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Sapharot - die thailändischen Ananas

Landesfrüchte Thailands I

Thailändische Ananas
Thailändische Ananas
Eigentlich stammt die Ananas ursprünglich aus Südamerika, wo ihr die im Urwald lebenden Guarani - Indianer den Namen nana verliehen haben sollen. Aus der indianischen Bezeichnung soll der französische Hugenottenpfarrer Jean de Lery 1557 die Bezeichnung Ananas kreiert haben. Die Spanier nannten die Frucht pina, wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem Pinienzapfen, woraus sich dann später die Bezeichnung pineapple ableitete. Christoph Kolumbus brachte die Frucht bei seinen Entdeckungen mit nach Europa, wo sie fortan von den Reichen als seltene, teure Delikatesse angeboten wurde. Im 16. Jahrhundert führten schließlich die Portugiesen die Ananas in Ostasien und die Spanier in ihren Kolonien ein, wo sie schnell heimisch wurde. Innerhalb weniger Jahrzehnte verbreitete sich die Ananas in ganz Ostasien. Heute gedeiht die Ananas in allen tropischen Regionen der Erde.

Thailand gehört mit rund 2 Mio. Tonnen Ananas pro Jahr zu den größten Ananas - Produzenten der Welt. In den letzten Jahren hat man die Ananaszucht so weit ausgebaut, dass Thailand heute auch der führende Exporteur von Ananaskonserven ist. Die thailändische Ananas ist im Geschmack perfekt ausgewogen. Die Gegend um Hua Hin und Phuket in Südthailand sind die größten Ananas - Anbaugebiete des Landes. Einige Sorten gedeihen übrigens auch das ganze Jahr. Insgesamt soll es in Thailand zehn verschiedene Sorten geben.

Die Ananas ist eine etwa 1 Meter hoch wachsende Rosettenpflanze und kann über 2 Kilo schwer werden. Sie enthält im Fruchtfleisch hauptsächlich Wasser und Fruchtzucker sowie die wertvollen Vitamine A, B1 und B2, C, Eisen und Kalzium sowie weitere Mineralstoffe. Der in der Mitte der Frucht befindliche Strunk sollte allerdings nicht gegessen werden, da er zu vielen Säuren enthält, die zu Darm- und Magenbeschwerden führen können. Unreife Ananas können ebenso Durchfall verursachen, der Saft aus reifen Früchten soll verdauungsfördernd (Ferment Bromelain) sein. Das Enzym Bromelain soll aber auch die Blutgerinnung hemmen und blutdrucksenkend wirken. Und die Forscher entdeckten sogar, das Bromelain Fieber senken kann und das Immunsystem aktiviert.

In Thailand wird Ananas überwiegend roh gegessen, meistens in Salz getunkt und zu köstlichen Saftvariationen verarbeitet. Beliebt ist auch zerhacktes Fruchtfleisch der Ananas mit Eissplitter als erfrischender Nachtisch oder gebratene Ananas mit Honig. Im zerhacktem oder zerschnittenen Zustand wird sie als Zutat zu diversen Gerichten verwandt. So zum Beispiel in der scharf gewürzten Suppe kaeng khua sapparot oder als Beilage in süßsauren Gemüsespeisen. Bekannt ist auch phat sapparot, frittierte Ananas mit Krabben.

Wer übrigens an heißen Tagen, sich gekühlte und bereits geschälte Segmente der Ananas günstig auf dem Markt kauft, kann in einem Heißhunger verfallen. Zum einen erfrischt gekühlte Ananas ungemein und zum zweiten sind sie für unsere Verhältnisse sehr billig. Nach etwa einem Dutzend gegessener Segmente werden sie aber die Nachwirkung des leckeren Genusses bemerken: Ihre Zunge nimmt durch die Einwirkung des vielen Fruchtsaftes für einige Zeit keinen anderen Geschmack mehr wahr.

Bildnachweis:
  • Thailändische Ananas: Wilfried Stevens

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Schlüsselwörter: Ananas | Thailand | Sapharot | Landesfrüchte
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