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Politik: Politische Meinung

Die größte Chaos-Agentur Deutschlands

Eine wahre Begebenheit mit der Arbeitsagentur in Deutschland

Hiermit würde ich gerne über eine Agentur berichten, deren Aufgabe es eigentlich sein sollte Menschen zu helfen. Alles begann ihm März 2008, durch eine Routineuntersuchung, veranlasst durch meinen ehemaligen Arbeitgeber und es stellte sich heraus, dass ich Salmonellen hatte. Mein damaliger Küchenchef verlangt, als er die Befunde vor sich liegen hatte, dass ich sofort die Küche verlassen müsse und umgehend meinen Arzt aufsuchen müsse.

Gesagt getan, mein Hausarzt meinte, dass er das Gesundheitsamt darüber in Kenntnis setzen müsse. In der zwischen Zeit erhielt ich die Kündigung meines Arbeitgebers, da ich noch in der Probezeit war und es in den Sternen stand wie lange ich die Salmonellen haben würde. Ich fand mich beim Gesundheitsamt wieder, die mir sagten, dass ich momentan nicht mehr als Koch tätig sein darf, sowie in allen anderen Lebensmittelbereichen ( Tätigkeitsverbot ), bis ich zwei negative Befunde vorweisen könnte. Aber in allen anderen Bereichen dürfe ich arbeiten, sprich ich könne mich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen. Also nichts wie hin zur Agentur für Arbeit und erst einmal etwa eine halbe Stunde warten, bis mein Name durch den Raum schallte. Ich erklärte einer Dame meine Situation, doch anscheinend war sie damit überfordert und holte sich eine Kollegin zur Hilfe. Die dann meinte ich könne mich nicht arbeitslos melden, da ich ein Tätigkeitsverbot habe und wegen den Leistungen wäre die Krankenkasse zuständig. Ich bat sie mir dies schriftlich zu geben, dies tat sie dann auch. Also mit dem Wisch zurück zum Gesundheitsamt. Die sagte, dass ich gar keinen Anspruch auf Krankengeld habe, da ich ja arbeiten dürfe, bloß nicht im Lebensmittelbereich und außerdem wäre ich nicht krankgeschrieben und somit hätte ich kein Anspruch auf Krankengeld. Der Amtsarzt wurde hinzugezogen, der mir wiederum eine Bescheinigung ausstellte, in der mitgeteilt wurde, dass ich nur nicht im Lebensmittelbereich arbeiten darf, alle anderen Tätigkeiten dürfe ich ausführen. Nun wieder damit zurück zum Arbeitsamt. Endlich händigte man mir die Papiere für meinen alten Arbeitgeber aus. Nach wenigen Tagen erhielt ich die ausgefüllten Formulare wieder zurück. Jetzt nur noch bei der Agentur anrufen und einen Termin für die Abgabe vereinbaren. Den ich etwa für eine Woche später erhielt. Am besagten Termin erzählte mir die Bearbeiterin dass sie mich nicht arbeitslos melden könne wegen diesem ( Tätigkeitsverbot )

" Schön und wie bezahl ich bitte meine Miete?“

" Ja sie müssen zur Hartz IV Stelle!“

" Super mir steht ein Jahr lang Arbeitslosengeld zu und ich soll Hartz IV beantragen?“

Was will man machen, ich muss ja irgendwie auch leben, also nichts wie hoch in den dritten Stock und wieder einmal etwa eine Stunde warten. Dafür das man mir mitteilte, dass mein Anspruch mit dem Gehalt meiner Freundin verrechnet würde und das ich keinen Anspruch auf Rückzahlungen hätte, wenn geklärt wäre wer für mich die Kosten trägt. Weiterhin meinte sie ich könne keinen Antrag stellen weil mir ALG I zusteht, ich wäre hier falsch. So das war zu viel des Guten bloß weil ich im Moment Salmonellen habe pinkelt man mir ans Bein oder was ?

Mein Weg führte mich wieder einmal zum Gesundheitsamt, wohin den auch sonst. Ich schilderte dort meine Lage und Gott sei Dank sind sie dann für meine monatlichen Vorauszahlungen aufgekommen, die sie dann von der Agentur zurückfordern würden, wenn die Sachlage mal geklärt sein sollte. Ein paar Tage später bekam ich von der Agentur einen Termin zugeschickt an dem ich doch bitte über meine beruflichen Aussichten vorsprechen sollte. Ich verstand zwar nicht warum ich dort erscheinen sollte, wenn ich eh kein Anspruch habe, aber ich nahm den Termin dennoch war. Mit dem Erfolg, dass ich auch Zuhause hätte bleiben können. Denn wieder saß eine neue Bearbeiterin vor mir und erzählte mir etwas von Maßnahmen und meiner Verpflichtung der Agentur gegenüber und wenn ich dies nicht einhalten würde bekäme ich verkürzte Leistungen oder Sperren.

" Hallo was für Leistungen ? "

Sie setzte mir ein Schriftstück vor und meinte ich müsse diese unterschreiben. Auf dem Stück stand allen Ernstes, dass ich mich mit meiner Unterschrift verpflichten würde jeden Monat mindestens zehn Bewerbungen an jegliche Art von Gastronomie zu schreiben. Ich fragte sie scherzhaft für welches Jahr 2015 oder doch lieber für 2026? Sie meinte ich solle sie nicht verar..... , natürlich wären die Bewerbungen ab sofort zu schreiben, damit ich so schnell wie möglich eine Arbeit bekäme. Ich fragte sie ob sie überhaupt versteht was Salmonellen sind. Anscheinend dachte sie, dass ich sie für dumm verkaufen will, und die Diskussion geriet in einen Streit. Ich unterschrieb nicht und verlangte, mir keinen weiteren Termine zu zuschicken solange ich nicht arbeitslos gemeldet wäre.

Wenige Tage später rief mich das Gesundheitsamt an und fragte warum ich mich nicht Hartz IV gemeldet hätte, ich erklärte wieder einmal die Sachlage. Meine Sachbearbeiterin meinte sie würde versuchen mit dem Arbeitsamt in Kontakt zu treten. Doch keiner wusste Bescheid oder sie meinten das wäre nicht ihr Aufgabengebiet. Meine Sachbearbeiterin bat dann um einen Rückruf von irgendjemanden der Bescheid wusste. Der Anruf lies knapp zwei Wochen auf sich warten. Mit dem Ergebnis, ich müsse mich doch Hartz IV melden. Also wieder hin und für was ? Für nichts man erzählte mir genau dasselbe wie vorher außer mit noch einer blöden Anmerkung ob ich das Amt bescheissen wolle, da ich ja bereits ein Antrag auf ALG I gestellt habe.

Am 23.06 war es Gott sei Dank soweit ich hatte zwei negative Stuhlproben und das Tätigkeitsverbot wurde aufgehoben. Laut Gesundheitsamt dürfte ich ja jetzt keine Probleme mehr haben mich Arbeitslos zu melden. Ich rief bei der Agentur an um mir einen Termin geben zu lassen. Das war der 27.06 wieder saß ich einmal vor einem anderen Bearbeiter, der meinte es wäre alles Ok und ich bekäme die Leistungen. Ich fragte ihn ob ich bereits am 1.07 mein Geld erhalten würde da ich meine Miete bezahlen müsste. Nein ich würde die Leistung erst am 1.08 erhalten.

" Prima wieder das Problem wie zahl ich meine Miete?“

" Tut mir leid da kann ich ihnen auch nicht helfen!“

Schon klar der hat ja auch nicht diese Probleme, er riet mir zum doch noch einmal mit dem Gesundheitsamt zu reden ob die nicht noch einmal in Vorschuss treten würden. Gesagt getan. Mit der Erleuchtung das sie mir vom Gesetz aus seit dem 23.06 keinen Vorschuss bewilligen dürfen da ich kein Ausscheider mehr wäre. Meine Sachbearbeiterin versuchte wieder einmal mit der Agentur in Kontakt zu treten, da sie es selbst Merkwürdig fand, dass keiner für mich Zuständig sein will. Sie wurde mit einer Abteilungsleiterin verbunden. Sie stellte den Lautsprecher ein so dass ich alles mit hören konnte. Die größte Frechheit was diese Abteilungsleiterin meinte war. " Er solle sich doch Hartz IV melden aber es würde ihm eh nichts nützen, weil bis der Antrag durch wäre hätte er bereist sein Arbeitslosengeld. Außerdem fiele ihr gerade ein dass er gar keinen Antrag auf ALG II stellen könne, da ich bereits ALG I beantragt habe. Auf die Frage meiner Sachbearbeiterin von was den der gute Mann den eigentlich Leben und seine Miete zahlen soll, meinte sie nur soll er doch seinen Vermieter fragen ob er nicht bereit wäre einen Monat länger auf die Miete zu warten. Von uns bekommt er vor dem 1.08. nichts.

Das Ergebnis dieses Gesprächs war das ich auf gut deutsch die A....-Karte gezogen habe.

Der absolute Wahnsinn !!!!!!

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Schlüsselwörter: Arbeitsamt | Arbeitsagentur | ALG I | ALG II | Hartz IV
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Kommentare

Rene Thurow
am 29.06.2008 17:33:11 (77.184.201.xxx) Link Kommentar melden
Eigentlich nicht wirklich nachvollziehbar was da abgelaufen ist. Undenkbar was gewesen wäre, wenn das Gesundheitsamt die Zahlungen nicht geleistet hätte. Kein ALG I kein Hartz IV weil keiner sich zuständig fühlte.
Problemmanager
am 30.06.2008 19:56:35 (85.178.30.xxx) Link Kommentar melden
Ich lese immer Hartz IV, ALG II, Gesundheitsamt. Ich wäre da mal zur BG (Berufsgenossenschaft) marschiert, die sind in solchen Fällen zuständig, verlangen ja genug Geld über den Arbeitgeber. Vor allen Dingen zahlen die mehr als irgendwelche Hartzerbehörden. Eine Beratungsstelle oder Rechtsberatung hätte vielleicht auch geholfen. Leide kommt der Tipp zu spät, bin erst jetzt auf diese Zeitung gestoßen.
Fürs nächste mal
Viel Glück

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