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Sonstiges: Gesundheit

Aronia-Beeren sind gesund

Aronia-Beeren am Strauch.
Aronia-Beeren am Strauch.
Meine Großmutter pflegte immer zu sagen, wenn sie einen leckeren Aronia-Beerenkuchen gebacken hatte, nicht die Sahne und der viele Zucker ist gesund, sondern die saure Beere... Und sie hatte zweifellos recht.

Schon im Beitrag Zucker - das süße Gift für den Körper! hatte ich darauf hingewiesen, das unsere überzuckerte und damit oft ungesunde Ernährungsweise auch unseren Geschmackssinn teilweise verkümmern lässt, so das z.B. der natürliche gesunde Geschmack von säuerlichen Beeren von manchem nur mit Zusatz von Zucker zu ertragen ist. Doch ich kann jedem nur empfehlen, auch wieder mehr natürlich-säuerliches Obst zu genießen, denn Beeren schmecken auch ohne Zucker. Und zu den vielen leckeren Beeren-Sorten gehört auch die Aronia-Beere.

Der Ursprung der rund 2 Meter hohen strauchartigen Pflanze, auch als Apfelbeere bekannt, lag im östlichen Nordamerika und bereits die Ureinwohner Amerikas, die Indianer, hatten die Aronia-Beere als wertvolle Heilpflanze geschätzt, um damit ihren Winterproviant aufzustocken. Der berühmte russische Botaniker und Pflanzenzüchter Iwan Wladimirowitsch Mitschurin (1855 - 1935) gilt als Neu-Entdecker der Aronia-Beere. Mitschurin war ein Pionier seiner Zeit, unternahm Forschungsreisen und ihm gelang es, rund 300 frostresistente Obstsorten für das kontinentale Klima Russlands zu züchten. Dadurch wurde es erst möglich, dass für weite Gebiete Russlands der Obstanbau ausgebaut werden konnte. Als er sich mit der Aronia-Beere beschäftigte, erkannte er die gesundheitlichen und pflanzenbaulichen Potenziale und brachte die Heilpflanze der Indianer in die Sowjetunion. Auf riesigen Flächen in der Altai-Region züchtete er die frostresistente Sorte aronia melanocarpa. Dadurch wurde diese Beerenart nicht nur in Europa bekannter, sondern gelangte auch 1976 in die DDR, wo man sie dann ebenfalls anpflanzte.

Heute gedeiht die Aronia-Beere in Deutschland auf rund 200 Hektar Anbaufläche, wobei die größten Anbauflächen in Sachsen und Brandenburg sind. Weitere Flächen findet man derzeit in Hessen, Niedersachsen und Bayern. Weiterhin sieht man die Aronia-Sträucher in vielen Gärten wachsen. Etwa Mitte August bis Anfang September sind die violettschwarzen Früchte, die etwas kleiner als Heidelbeeren sind, bereit geerntet zu werden. Dann wird sie in unterschiedlichsten Geschäften in Obstschalen oder in Reformhäusern als Saft angeboten. Die Aronia-Beere wird besonders in Osteuropa weiterhin als Heilpflanze angesehen, weil sie einen hohen Anteil an Flavonoide, Folsäure und Vitaminen hat. Sollten Sie also Beeren mögen, sollte die Aronia nicht fehlen.

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Schlüsselwörter: Aronia-Beeren | Gesundheit | Ernährung | Vitamine | Mitschurin
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