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Sonstiges: Kultur & Religion

Makham - die thailändische Tamarinde

Ursprünglich stammt der Tamarindenbaum aus Ostafrika und wird heute auch in vielen Teilen Asiens und im karibischen Raum angepflanzt. Der Tamarindenbaum ist ein langsam wachsender aber immergrüner Baum, der bis zu 30 m hoch werden kann. Die Araber nannten die Frucht "tamar-hindi", weshalb wohl die Tamarinde auch indische Dattel genannt wird. So gibt es die Vermutung, dass auch die Tamarinde zunächst in Indien angebaut wurde und über arabische Händler nach Afrika gelangte. Bekannt ist sie auch unter der Bezeichnung Sauerdattel. In früheren Zeiten diente das Mark der Frucht, wegen des hohen Säuregehalts, sogar den indischen Silberschmieden zum "Weißsieden" des Silbers. Die alten Ägypter verwendeten das Mark sogar zum Einfärben von Mumienbinden und zum Einbalsamieren der Toten.

In der kurzen Dauer der Erntezeit gilt die süßsauer, bis zu 20 cm lange und bis zu 2 cm dicke Tamarindenfrucht als Renner auf den Märkten. Ihr Aussehen erinnert zunächst an einer verdorbenen Bohnen-Frucht: Die Schale ist brüchig, matt und zimtfarben. Dies ist jedoch ihr bestes Reifestadium. Eine Verwandte der Tamarinde ist die Röhrenkassie.

Der Geschmack variiert süßsauer. Man muß diese bohnenartige Frucht von ihrer Schale trennen und kann dann das bräunliche, etwas faserige Fruchtfleisch essen. Das Fruchtmark besteht zu 30-40 % aus Zucker und etwa 20-30 % aus organischen Säuren.

In Thailand ist man Tamarinde roh oder kocht die Frucht im Wasser, was einen erfrischenden Saft ergibt. Die Kerne sind recht groß und fast würfelförmig, die man, nachdem man sie gekocht oder geröstet hat, ebenfalls essen kann. In pulverisierter Form werden die Samen auch als Zutat für Gebäck verwendet. Prachtexemplare enthalten bis zu zehn Samen. Andere säuerliche Varianten werden in Zucker getunkt und als Zwischenmahlzeit gegessen. Auch als saure Geschmacksbeilage wird sie in den verschiedensten Hauptspeisen verwendet; meistens in Curry- Gerichten und Saucen. Beliebt ist auch die Herstellung zu Bonbons und Fruchtmark, aber auch zu Fruchtsaft, Sirup und Gewürz.

Die Tamarinde ist bei guter Lagerung und Zimmertemperatur viele Monate haltbar. Die kleinen, jungen Blätter des Tamarindenbaumes, der übrigens bis zu 25 Meter hoch werden kann, werden gerne als Gewürzbeilage zu Currygerichten, Fischsalaten und sauren Suppen verwendet. Größere Blätter sollen zudem Heilkräfte besitzen. Der Tamarindensaft ist verdauungsfördernd und enthält viel Vitamin C, Magnesium und Eisen.

Tamarinden-Konzentrat Tamarinden-Konzentrat ist ein dunkelbraunes Mus oder zu Platten gepresste Paste. Es wird aus den Tamarindensamen hergestellt und hat einen herb-säuerlichen Geschmack. Es ist eine wichtige Zutat der Thai-Küche. Man bekommt das Mus frisch, getrocknet oder als Konzentrat. Vor dem Gebrauch muss man es einige Zeit einweichen, kneten und entkernen. Auch soll das Konzentrat schwach abführend wirken und wurde früher deshalb auch medizinisch verwendet.

Phra That Kham Kaen Hier noch eine interessante Geschichte: Die 19 Meter hohe Pagode ist die wichtigste Sehenswürdigkeit der Provinz Khon Kaen, ca. 30 km nördlich der Stadt Khon Kaen gelegen. Sie befindet sich auf dem Gelände von Wat Chotiyaphum und wurde der Legende nach auf dem Stumpf eines Tamarinden-Baumes errichtet, der nachdem er schon geraume Zeit abgestorben war, eines Tages neue Sprosse hervorbrachte.

Jedes Jahr zu Vollmonde im Mai / Juni wird hier dem Ereignis zu einem Fest gehuldigt.

Die Wichtigkeit der Pagode wird durch die Tatsache unterstrichen, dass sie heute als Wappensymbol der Provinz gilt und dementsprechend häufig auf offiziellen Publikationen zu sehen ist. Aufgrund architektonischer Ähnlichkeiten wird angenommen, dass die Pagode zur gleichen Zeit gebaut wurde wie die von That Si Song Rak in Dan Sai in der Provinz Loei.

Zur Anreise bieten sich die Busse an, die von Khon Kaen in Richtung Udon Thani fahren, man bittet den Schaffner beim Phra Thaat Kham Khaen anzuhalten.

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Schlüsselwörter: Makham | Tamarinde | Thailand
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