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Kluai - Die thailändischen Banane

Thailändische Landesfrüchte II

Banane in Thailand
Banane in Thailand
Obwohl noch eine kontroverse Diskussion über den Fund von versteinerten, rund 200 Millionen Jahre alten Bananen im Raum Nordthailand gibt, scheint aber festzustehen, dass die Bananenstaude zu den ältesten, lebendigen Urgewächsen der Erde gehört. Der erste Handel mit Bananen sollen arabische Händler unternommen haben, die die Banane als Finger bezeichneten, und sie mit ihren Karawanen nach Ägypten und Ostafrika verbreiteten. Im 16. Jahrhundert brachten Spanier und Portugiesen die Banane in ihren mittel- und südamerikanischen Kolonien und in der gesamten Karibik mit, wo sie sich schnell verbreitete.

Was kann man über die Banane noch schreiben, die jeder kennt. Sie ist wohl die bekannteste Frucht überhaupt, wobei uns Europäern fast nur die überzüchteten, langen Standard - Bananen bekannt sind. In Thailand gibt es rund 20 verschiedene Sorten - von der aromatisch süßen, kleinen Finger - Banane, eine nahrhafte und vitaminreiche Banane, bis zu großen, dickschaligen und goldgelben Sorten. Vielseitig eingesetzt wird die große grüne Mehl - Banane, die viel Stärke und wenig Zucker enthält. Weitere neue Züchtungen werden kontinuierlich angeboten. Auf einem Markt werden Sie jedoch immer nur einige Sorten angeboten bekommen. Weltweit soll es rund 200 verschiedene Arten geben.

Bananen wachsen als Staude, wobei die meisten Stauden eine Höhe von 4 - 8 Meter Höhe erreichen, und bis zu 20 Kilo Bananen tragen kann. Die Blüten gelangen ohne Befruchtung zur Reife. Die Früchte enthalten keine Samen, sondern nur Reste von Samenanlagen. Die Vermehrung der Pflanzen erfolgt durch Schösslinge. Deshalb müssen Bananenplantagen regelmäßig von alten abgestorbenen Blättern gesäubert werden, damit die Schösslinge ausreichend Sonnenlicht erhalten. Bananen brauchen auch eine sehr gute Bewässerung, um zu gedeihen. Bananen sind in Thailand sehr günstig und werden oft grün geerntet. Bananen müssen nach dem Pflücken nachreifen, bevor sie genießbar sind, was einige Tage dauern kann. Wer unausgereifte Bananen pflückt und isst, wird ihren trockenen Beigeschmack nicht sehr schätzen; zudem können unausgereifte Bananen Verdauungsstörungen verursachen. Dieser Beigeschmack verschwindet erst, wenn die Bananen einige Tage an einem dunklen Ort abgelagert wurden. Dadurch können Bananen weltweit mit Schiffen transportiert werden, da sie auf den Transportweg ausreifen. Viele Einheimische haben mehr oder weniger Bananenstauden auf ihrem Grundstück für den Eigenbedarf oder bescheidenen Nebenerwerb angepflanzt, und schneiden sie für den kurzfristigen Verzehr oder Verkauf meistens erst dann ab, wenn sie fast ausgereift sind. Sehr vielseitig wird diese Frucht genutzt und erscheint auf dem Speiseplan der Thais mit hoher Regelmäßigkeit. Jung und grün kann sie roh und mit scharfer Soße als Salat gegessen werden. In einem weniger unreifen Zustand wird sie in Scheiben geschnitten, in der Sonne getrocknet und frittiert als schmackhaftes Appetithäppchen serviert. Sie werden auch gegrillt und in Sirup eingelegt (kluai ping), in Kokosmilch mit Salz und Zucker gekocht (kluai buat chi), in Sirup gekocht (kluai chuam), in der Schale geräuchert (kluai phao) und goldfarbig fritiert (kluai khaek). Am liebsten ist sie man jedoch einfach so. Sehr beliebt zum knabbern sind ebenfalls Bananenchips; in Zucker und ohne Zucker getrocknete in Scheiben geschnittene Bananen. Bananen enthalten die Vitamine A, C und B6 sowie Kalium.

Gegrillte Bananen lassen sich auch zu Hause ganz leicht selber machen: Man schneidet die Banane in Scheiben zu etwa 2-3 cm großen Stücken und bestreicht sie anschließend mit klarem Honig. Danach werden sie bei mittlerer Hitze gegrillt und mehrmals gewendet, bis sie gebräunt sind. Aber auch die Bananenblüte wird von den Thais geschätzt. Obwohl fast ohne Geschmack, wird sie bei einigen Gerichten als Beilage genutzt. Ein Teil der grünen Bananenblätter verwendet man noch immer als natürliche Schutzhülle für vielerlei gebackene Nachspeisen. Bei einem Picknick im Freien dienen die mitgenommenen großen Bananenblätter oft auch als Unterlage für Teller, Töpfe und Co.

Eine heftige Diskussion löst immer wieder die Frage aus, inwieweit Pestizide für eine Banane, und am Ende für den Verbraucher eine Gefahr darstellen könnte. Sicher wird man nie mit 100% Sicherheit herausfinden, welche Bananensorte mit mehr oder weniger oder überhaupt mit Pestiziden behandelt wurde. Bananen Bauer verweisen aber einen immer wieder auf ein deutliches "Merkmal der Natur": Unbehandelte Bananen ziehen viele Insekten zum naschen an, umgekehrt fast gar nicht. Wenn man auf der Bananenschale Einwirkungen von Insektenstichen sieht, so ist eine Banane "natürlich" gereift. Ehemalige Insektenstiche sieht man daran, wenn sich auf der ausgereiften Bananenschale kleine rundliche dunkle Flecken bemerkbar machen. Dabei können diese Flecken auftauchen, wenn die Bananenschale grün oder schon gelb ist. Nicht zu verwechseln mit den unzähligen kleinen, runden Flecken, wenn die Banane überreif bzw. matschig wird. Gar nicht so leicht.

Bildnachweis:
  • Banane in Thailand: Wilfried Stevens

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Schlüsselwörter: Banane | Kluai | Thailand | Landesfrüchte
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