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Politik: Welt

Ex-CIA-Pilot behauptet: Es gab gar keine Flugzeuge, die ins WTC flogen…

Der 9/11-Verschwörungswahn – Teil 3

Solche Boeing 767 flogen ins WTC.
Solche Boeing 767 flogen ins WTC.
Man hat den Eindruck, sobald mit einer Verschwörungstheorie aufgeräumt wurde, wird die nächste aufgebracht. Seit mindestens dem 7. März 2014 gibt es einen prominenten Verfechter der Verschwörungstheorie, dass es gar keine Flugzeuge gab, die ins WTC flogen. Dies ist kein Geringerer als John Lear (65), der den Berichten nach ein Ex-CIA-Pilot mit über 19.000 Flugstunden Erfahrung ist. John Lear ist zudem der Sohn von William Powell Lear (genannt Bill Lear; * 26.06.1902,  14.05.1978), der der Erfinder des Learjets ist. Mit seiner Frau Moya Marie, geb. Olsen (eine Tochter des Vaudeville-Komödianten Ole Olsen) hatte er vier Kinder (John, Shanda, David und Tina).

Neue Verschwörungstheorien im Netz

Aktuell, zum 15. Jahrestag des größten Terroranschlages aller Zeiten, erschien am 11. September 2016 zum x-ten Mal ein Artikel zum Thema auf der Website noch.info („9/11: Ex-CIA-Pilot sagt unter Eid aus, dass es keine Flugzeuge gab“). Als für den Inhalt dieser Website verantwortlicher Medieninhaber und Herausgeber zeichnet sich laut Impressum ein gewisser Wladimir Iwanow aus 9000 Varna in Bulgarien. Es handelt sich offenbar um eine Website für Verschwörungstheorien, die auch Meldungen verbreitet, nach denen beispielsweise der türkische Präsident Erdogan behauptet innerhalb von sieben Tagen Russland besetzen zu können oder das (nach STASI und KGB Informationen) Angela Merkel eine Hitler-Tochter sei. Allein diese Berichte belegen doch eigentlich schon, dass die Seite nicht ernst zu nehmen ist.

John Lear ist auch bei anderen Themen als Verschwörungstheoretiker recht aktiv. So zum Beispiel hat er bereits Äußerungen (auch als Statements bezeichnet) gemacht, wonach die US-Regierung eine direkte Vereinbarung mit Außerirdischen hat, denen sie gegen den Erhalt außerirdischer Hoch-Technologien erlauben auf der Erde Experimente durchzuführen (Menschen entführen und Tiere verstümmeln) und Basen (z.B. in der Region um Dulce, von John Lear als „Alien-Basis“ bezeichnet) zu errichten.

Nun behauptet John Lear „als Sachverständigenzeuge“ (jedoch privat und in keinerlei Auftrag) in einer eidesstattlichen Erklärung, „dass es für Flugzeuge vom Typ Boeing 767 – wie die Flüge AA 11 und UA 175 – physikalisch unmöglich gewesen wäre, an 9/11 die Zwillingstürme getroffen zu haben, insbesondere, wenn sie von unerfahrenen Piloten geflogen wurden.“ (http://noch.info/...zeuge-gab/) Die Legitimation dazu habe er in seiner Eigenschaft als ehemaliger CIA-Pilot mit mehr als 19.000 Flugstunden.

Erschreckend: Mehr als 10.000 Likes

Wie gesagt, diese Verschwörungstheorie ist nicht neu und der Bericht stammt ursprünglich bereits mindestens aus dem Jahr 2014. In den Social Networks wird er derzeit wieder fleißig geteilt. Schon 2014 fand diese Verschwörungstheorie eine massenhafte Verbreitung im Internet und wurde auf Facebook viele tausende Male geteilt. Spitzenreiter dabei war wohl der Account eines gewissen David Icke (via The People’s Voice). Sein Link auf den Verschwörungsartikel erhielt 10.227 Likes, wurde 9.601 mal geteilt und 2.417 mal kommentiert.

In den Kommentaren unter dem Artikel auf noch.info schreibt der User „Manno Meter“ am 12.09.2016 um 23.37 Uhr: „Aha, und was wurde den zigtausenden Leuten, die das zweite Flugzeug live gesehen haben, in den Tee geschüttet, dass sie alle an der gleichen Halluzination leiden sollen? …“

Der sich „Physik ist Wahrheit“ nennende User antwortet darauf ca. vier Stunden später, am 13.09.2016 um 03.43 Uhr: „Zigtausende Zeugen??? – Es gab nicht einen Einzigen! Die vor Ort Anwesenden haben erst zum zweiten Turm hoch geschaut, als die Explosion stattfand. Davon gibt es Videoaufnahmen! Keiner hat tatsächlich ein Flugzeug gesehen, obwohl jeder einzelne aus tiefstem Herzen davon überzeugt ist. Ein bekanntes massenpsychologisches Phänomen. Das Selbsterlebte wird mit den Fernsehbildern vermengt.“

Hier wird es so dargestellt, als ob niemand – nicht ein einziger Mensch – ein Flugzeug gesehen hat, das in den zweiten Turm des WTC geflogen ist. Niemand habe nach oben geschaut bevor die Explosion stattfand. Und leider gibt es viele Leute die so etwas dann auch noch glauben. Liebe Leser, ich bitte Sie. Mindestens nach der Explosion im ersten Turm des WTC haben doch Tausende Personen das Geschehen dort beobachtet und permanent nach oben geschaut. Die hatten keine Tomaten vor den Augen und haben das Flugzeug gesehen, wie es in den zweiten Turm des WTC krachte. Zudem waren die Fernsehkameras permanent nach Eintreffen der Fernsehteams nach der Katastrophe im ersten Turm des WTC auf die Gebäude gerichtet und haben das zweite Flugzeug deutlich gefilmt. Die Filme davon, die inzwischen verbreitet werden und auf denen kein Flugzeug zu sehen ist wurden manipuliert, nicht umgekehrt.

Was an Eides statt behauptet wird ist Fakt?

In dem Verschwörungsbericht heißt es unter anderem auch: „Anders als jede andere Form einer Erklärung wird eine eidesstattliche Erklärung zu Wahrheit im Recht (truth in law), wenn sie nicht widerlegt wird. Es liegt nun an den Kritikern der Theorie, ihre Belege und Analysen zu präsentieren, die die Aussage Punkt für Punkt widerlegen. Wenn sie es nicht tun – oder nicht können – dann ist die US-Regierung verpflichtet, einzugestehen, dass der Bericht der »9/11-Kommission« falsch ist.“

Amerika (USA), das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Man braucht hier also nur etwas in Form einer eidesstattlichen Erklärung zu behaupten – und wenn es der größte Schwachsinn ist – dann wird es zur Wahrheit wenn es niemand widerlegt.

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Schlüsselwörter: 9/11 | 11. September | WTC | Terror | Verschwörung
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