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Sonstiges: Kultur & Religion

Den Straßenverlauf bestimmen die Elfen

Island: Das Land wo die Menschen mit den Elfen leben

Elfe zwischen Blüten.
Elfe zwischen Blüten.
In Island leben Menschen mit einem ganz besonderen Einblick in die Welt der Naturgeister und Mystik. Dort glaubt man an ein Volk der Unterirdischen, an Elfen und Trolle. Und das geht soweit, dass die Elfen über Bauvorhaben und Straßenverläufe bestimmen. Es gehört in Island nämlich zum Baugenehmigungsverfahren, dass man prüft, ob durch ein Bauvorhaben Kulturgut beschädigt oder gar zerstört wird.

Von Elfen bewohnte Orte sind tabu

Zu solchem Kulturgut gehören insbesondere auch solche Orte, an denen die Elfen leben. Das können ganz bestimmte Geländeformationen aber auch große Steine oder Felsen sein. Sobald sie in der isländischen Folklore als „von Elfen bewohnt“ angesehen werden, was beispielsweise der Fall ist, wenn alte Märchen oder Sagen dazu existieren, sind diese Orte tabu und können nicht bebaut oder überbaut werden. In der Regel wird dazu auch eine Art Gutachten von einer als „elfenkundig“ betrachteten Person eingeholt.

Die Folgen dabei erscheinen uns, die wir angeblich doch in einer aufgeklärten Welt des Atomzeitalters und der Weltraumfahrt leben, nahezu absurd. So kann beispielsweise ein Straßenverlauf verlegt werden, weil ein von Elfen bewohnter Felsen im Weg ist. Ein ganz bekannter Fall für diese Praxis ist eine Straßenverengung beim Álfholsvegur (Elfenhügelweg) zwischen Reykjavík und Kópavogur. Vor dem Haus mit der Hausnummer 125 ragt nämlich ein Elfenfelsen in die Fahrbahn hinein. Und auch in der Stadt Grundarfjörður befindet sich zwischen den Häusern mit den Nummern 82 und 86 ein großer Elfenfelsen, der den Platz für die Hausnummer 84 belegt und demzufolge nicht bebaut werden kann.

Ignorieren eines Elfenfelsens mit schlimmen Folgen

Aktuell mussten jetzt Straßenarbeiter einen Elfenfelsen wieder freilegen, der bei Bauarbeiten versehentlich (wie es hieß) verschüttet wurde. Dadurch soll es zu einer ganzen Reihe unangenehmer und mysteriöser Vorfälle gekommen sein. So hat es erstmals die Zeitung „Morgunbladit“ berichtet, was spätestens seit gestern durch weite Medienkreise ging.

Sveinn Zophoniasson, Angestellter bei der Straßenbaufirma Bass, berichtete, dass die Straße aus mysteriösen Gründen überflutet wurde, sich mehrere Bauarbeiter verletzt hätten und etliche der Baumaschinen streikten, obwohl sie scheinbar in Ordnung seien. Auch einen Journalisten habe es erwischt. Dieser sei in eine Matschgrube gefallen, aus der er gerettet werden musste.

Der Ort gilt in den volkstümlichen Überlieferungen der Gegend als geheiligtes Elfenterritorium. Doch beim Bau der Straße im vergangenen Jahr hatte niemand an den Elfenfelsen gedacht, so dass dieser arglos verschüttet wurde. Wegen der Vorfälle gab das zuständige Straßenbauamt die Anweisung, den Felsen wieder freizulegen. Dies ist in den letzten Tagen geschehen. Zusätzlich wurde der Felsen noch mit einem Hochdruckreiniger gesäubert.

Wir dürfen gespannt darauf sein, ob die Elfen jetzt wieder Ruhe geben…

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Schlüsselwörter: Naturgeister | Trolle | Elfen | Elfenfelsen | Elfenhügel
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