einen völlig anderen Weg geht das Portal Hammerdeal.de. Hier bekommt der Bieter den Zuschlag, der als Einziger das niedrigste Angebot abgegeben hat. Jede Auktion läuft eine vorher festgelegt Zeit. Hat man das niedrigste Alleinangebot abgegeben, erhält man die Ware für genau den gebotenen Betrag. Bekannt wurde das Portal durch die Versteigerung eines Porsche Boxsters im Wert von rund 45.300 Euro, welcher für 157,90 Euro den Besitzer wechselte. Alexander Basel hatte damals das niedrigste Einzelgebot für den Boxster abgegeben. Bei den Auktionen die ich mir bisher angeschaut habe, lag der Gebotspreis bei 50 Cent pro Gebot.

Alle oben genannten Versteigerungsportale haben eines gemeinsam. Im Regelfall macht nur ein Bieter das Schnäppchen. Alle anderen Bieter zahlen drauf, da diese ihre Angebotsgebühren zahlen müssen, ohne einen Gegenwert dafür zu erhalten. Genau betrachtet, sind diese Varianten der Onlineversteigerung eher als Glücksspiel zu bezeichnen. Die Betreiber der Portale verdienen ihr Geld mit den kostenpflichtigen Geboten der Bieter und nicht wie EBay mit Angebotsgebühren.

Wie bei allen Internetauktionen sollte man auch bei den neuen Varianten im Vorfeld lieber den Marktpreis der gewünschten Ware recherchieren, denn nicht selten sind die Waren weitaus preiswerter im Internetshops zu kaufen, als bei Auktionshäusern. Auch für die neuen Varianten der Onlineauktionshäuser gilt das Fernabsatzgesetz.

Wie beim normalen Einkauf im Onlineshop oder der Auktion bei EBay auch hat man ein gesetzlich geregeltes Widerrufsrecht. Innerhalb von 14 Tagen kann man die Ware ohne Angabe von Gründen zurücksenden und erhält den gezahlten Kaufpreis zurück. Die für die Gebote gezahlten Gebühren erhält man aber nicht zurück!

Ob eine der aufgezeigten neuen Varianten der Onlineauktionen wirklcih eine Alternative zu EBay darstellen muss jeder Leser für sich selber festlegen. Für mich jedenfalls stellen sie keine dar!

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Schlüsselwörter: Auktion | Ebay | Onlineauktion | Alternative
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Kommentare

Alex Mais
am 07.07.2008 11:40:30 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Nein, die genannten "Auktionshäuser" können sicherlich keine Konkurrenz zu Ebay werden. Was auffällt ist, dass alle gemeinsam haben die Auktionen "rückwärts" zu veranstalten. Natürlich kann man Glück haben und tatsächlich ein Schnäppchen machen (wie im genannten Fall mit dem Porsche). Die Frage ist nur: Auf wessen Kosten ist dies überhaupt möglich. Und: Jeder gibt doch wohl demnächst das Niedrigstgebot ab. Was dann, wenn alle nur noch 50 Cent bieten?...

Echte Alternativen könnte werden: www.auvito.de, www.hood.de und www.thaibay24.de.

Bei letzterem handelt es sich wohl um den jüngsten Versuch mit erst nur ganz wenigen Mitgliedern. Von daher vielleicht noch nicht ganz so interessant könnte sich aber auch hier einmal eine ernsthafte Konkurrenz zu Ebay und Co. entwickeln.

Was auffällt ist, das etliche Shop-Verkäufer von Ebay unter gleichem Mitgliedsnamen auch bei hood.de und auvito.de anbieten. Und dies in Anbetracht der dortigen Bewertungungen wohl auch schon länger. Ebenfalls zeigen die Bewertungszahlen, dass es auch durchaus lohnen kann über diese Portale zu verkaufen - und natürlich auch zu kaufen.
Mario Müller
am 09.07.2008 18:48:28 (88.73.233.xxx) Link Kommentar melden
Was mir bei Hammerdeal auffällt, ist das bei den Gewinnern immer die gleichen Namen auftauchen. Kann Zufall sein oder die Leute haben einfach nur unverschämtes Glück oder bieten bei jedem Artikel ein paar 100€ ...oder.. oder.. ^^
am 17.07.2008 23:23:17 (85.178.42.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Tepes

Ob es wirklich Alternativen zu EBay gibt, vermag ich so nicht zu erkennen.
Was ich erkannt habe, ist die Unsicherheit, Vertrauen, Seriosität, was oft bis immer fehlt.
Unsicherheit:
Wer ist der Verkäufer? Ist der Käufer korrekt? Ist das Produkt (Ware) in Ordnung? Ist die Ware legal?
Hinter dem Verkäufer stecken oft unbekannte Personen, die im Ernstfall unauffindbar sind. Oft handelt es sich auch um Gewerbetreibende, die unter dem Deckmantel des Privatverkauf für sich günstigere Bedingungen zum Nachteil des Kunden verschaffen. Was passiert, wenn die Ware aus Diebstählen etc. stammen, dann steht die Polizei vor der Tür und die Ware ist weg. Straffreiheit erlangt man nur, wenn man nachweist, dass die Ware nach Treu und Glauben korrekt erworben wurde. Der meist zu niedrige Preis lässt oft andere Rückschlüsse zu, und schon sitzt man in der Mühle des Gesetzes. Genauso verhält es sich bei Markenpiraterie. Dann immer den Zugriff auf den Verkäufer ist verdammt schwiereig. Und wenn man hat den Verkäufer, der aber ist mittellos? Wo bleibt dann der Schadenersatz? (Arschkarte gezogen! Scheiße)
Vertrauen:
Bezahle ich das Geld, kommt die Ware? Das Risiko, dass die Ware Mangel behaftet ist, ist groß. Selbst beim bekannten Kaufmann um die Ecke. Wird die Ware erstattet, bzw. ausgetauscht. Beim Kaufmann um die Ecke klappt das meistens. PayPal machts ja schon vor, eine Reklamation wird zugelassen, bei der zweiten Reklamation gibt’s Probleme mit der Abwicklung und dem System. Da ist doch der Betrug schon vorprogrammiert.
Seriosität:
Ist der Verkäufer seriös? Ist er mir bekannt? Wenn ich bei einer Plattform einkaufe, die vom Warenhaus selbst seine eigenen Produkte vertreibt, kann ich meist darauf vertrauen, da dies im Allgemeinen korrekt abwickeln, schon alleine wegen dem guten Ruf. Firmen wie Mercedes, BMW, Kaufhof, Quelle, Otto, etc. sind da risikoloser.
Ich nenne diese Art der Plattformen „Selbstvertreiber“. Die eben Kritisierten Mischvertreiber.

Das gleiche Kriterium gilt auch anders herum für die Kunden. Auch da gibt es „faule Brüder“.

Mir ist bis heute keine Plattform die mit hoher Sicherheit diese Strömungen aufhält. Egal, ob man rückwärts oder vorwärts versteigert, ob man Festpreise macht oder Verkaufsaktionen, oben beschriebene Risiken sind und bleiben vorhanden.

Man müsste eine Plattform finden, in der man von Vorne herein weiß, dass ehrliche Leute als Anbieter genauso vorhanden sind wie ehrliche Abnehmer. Ich denke, Vertrauen ist eine gute Grundlage, an solchen Geschäften teilzunehmen.

Wer eine Idee hat, oder so eine Plattform kennt, bitte melden, ich kenne noch keine.
Mit ehrlichem Gruß Problemmanager
am 24.07.2008 00:37:10 (85.178.35.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Hallo Hallo
Warum meldet sich Keiner???
Gibts wirklich keine ehrliche Plattform??
heiko
am 31.08.2008 15:26:12 (85.180.97.xxx) Link Kommentar melden
Hallo,
ich habe eine seite im netzt gefunden,die mich ganz viel überascht www.moulaha.com,anscheinden ist das das erste arabische auktionshaus.
na dann schauen wir mal ob ebay das zulässt.
schau ihr das an www.moulaha.com
Georg
am 02.09.2008 19:04:27 (84.168.213.xxx) Link Kommentar melden
Hallo,

die angegeben Auktionshäuser wie hood oder auvito sind schon eine Alternative zu eBay, insbesondere nach der Preiserhöhung bei eBay.

2 möchte ich auch noch hinzufügen: www.azubo.de und www.pushtheprice.de

Beides sind Rückwärtsauktionen

Grüße

Georg
am 02.09.2008 23:44:55 (85.178.52.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Leute
All diese Plattformen, Auktionshäuser, Internethändler oder wie sie sich nennen, erfüllen nicht das Kriterium, das ich angesprochen habe. Zuverlässigkeit, Vertrauen, Fairness, Ehrlichkeit. Wer garantiert mir, wenn ich bei einem dieser Internetbetreiber betrogen werde, dass ich zu meinem Recht komme? Bis jetzt keiner!
Da muss der Ansatz gesucht werden, da liegt auch die Chance für einen Newcomer. Meine Idee, solch eine Plattform zu gründen greift genau an diese Punkte auf.
Vielleicht OZ24?
24 Std. ehrlich, 24 Std. zuverlässig, 24 Std. fair, 24 Std. vertrauenswürdig.
Ihr Problemmanager
Georg
am 03.09.2008 09:18:26 (84.168.199.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Problemmanager,
das Risiko ob die Ware kommt bzw. ok ist kannst Du zumindest mit einem Treuhandservice wie www.PayPal.de einschränken.
Ansonsten ist es wichtig auf eine gute Bewertung des Verkäufers zu achten.
Grundsätzlich schließen aber alle Auktionshäuser aus, dass Sie eine Garantie übernehmen. Die Auktionshäuser stellen nur die Technik / Seite zur Verfügung.

Grüße

Georg
Alex Mais
am 03.09.2008 11:18:33 (195.93.60.xxx) Link Kommentar melden
Kein Internet-Auktionshaus kann für andere (= Käufer und Verkäufer) geradestehen bzw. irgendwelche Garantien übernehmen. Der Betreiber kennt genausowenig einen eingestellten Artikel wie der Käufer. Es gibt leider "schwarze Schafe" unter beiden (Verkäufer wie Käufer)!

"24 Std. ehrlich, 24 Std. zuverlässig, 24 Std. fair, 24 Std. vertrauenswürdig" - Toller Werbespruch, der niemals garantiert werden kann, denn wer es macht bleibt u.U. auf dem Schaden sitzen. Welches Internet-Auktionshaus sollte so "verrückt" sein dieses Risiko einzugehen?

Was da so alles passieren kann (einschließlich ungerechter Maßnahmen) - ebay ist das beste Beispiel.

Und auch Pay Pal ist nicht "das Gelbe vom Ei" und kann sowohl für Käufer als Verkäufer leider sehr häufig ungerechtfertigt negativ ausgehen!

Ich würde mich niemals an Pay Pal beteiligen (akzeptieren) - sowohl als Käufer, als auch als Verkäufer.
am 03.09.2008 13:08:10 (85.178.62.xxx) Link Kommentar melden
Hallo Georg
Hallo Alex Mais
Zu PayPal hat sich hier in der OZ24 schon ein Kollege geäußert, nämlich, dass bei der zweiten Reklasmation anders verfahren werden soll. Ich denke, Alex Mais ist da meiner Meinung. Da ist auch nur gewährleistet, dass die Ware ankommt.
Alex, Du hast Recht, dass ein Internet-Auktionshaus nicht für andere gerade stehen kann, auch schwarze Schafe gibt es überall. Das Internet-Auktionshaus soll auch nicht verrückt sein und Risiken eingehen, die sich nicht lohnen. Ich habe geschrieben, dass genau da mein Konzept greift, was ich jetzt hier als Negatives zu lesen bekomme. Meine Frage war eigentlich, ob es Interessenten gibt, die in der Richtung eine Plattform betreiben wollen, die ich angesprochen habe. Ich glaube, meine Idee ist gut und ökonomisch vielversprechend.
Ihr Problemmanager
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