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Technik: Sonstiges

China-Hydrailprototyp geht in Serie

China baut erste Straßenbahn mit Wasserstoff-Antrieb

Wsserstoff-Strassenbahn
Wsserstoff-Strassenbahn
China hat mit seinen Millionen-Metropolen auch zunehmende Umweltprobleme, weshalb chinesische Forscher und Ingenieure die Entwicklungen von Elektro- und Wasserstoffantrieben emsiger vorantreiben als ihre Kollegen in Europa oder Deutschland, aber auch mutiger sind, getestete Prototypen für den Strassenverkehr schneller zuzulassen. Dabei nutzt China zunehmend auch bereits ausgereifte technische Entwicklungen von ausländischen Unternehmen, um Entwicklungszeiten zu überspringen. In der ostchinesischen Hafenstadt Qingdao ist die welterste Strassenbahn mit Wasserstoffantrieb, mit der Typenbezeichnung 27T, in Zusammenarbeit mit dem Pilsener Unternehemen Skoda Transportation, beim chinesischen Herstellers CSR Qingdao Sifang Co. Ltd. vom Band gelaufen. Damit ist China auch den europäischen Entwicklungen jetzt schon um 2-3 Jahre voraus. So soll u.a. ab 2018 Züge mit Brennstoffzellenantrieb von der französischen Firma Alstom in NRW fahren.

Die Daten für dieses Nahverkehrsmittel sind beeindruckend: Praktisch Null Emissionen, der Tank lässt sich in nur 3 Minuten auffüllen und mit einer Tankfüllung wird eine Reichweite von 100 Kilometer garantiert. Dabei wurden die derzeit modernsten technischen Komponenten mit den strengsten Sicherheitsnormen der Wasserstofftechnologie verwendet. Der chinesische Typ 27T ist ein Zweirichtungsfahrzeug und bietet in dieser Ausführung 60 Sitz- und 320 Stehplätze. China setzt nun massiv auf den Ausbau von Strassen- und U-Bahnen in zunächst 36 Metropolen, um den Personennahverkehr von der Strasse auf die Waserstoffstrassenbahn grösstenteils zu verschieben bzw. auch Buslinien durch Hybridbusse zu ersetzen. Verschiedene chinesische Unternehemn und der chinessische Staat plant innerhalb von 10 Jahren mindestens 5.000 km neue Schienen zu verlegen, über 1.000 neue Stationen zu errichten und wollen dabei bis zu 500 Milliarden Euro invenstieren! Zur Zeit gibt es noch zu geringe Kapazitäten der Wasserstofferzeugung, aber auch hier setzt China auf bereits ausgereifte Technologie, auch aus Deutschland, um die inländische Produktion erheblich zu steigern.

Hydrail & Hydrolley

Für diese zukunftsweisende Nahverkehrs-Technologie gibt es den internationalen Über-Begriff Hydrail, der worunter praktisch alle Formen von Schienenfahrzeugen eingereiht werden, welche Wasserstoff als Energiequelle zum Betrieb verwenden. Brennstoffzellen für Schienenfahrzeuge. Chinesische Fachleute prophezeihen, das Wasserstoff als Brennstoff für den Auto- und Schienenverkehr eine sehr grosse Schlüsselfunktion im zukünftigen chinesischen Verkehr spielen werden, auch um die immensen Umweltprobleme im Griff zu bekommen. So plant man den Einsatz von Brennstoffzellen auch in Hydraillok´s für den Güterverkehr, und später sogar, alternativ zur Magnetschwebebahn, in Hochgeschwindigkeitszügen. Ein grosser Vorteil ist auch, das eine Wasserstoffstraßenbahn keine Oberleitungen mehr braucht und so immens die Bau- und Erhaltungskosten reduziert. Im Jahr 2008 war die vierte internationalen Hydrailkonferenz. Dort einige man sich auch auf den Begriff Hydrolley, also für eine Straßenbahn(trolley), die Hydrail-Technologie benutzt, auf gut Deutsch also wiederum eine Wasserstoffstraßenbahn.

Und Deutschland ?

Interessant ist die chinesische Meinung, das man fast sprachlos darüber ist, das Deutschland z.B. eines der modernsten Brennstoffzellen-Antriebe für U-Boote gebaut hat und die Wasserstofftechnologie seit gut 20 Jahren in Deutschland entwickelt wird, aber anscheinend Lobbyisten der Energiekonzerne lieber noch auf Petrochemie und Gas setzen, als auf den Wasserstoffantrieb. Technologisch, so die nüchterne Analyse der Chinesen, müsste Deutschland schon seit einigen Jahren eine komplette Wasserstofftankstellen-Infrastruktur zumindestens in einem Bundesland schon haben und Massenproduktion von Brennstoffzellenautos eingeleitet haben. Daher wird mit Interesse die Kooperation des Gemeinschaftsunternehmens H2 MOBILITY Deutschland GmbH & Co.KG (Firmen: Air Liquide, Daimler, Linde, OMV, Shell und TOTAL) beobachtet, das 400 Millionen Euro investiert, um innerhalb von rund 10 Jahren ein flächendeckendes Netzwerk von H2-Stationen aufzubauen.

Zukunftsprojekt schwebener Hydrobus 2020

Schwebener Hydro-Bus
Schwebener Hydro-Bus
Kein Science Fiction sondern seid 2011 in Erprobung ist der schwebene Hydrobus. Der mit Wasserstoff und Sonnenkraft angetriebene Bustyp soll zwei Autospuren breit sein, so das Auto unter ihm durchfahren können, und den Strassenverkehr kaum beeinträchtigt. Die Passagiere steigen auf erhöhte Plattform-Haltestellen aus. Während man in Deutschland noch hadert oder noch schlimmer, seinen technologischen Vorsprung ohne Zwang europäisiert, so war es ja u.a. im Flugzeugbau und in der Raumfahrt, ist China uns schon zwei Schritte voraus. Das Made in Germany verliert weiterhin sein Ansehen im Transportwesen.

Bildnachweis:
  • Wsserstoff-Strassenbahn: Skoda China/Sifang Company
  • Schwebener Hydro-Bus: Unternehmen Hashi, China

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Schlüsselwörter: Hydrailprototyp | Hydrail | Wasserstoff | Hydrolley | Brennstoffzellen
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