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Politik: Welt

Es geschah vor 100 Jahren: Erster Weltkrieg in vollem Gang

Noch haben deutsche Truppen die Oberhand

Alte Steyrer Kanone.
Alte Steyrer Kanone.
Nach dem deutschen Heeresbericht vom 1. November 1915 gab es am Nachmittag an diesem Tage in der Champagne/Frankreich einen französischen Gegenangriff bei Tahure. Dieser wurde abgeschlagen und es hieß in dem Bericht, dass die am 30. Oktober gestürmte und eingenommene Butte de Tahure weiterhin fest in deutscher Hand geblieben sei. Zudem ist nach den Angaben zufolge die Zahl der gemachten Kriegsgefangenen auf 31 Offiziere und 1.277 Soldaten angestiegen.

Der westliche Kriegsschauplatz

Bei Combres ist es an diesem Tage zu starken Kämpfen mit Nahkampfmitteln gekommen. Bereits am Vortage, so der Heeresbericht, hatte Leutnant Bölcke südlich von Tahure einen franbzösischen Doppeldecker abschießen können. Damnit war hier das sechste feindliche Flugzeug außer Gefecht gesetzt worden. Und auch im Bereich von Belfort fanden mehrere erfolgreiche Luftgefechte für die deutschen Flieger statt.

In der Straße von Gibraltar sinkt nach einem Zusammenstoß das englische Torpedoboot „96“. Fernab des Kriegsschauplatzes wird derweil bei einer Volksabstimmung in den US-Bundesstaaten New York, Massachusetts, Pennsylvania und New Jersey die Einführung des Frauenwahlrechts rigoros abgelehnt.

Der östliche Kriegsschauplatz

Die Heerestruppen des Generalfeldmarschalls von Hindenburg gewannen beiderseits der Eisenbahnstrecke Tuckum-Riga die allgemeine Linie Raggasem-Kemmern westlich von Schlok-Jaunsem. Die feindlichen Gegenangriffe wurden allesamt zurückgeschlagen.

Aus dem Westen und Südwesten von Dünaburg erfolgten starke russische Angriffe auf die deutrschen Teruppen, die allesamt abgeschlagen werden konnten. Zwischen dem Ilsen. Und dem Swentensee waren die Angriffe besonders heftig und an einzelnen Stellen dauern sie weiter an. Weitere heftige Kampfhandlungen werden bei Siemikowce an der Strypa und bei Olty im Kaukasus gemeldet. Auch nördlich des Dryswjatysees scheiterten die gegnerischen Angriffe – wie im Heeresbericht vermeldet wurde. Südwestlich von Riga, bei Olai, wurde ein russisches Flugzeug zur Landung gezwungen und die Besatzung gefangen genommen.

Meldungen anderer Heeresgruppen

Wie die Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern meldete, konnte östlich von Baranowitschi ein russischer Nachtangriff im Nahkampf abgeschlagen werden. Und die Heeresgruppe des Generals von Linsingen meldete eine unveränderte Lage. Ein feindlicher Gegenstoß, der nördlich von Komarow stattfand hatte keinen Erfolg. Währenddessen stehen die Truppen des Generals von Bothmer, die nördlich von Vurkanow an der Styra angegriffen wurden weiterhin in einem erbitterten Verteidigungskampf. Die Italiener erlitten derweil schwerste Verluste in der Schlacht bei Görz.

Der Kriegsschauplatz im Balkan

Die Höhen südlich von Grn. Milanovac konnten endlich in Besitz genommen werden. Kragujevac ist jetzt in deutsche Besetzung geraten und der Feind wurde über den Petrovackar- und Lepenicaabschnitt zurück geworfen.

Beiderseits der Morava wurde die Linie Bagrdan-Despotovac überschritten und östlich Trivunovoberg trotz zähem Widerstand der Serben eingenommen. Dabei wurden einige hundert Gefangene gemacht. Insgesamt betrug die Anzahl der Gefangenen im Monat Oktober 1915 im Osten 244 Offiziere und 40.949 Soldaten. Zudem wurden 23 Geschütze und 80 Maschinengewehre erbeutet, wie die Oberste Heeresleitung mitteilte.

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Schlüsselwörter: Erster Weltkrieg | Kriegsschauplatz | Balkan | Heeresbericht | Truppen
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