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Politik: Deutschland

Stehen wir am Vorabend des nächsten Krieges? – 10-Tages-Vorrat anlegen

Die Bundesregierung ruft erstmals seit Ende des kalten Krieges zum Anlegen von Vorräten auf

Erste Rakete für den Krieg.
Erste Rakete für den Krieg.
Die T-online-Nachrichten meldeten am Sonntag (21.08.) unter Berufung auf ein Regierungskonzept, das der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vorliegt, dass die Bundesregierung die Bevölkerung aufruft einen Vorrat für den Katastrophenfall bzw. einen bewaffneten Angriff anzulegen, der für mindestens 10 Tage ausreichen soll.

Krisenherd Korea

Zurzeit ist Nord-Koreas Diktator Kim Jong-un immer noch der hauptsächliche mögliche Auslöser des Dritten Weltkrieges. Die USA hatten Anfang Juli 2016 erneut Sanktionen gegen Nord-Korea verhängt, die Diktator Kim Jong-un als „Verbrechen“ bezeichnete. Zudem ist für Süd-Korea nun konkret ein Raketenabwehrsystem geplant.

Die Vereinten Nationen ermahnten Nord-Korea und Diktator Kim Jong-un mehrfach und verboten ihm weitere Raketenstarts. Ungeachtet dessen startete Nord-Koreas Militär, dessen Oberbefehlshaber Kim Jong-un ist, drei neue ballistische Raketen Richtung Ostmeer/Japanisches Meer, wie Militärvertreter aus Süd-Korea und den USA berichteten. Laut Meldungen aus Pjöngjang wurde damit ein Angriff auf die Häfen in Südkorea getestet. Anfang August feuerte das Regime in Pjöngjang erneut zwei Raketen in Richtung Meer ab. Das Ganze stellt nach Aussagen Japans auch eine direkte Bedrohung Japans dar.

Beginnt der Dritte Weltkrieg in Asien?

Kim Jong-un sieht insbesondere Süd-Korea und die damit verbündete USA als Staatsfeinde an. So kommt es zwischen den beiden koreanischen Staaten auch immer wieder zu kleineren Militärgeplänkeln und/oder Machtdemonstrationen. Zudem drohte der nordkoreanische Diktator bereits mehrmals mit einem atomaren Angriff gegen Süd-Korea und die USA. Wegen aktueller gemeinsamer Manöver der USA und Süd-Koreas drohte Diktator Kim Jong-un auch ganz aktuell wieder einmal den USA mit einem atomaren Erstschlag – wie die Medien heute berichteten. Nach Einschätzungen der Geheimdienste und Militärs verfügt Kim Jong-un durchaus über Langstreckenraketen, mit denen er zumindest einen kleinen Teil der USA (z.B. Hawaii) erreichen könnte. Und bei einem solchen Angriff wäre auch Deutschland als NATO-Verbündeter den USA zur militärischen Hilfestellung verpflichtet und somit mitten im Kriegsgeschehen – genau wie die restlichen NATO-Partner. Zu den intimsten Verbündeten Nord-Koreas dürfte neben China auch Myanmar gehören, das von Nord-Korea mit der Atomwaffentechnologie ausgestattet wurde.

Einige politische Experten, die in den vergangenen Jahren vor der Militärjunta in Myanmar flohen, bestätigten den Besitz Myanmars von Atomwaffentechnologie, die von Nord-Korea geliefert wurde. Somit könnte auch Myanmar ins Kriegsgeschehen eingreifen und eventuell auch Thailand angreifen. Immerhin kam es in der Vergangenheit bereits zu mehreren Dutzend militärischen Schlagabtauschen zwischen dem ehemaligen Burma und Siam (heute Myanmar und Thailand), von denen fast alle in einer Liste unter „Kriege“ geführt werden.

Zudem könnte der Taliban-Konflikt in Afghanistan auch Kriegsgelüste in Pakistan wecken, das genau wie der pakistanische Erzfeind Indien zu den Atomwaffenmächten zählt. Und zwischen diesen beiden Staaten haben Experten in aller Welt schon vor Jahren einen atomaren Schlagabtausch für möglich gehalten…

Auch im Westen steigt die Kriegsgefahr

Im Westen sieht es derzeit nicht besser aus. Da kommt in den USA ein Unternehmer, der Präsident werden will – vermutlich weil er als Unternehmer pleite ist, wie in den letzten Tagen in einigen Medien zu lesen war. Nach seinen Wahlkampfreden ist ganz klar seine Aggressivität und Gewaltbereitschaft zu erkennen. Als offensichtlicher Freund der Waffenlobby hat er bereits, so wurde es von vielen interpretiert, zwischen den Zeilen zum Attentat auf seine Präsidentschaftsgegnerin Hillary Clinton aufgerufen. Und schon zuvor hatte er öffentlich die Frage gestellt, warum man gegen Kim Jong-un keine Atomwaffen einsetze. Dafür, so musste man klar entnehmen, hätte man sie ja schließlich. Sollte dieser Möchtegernpräsident wirklich zum nächsten Präsidenten der USA gewählt werden, dann könnte zweifellos auch von ihm der Dritte Weltkrieg ausgehen.

Gefährlich ist die Lage auch in der Türkei solange Recep Tayyip Erdogan an der Macht ist oder zumindest auf seinem derzeitigen Weg weitersteuert. Unter Erdogan, der die Demokratie im Land immer weiter abbaut, Medienhäuser schließt, Journalisten verhaftet und öffentlich über die Wiedereinführung der Todesstrafe spekuliert, und das sollte eigentlich nicht mehr diskutiert werden müssen, ist ein EU-Beitritt der Türkei ein absolutes No-Go. Das ist die eindeutige Meinung der Mehrheit der europäischen Bevölkerung. Und dies hat weder etwas mit dem Islam noch mit Ausländerfeindlichkeit zu tun. Und dass unsere Kanzlerin diesem Herrn in Sachen Flüchtlingsdeal auch noch klein beigibt ist noch mehr als nur unverständlich. Warten wir mal die nächsten Wahlen ab, wie sich das alles auswirkt.

Hinzu kommt die Lage in der Ukraine. Die will sich politisch und wirtschaftlich dem Westen anschließen, was Russland (sprich Putin) gar nicht haben will. Schließlich ist die Krim, die zu ukrainischem Staatsgebiet gehört, ein wichtiger Seehafen, den Russland militärisch unbedingt behalten will. In die Hände spielt ihm, dass ein Großteil der Bevölkerung dort russisch ist. Und so hat Russland die Krim kurzerhand konfisziert. Im Interesse des Weltfriedens hat der Westen tatenlos zugesehen. Und Putin hält nach wie vor und jetzt erst recht an der Krim fest. Frieden ist da noch lange nicht in Sicht.

Rationen für 10 Tage anhäufen

Der 10-Tages-Vorrat soll nach den vorliegenden Informationen für „den Fall einer Katastrophe oder eines bewaffneten Angriffs“ sein. Katastrophen dürften eigentlich ausscheiden. Katastrophen, wie wir sie bei uns kennen sind Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, die jedoch in den überwiegend bekannten Gebieten lokal begrenzt sind. Beides trifft noch mehr auf Lawinen, Erdbeben und Tornados zu. Lawinen sind in den Alpen lokal bezogen, Erdbeben gibt es in der Regel bei uns nur sehr schwache und kaum Schaden anrichtend und die Tornados in Deutschland sind nur kleinere Windhosen und bei weitem nicht so verheerend wie in den USA. Vulkane gibt es zwar, doch die gelten als erloschen – auch, wenn immer wieder gesagt wird dass sie irgendwann doch wieder ausbrechen könnten. Aber all diese Naturkatastrophen gab es schon immer oder die Möglichkeit einer solchen ist heute nicht eher wahrscheinlich wie vor 20 oder 30 Jahren. Gleiches trifft für eine Katastrophe in Form eines Asteroiden- oder Kometeneinschlages zu. Doch in einem solchen Fall brauchten wir vermutlich keine Vorräte mehr.

Allein ein bewaffneter Angriff, der nicht unbedingt zwangsweise ein Krieg im klassischen Sinn sein müsste, würde eigentlich den Aufruf der Regierung rechtfertigen, Dies könnte natürlich auch ein Terrorangriff (IS/Islamischer Staat, Boko Haram, Al Kaida usw.) sein, der hier, mitten in Deutschland erfolgt, und von einer Dimension ist, die selbst die Angriffe des 11. September in New York in den Schatten stellen könnten. Dann wäre ein sicherer freier Ausgang sicher kaum noch möglich.

Der angelegte Vorrat sollte jetzt aber nicht wahllos erfolgen, sondern individuell auf das Bedürfnis des Einzelnen zugeschnitten sein. Neben anderen Getränken sollte man dabei aber unbedingt mindestens zwei Liter Wasser pro Person und Tag einkalkulieren. Die Oppositionsparteien kritisierten inzwischen die Regierung und sprachen von ungerechtfertigter Panikmache.

Hoffen wir, dass es zu einem Katastrophenfall – wie auch immer – nicht kommt und sich die Menschheit gemeinsam auf das besinnt, was eigentlich selbstverständlich sein sollte: Ein Leben in Frieden, Freundschaft und Toleranz aller Menschen untereinander…

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Schlüsselwörter: Atomkrieg | Erstschlag | Nordkorea | Kim Jong-un | Vorratshaltung
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Kommentare

Wilfried Stevens
am 22.08.2016 20:02:41 (109.91.37.xxx) Link Kommentar melden
Hillary Clinton ist ja auch eine Schwarzes Schaf, bedenkt man ihre Rolle als Aussenministerin. Die enormen Militärausgaben der USA, fast 200 Militärbasen weltweit, ein Raketengürtel um Russland und China, und der Traum einer US-Elite, ein neues Imperium aufzubauen, mit einer neuen Weltordnung, macht Russland schon sympatischer. Sollte die NATO einen Vorwand zum Krieg suchen, wird Russland nicht zögern, 200 strategische und taktische Ziele in Deutschland zu vernichten. Die gleichen Ziele wie im ersten Kalten Krieg.

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