Rund um OZ24

Suchen

Unterstütze OZ24

Sonstiges: Kultur & Religion

Triratna - die dreifachen Edelsteine

Buddhismus verstehen

Damit auch alle Anhänger der buddhistischen Lehre ihren rechten Weg gehen würden, soll Buddha das einfache Einweihungsritual Triratna eingeführt haben, das Zeremoniell der dreifachen Edelsteine. Andere Bezeichnungen sind auch die dreifachen Juwelen, Tisarana oder die drei Kostbarkeiten. Mit den drei Juwelen kennzeichnet man die Grundlage der buddhistischen Religion: Buddha, das Dhamma (auch Dharma) und das Sangha. Zusammen ergeben sie das Triratna. Jeder Anhänger der buddhistischen Lehre soll das Tisarana (auch Traisarana), die dreifache Zufluchtsformel (auch die dreifache Zuflucht genannt) aussprechen, um sich als Buddhist zu bekennen. Tisarana ist ein buddhistisches symbolisches Ritual. Damit drückt man seine Respekt und seine Zugehörigkeit zum Buddhismus aus, sei es alleine vor dem Hausaltar oder öffentlich in einem Wat, vor einem buddhistischen Abbild oder bei einer religiösen Festlichkeit. Noch heute wird die dreifache Zufluchtsformel in der alten Pali-Sprache ausgesprochen. Beim zweiten Aufsagen wird noch das Wort dutiyampi ("zum zweiten Mal"), beim dritten Aufsagen tatiyampi ("zum dritten Mal") vor jedem Pali-Satz hinzugefügt.

Die drei Zufluchtsformeln:

Ich nehme Zuflucht zum Buddha (ich bekenne mich zu Buddha) Buddham saranam gacchami Buddha, der Erleuchtete, verkörpert nicht nur Tugend und Güte, sondern ist auch mit den drei positiven Eigenschaften ausgestattet: der endlosen Weisheit, der vollkommenden Reinheit und dem Universalmitleid. Buddhisten ist er ein Vorbild, das Ideal menschlicher Vervollkommnung und Symbol für die Erleuchtung.

Ich nehme Zuflucht zum Dhamma (zur Lehre Buddhas) Dhammam saranam gacchami Als Dhamma bezeichnet man auch die Erlösungslehre oder die Lehre Buddhas. Abgefasst wurde sie nach seinem Tod in den sogenannten drei Körben, dem Tipitaka. Das Tipitaka enthält das Vinaya-Pitaka, die Regeln des Mönchsorden, das Sutta-Pitaka, die Lehrtexte, und das Abhidhamma-Pitaka, die höhere Lehre. Zuflucht zum Dhamma nehmen, bedeutet soviel wie, sich zu den Lehren Buddhas zu bekennen, die Lehren Buddhas zu achten und den Unterricht in den Lehren durch Mönche zu würdigen. Jeder Buddhist sucht seinen eigenen Weg, die Lehre Buddhas im Leben anzuwenden und zu erfüllen.

Ich nehme Zuflucht zum Sangha (die buddhistische Gemeinde) Sangham saranam gacchami Zuflucht zum Sangha nehmen, bedeutet soviel wie, ich bekenne mich zu unserer buddhistischen Gemeinde, ich achte die Mönche, begleite und unterstütze sie. Als Sangha wird im allgemeinen die Gemeinde oder auch die Mönchsgemeinde bezeichnet. Angehörige einer buddhistischen Gemeinde sind immer mindestens ein Mönch oder mehrere Mönche, die Laienanhänger und eventuell auch Nonnen.

Jede Gemeinde, als kleinste Einheit, hat einen Wat und einen Mönch oder mehrere Mönche vor Ort oder in der Nähe, den sie unterstützen. Jede andere Wat, Mönch oder auch Nonne, den man außerhalb seiner Gemeinde besucht, unterstützt man oftmals mit einer kleinen oder großen Spende jeder Art, um auch hierdurch Verdienste zu erwerben und Tham Bun zu machen.

Die dreifache Verbeugung vor Buddha und Mönchen

Buddha-Abbilder übergibt man Opfergaben (Verehrungsgaben), das sind in der Regel Kerze, Blumen und Rauchstäbchen. Vor dem Hauptaltar wird das Buddha-Abbild dreimal mit einem in Stirnhöhe angelegtem Wai und dreimal mit einer tiefen Verbeugung geehrt. Bei jeder Verbeugung liegen beide Hände zusammen und flach auf dem Boden, und die Stirn neigt sich bis zu den Händen runter. Also zuerst die erste Verbeugung, dann der erste Wai, die zweite Verbeugung und zweiter Wai, dann die dritte Verbeugung und der dritte Wai. Dies symbolisiert ebenfalls die dreifache Zuflucht. Danach erfolgt meistens ein kurzes Gebet, anschließend entzündet man Rauchstäbchen und Kerze und legt diese mit den Blumen vor dem Buddha-Hauptaltar nieder. Danach verbeugt sich der Buddhist in gleicher Weise wieder dreimal mit einem hoch angelegtem Wai tief vor dem Buddha-Abbild.

Besucht man einen Mönch in einem Wat, so ist in gleicher Weise zunächst die Buddha-Figur vor dem Altar, danach dem Mönch die Ehre zu erweisen. Verlässt man den Mönch und Wat, so erfolgt das gleiche Verfahren vor dem Weggehen, zuerst die dreifache Verbeugung und Wai vor der Buddha-Figur vor dem Hauptaltar, danach vor dem Mönch.

uploaded

Der Inhalt des vorstehenden Artikels gibt nicht die Meinung der Redaktion von Onlinezeitung24 wieder. Für den Inhalt ist allein der Autor des Beitrages verantwortlich!
Drucken Empfehlen
Schlüsselwörter: Religion | Buddhismus
Sie wollen selber einen Artikel schreiben. Kein Problem, einfach registrieren!

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben

Einen Kommentar schreiben







Kommentare von Nichtmitgliedern der Seite Onlinezeitung24.de müssen durch einen Bestätigungslink per E-Mail freigeschaltet werden, für Mitglieder entfällt diese Bestätigung. Diese Maßnahme dient der Diskussionskultur und soll die Kommentarfunktion vor Spam schützen. Wir bitten um Ihr Verständis für diese Maßnahme.

Seitenaufbau: 0.05 Sekunden
37,398,237 eindeutige Besuche