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Wissenschaft: Sonstiges

Die Steinkugeln von Franz-Joseph-Land

Ein Rätsel im Nordpolarmeer (Arktis)

Steinkugel auf Cham-Insel
Steinkugel auf Cham-Insel
Unkonventionelles Forschen und Suchen mit einer Prise Querdenken, öffnet einem die Sicht, vermutlich Unsichtbares wieder Sichtbar zu machen... Wilfried Stevens 1987

Rätsel der alten Steinkugeln

Seit Jahrzehnten diskutiert man kontrovers in der klassischen Archäologie und in der Prä-Astronautik (Paläo-Seti) wer und warum massive Steinkugeln in perfekter Kugelform herstellte. Wenn sie künstlich hergestellt wurden, dann bleibt die Frage im Raum stehen, welchem Zweck dienten sie? Es gibt inzwischen einige Fundorte von Steinkugeln, aber weltberühmt sind z.B die rund 300 polierten Steinkugeln von Costa Rica, mit unterschiedlichsten Größen, wovon die meisten aus Gabbro, einem Tiefengestein, ähnlich hart wie Granit, bestehen. Wenige davon bestehen aus Sandstein oder Muschelkalk. In der Vergangenheit wurden viele zerstört, weil das Gerücht umging, es befände sich Gold in der Mitte der Kugeln. Die grösste Steinkugel hat einen Durchmesser von 2,40 Meter und wiegt rund 15 Tonnen. Alle wurden vermutlich sogar künstlich geformt/geschliffen, bis sie eine perfekte Kugelform ergaben. Ob sie tatsächlich bis zu 10.000 Jahre alt sein könnten oder älter bleibt weiterhin spekulativ.

Ebenso berühmt, aber weitaus interessanter und geheimnisvoller sind die Steinkugeln von Bosnien. Dies war ein Zufallsfund, als im Jahr 1936 ein grosses Unwetter praktisch einen kompletten Erdhang öffnete, und plötzlich aus dem rutschenden Hang etwa 80 Steinkugeln unterschiedlicher Größen erschienen bzw. viele bis zum nahen Fluss runter rollten. Auch hier gab es den Glauben, das sich im Innern der Steinkugeln etwas Kostbares verbarg, weshalb viele zerstört wurden. Aus manchen Bruchstücken errechnete man, das die größten Steinkugeln mindesstens 2 Meter Durchmesser hatten und bis zu 20 Tonnen wogen. Ein weitaus grösseres Exemplar soll sich noch in der Erde befinden. Nach einer chemische Analyse sind sie fast genau so zusammengesetzt, wie der Sandstein in der Umgebung, aber enthält kein Silizium-Oxid wie das Umgebungsgestein. Stattdessen, und dies könnte eine Sensation sein, fand man darin Kalziumkarbonat und Mangan, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit künstlich beigemischt wurde. Kalziumkarbonat wird heute noch als Bindemittel bei Bauarbeiten verwendet und durch Beigabe von Mangan erhält man noch festeres Gestein. Daraus schloss man die Tatsache, das die Kugeln künstlich gegossen worden sind! Weitere Funde von Steinkugeln gibt es in Mexiko, auf der Osterinsel, auf Neuseeland und in der Arktis.

Kurze Daten zu Franz-Joseph-Land

Das riesige menschenfeindliche eisige Gebiet zwischen Spitzbergen im Westen bis hin zur russischen Inselgruppe Sewernaja Semlja war Ort von alten Volkssagen der Ewenken und Nenzen, vermutlich sogar ein Teil der Nordischen Mythologie. So gibt es die Legende, das auf den Inseln einst Trolle lebten, als es noch Feuer (Vulkan?) im Innern gab, wo auch die Gnome lebten. Jeder Eindringling wurde mit grossen Steinschleudern verjagt, und die listigen Gnome halfen ihnen dabei. Eines Tages kam eine große Horde mutiger Krieger. Ihr einäugiger Anführer bezwang zunächst den Riesen-Troll, danach wurden alle anderen Trolle getötet, viergeteilt und den Raben und Krebsen zum Frass vorgeworfen. Ob dies der mystische Ort im Zusammenhang mit Utgard oder ein Teil davon steht, bleibt auch spekulativ. Für die alten Griechen wohnten hier die Hyperboreern, aber auch Geistergestalten bzw. die Geister sagenhafter Krieger. Nach der heutigen Chronologie wurde die Inselgruppe, die heute Franz-Joseph-Land heißt, wahrscheinlich ab dem 17. Jahrhundert von Robbenjägern und Walfängern entdeckt, aber erst durch die Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition unter der Führung von Oberleutnant Julius Payer und Schiffsleutnant Carl Weyprecht wurde die Inselgruppe im Jahr 1873 und 1874 erstmalig offiziell entdeckt, daher die Namensgebung. Für die Sowjetunion war dies zuvor Niemandsland, weshalb es am 15. April 1926, trotz norwegischer Proteste, das ganze Territorium zwischen dem sowjetischen Festland und dem Nordpol als sowjetisches Hoheitsgebiet erklärt wurde. Im 2.Weltkrieg gab es hier, wie auch auf Spitzbergen, eine geheime deutsche Wetterstation und Uboot-Anlegestelle. In den 50er Jahren gab es zwischen Spitzbergen und den Inselgruppe merkwürdige UFO-Sichtungen, doch trotz Nachforschungen, konnten die Sichtungen nie aufgeklärt werden, weil alle UFO´s zum Nordpol flogen und spurlos verschwanden.

Insgesamt besteht das 16.000 qkm große Archipel aus etwa 190 Inseln, die größtenteils vulkanischen Ursprungs sind, und hat viele zugefrorene Buchten und Fjorden. Etwa 70-80% der Gesamtfläche ist dauerhaft vereist. Spitzbergen liegt rund 500 km westlich und bis zum Nordpol sind es rund 900 km. Die höchste Erhebung findet man auf der Wiener-Neustadt-Insel mit 620 Metern. Die Durchschnitttemperaturen sind etwa Minus 20-25 Grad, nur in den Sommermonaten von etwa Juni-September liegen sie bei etwa 0-5 Grad. Bis heute ist die Inselgrupe eine hochwertige militärische strategische Zone, und erst 2015 wurde auf der Insel Alexandraland die moderne und dauerhaft besetzte russsiche Militärstation Arktisches Kleeblatt mit Flughafen fertig gestellt. Geplant sei es, auf insgesamt sechs Inseln in der Arktis Militäranlagen zu errichten. Dies soll auch russische Gebietsansprüche (Rohstoffe) in der Arktis untermauern. Trotzdem bleibt die Inselgruppe weiterhin auch Ziel von Polar-Touristen, die sich für Flora, Fauna und den einmaligen Landschaften begeistern.

Die Steinkugeln auf der Champ-Insel

Die Champ Insel ist 374 qkm gross, dessen höchste Stelle liegt bei rund 500 Meter und sie liegt mitten in der Inselgruppe. Unerwartet und rätselhaft wurden in dieser sehr abgelegenden Region, genauer gesagt, an der Südküste der Insel am Kap Triest, bisher drei große Steinkugeln und weitere am Hang entdeckt. Sie haben einen Durchmesser von 3 Metern, und gehören damit zu den grössten entdeckten Steinkugeln weltweit. Aber es gibt hier auch eine Vielzahl kleinerer Steinkugeln. Geologen sprechen von natürlichen Konkretionen. Eine Konkretion ist in der Regel eher eine unregelmäßiges Mineral-Aggregat, kann aber auch rundliche Formen anehmen. Es fehlen noch genauere Untersuchungen über die Materialbeschaffenheit der Steinkugeln. Kann schon spekuliert werden, das auch diese Steinkugeln vermutlich künstlich sind und auch gegossen wurden? Und wieder stellt sich die Frage, wer stellte sie her und zu welchen Zweck ? Gewitzt fielen mir auch die Steinschleuder der Trolle ein, aber das kann ja nicht sein...

Bildnachweis:
  • Steinkugel auf Cham-Insel: Quelle:wikipedia. (This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license)

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Schlüsselwörter: Franz-Joseph-Land | Steinkugeln | Champ-Insel | Arktis | Nordischen Mythologie
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