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Sonstiges: Reise

Erneuter Quallenalarm vor Thailands Küsten

Die tödlichen Würfelquallen sorgen wieder für Panik unter Thailands Strandbesuchern

Quallen – Unangenehme Zeitgenossen.
Quallen – Unangenehme Zeitgenossen.
Am vergangenen Dienstag, dem 6. Oktober 2015, gab es das vorerst letzte Todesopfer einer Würfelqualle an Thailands Küsten. Gegen Abend kam es am Lamai Strand auf Koh Samui in der Höhe der Swing Bar zu einem dramatischen Zwischenfall zwischen mindestens einer Würfelqualle und zwei jungen deutschen Touristinnen, in deren Verlauf eine der beiden, Saskia T., in der Nacht im Krankenhaus verstarb.

Verhängnisvolle letzte Abkühlung am Abend

Saskia T. gehörte zu einer vierköpfigen Gruppe junger Deutscher. Zusammen mit Giovanna R. (20), Timo M. (24) und Jan B. (23) war sie erst gegen Mittag mit dem Nachtzug aus Bangkok auf Koh Samui angekommen. Nach einem Spaziergang am Strand aßen die vier in der Swing Bar zu Abend. Gegen 19.00 Uhr Ortszeit wollte Saskia T. noch unbedingt ins Wasser. Ihre gleichaltrige Freundin Giovanna R. ging mit ins Wasser. Sie saßen gut zwei Meter vom Strand entfernt im seichten Wasser, als Giovanna plötzlich einen stechenden Schmerz über ihrer linken Hand verspürte und panikartig aufsprang und aus dem Wasser lief. Auch die aus Göttingen stammende Saskia T. schrie plötzlich auf und lief taumelnd zum Ufer.

Während Giovanna lediglich Verbrennungen am Arm erlitten haben soll, hatte Saskia solche an Armen, den Beinen und am Bauch erlitten. Augenzeugenberichten musste sie bereits am Strand wiederbelebt werden. Beide wurden ins Krankenhaus Bangkok-Samui in Chaweng eingeliefert. Während Giovanna das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen konnte, verstarb ihre Freundin Saskia noch im Laufe der Nacht.

Man kann offenbar nicht genug warnen…

Bereits im Laufe des Tages sahen Mitglieder des örtlichen Jet-Ski-Clubs im Wasser vor dem Lamai-Strand solche Würfelquallen. Sie fuhren sofort ans Ufer und alarmierten Hotels und die Polizei, die daraufhin alle Personen aus dem Wasser holten. Am Abend zogen die Polizisten jedoch wieder ab, da sie nicht damit rechneten, dass noch jemand im Dunkeln ins Wasser gehen würde. Außerdem gab es am Strand verteilt entsprechende Warnschilder.

Dieser jüngste Zwischenfall ist nicht der einzige mit tödlichem Ausgang vor der Küste Thailands. Die OZ24 berichtete bereits. Bereits im Jahr 2002 gab es auf der zur Provinz Surat Thani gehörenden Insel Koh Phangan den ersten Todesfall in Thailand nach Berührung mit einer Würfelqualle. Im April 2008 gab es einen weiteren auf der zur Provinz Krabi gehörenden Insel Koh Lanta.

Die Fälle mehren sich

Bereits im August 2014 war erneut auf Koh Phangan eine Begegnung mit einer Würfelqualle tödlich. Damals betraf es einen fünfjährigen Jungen aus Frankreich, der nach der Berührung mit den Tentakeln von gleich zwei Würfelquallen verstarb. Und im August dieses Jahres starb eine 31jährige Thailänderin durch eine Würfelqualle – ebenfalls wieder vor dem Strand der Insel Koh Phangan. Auch sie war, wie jetzt die 20jährige Deutsche, nach Einbruch der Dunkelheit ins Wasser gegangen.

Bildnachweis:
  • Quallen – Unangenehme Zeitgenossen.: Foto: (url=http://www.pixelio.de/media/13483]Jens Goetzke / pixelio.de[/url]. (Gemäß den Pixelio-Bestimmungen für dieses Bild.)

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Schlüsselwörter: Würfelquallen | tödliches Gift | Quallenalarm | tropische Gewässer | Koh Samui
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Kommentare

Wilfried Stevens
am 10.10.2015 10:47:19 (91.5.221.xxx) Link Kommentar melden
In Japan ist es noch schlimmer wo bis zu 2 Meter grosse und 200 Kilo schwere Quallen in Massen auftauchen, so das kaum noch gefischt werden kann. Es wird vermutet das dies mit der Erwärmung zu tun hat und wir wieder Dinauerie-Klima bekommen. Chinesen und Japaner versuchen die Plage auch "wegzuessen", so gibt es schon Lebensmittelhersteller, die mit Quallen-Tofu und Quallen-Eiskrem experimentieren.

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