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Die Post will sich jetzt ganz verabschieden

Das Ende der Ära Post: Bis zum Jahr 2011 sollen alle Postfilialen geschlossen werden

(Post, Teil 2) Bereits Ende Mai hatte ich berichtet, dass die Post im Märkischen Kreis etliche Filialen schließen und auf den Einzelhandel abwälzen will ,( „Die Post verschwindet von der Bildfläche“). Inzwischen wurden auch die letzten Postkunden von den Medien darüber informiert, dass es hierbei nicht bleiben wird. Hatte die Post noch geplant rund 100 der größten Filialen auch auf Dauer selbst zu behalten, so steht jetzt fest: Bis zum Jahr 2011 werden alle Filialen geschlossen…

Bisher hatte die Post in ihren Filialen ein umfangreiches Angebot. Auch, wenn der Service schon lange nachgelassen hatte und das Personal konsequent in vielen Filialen abgebaut wurde, was zu teilweise langen Warteschlangen führte und die Bewertung des Service in den Keller rutschen ließ, so dürften zukünftig so etliche bisher als selbstverständlich geltende Dienstleistungen endgültig vom Tisch sein. So beispielsweise auch die Postfächer, die vom Einzelhandel allein aus Platzgründen kaum übernommen werden können.

Ob auch der Sammlerservice der Post für die Briefmarkenfreunde und Philatelisten wegfällt, ist noch nicht bekannt. „Die Postbank-Finanzcenter sind davon ausdrücklich ausgenommen“, betonte Postsprecher Rainer Enzer. Doch trotz dieses Versprechens möchte ich auch hier erhebliche Zweifel vorbringen. Jürgen Gerdes vom Postvorstand sagte zu den Schließungen: „Die Umwandlung in Partnerfilialen (Einzelhändler) hilft, die Kosten des Filialnetzes im Interesse der Kunden im Griff zu behalten.“

Seit 1993 gibt es die ersten Partnerfilialen, die nicht mehr von der Post selbst betrieben werden. Inzwischen, so die Post, arbeitet sie bereits mit rund 7.200 Kaufleuten zusammen, die eine Partnerfiliale betreiben. Zusätzlich gäbe es 3.800 so genannte Post-Serviceshops, die auch meist im Einzelhandel integriert, aber von Postmitarbeitern besetzt sind. Und seit dem vergangenen Jahr gibt es zusätzlich 600 Postpoints, in denen ein abgespecktes Postprogramm angeboten wird.

Jan Jurczyk, der Sprecher des Bundesvorstandes der Gewerkschaft Verdi in Berlin sagte zum Thema der Postfilialschließungen: Zwar besteht für die rund 2.000 Postmitarbeiter keine Gefahr ihren Arbeitsplatz zu verlieren, es erhöht aber den Druck auf die Arbeitsplätze bei den Tarifangestellten der Post. Und irgendwann, so vermutet er, wird die Post diese Rechnung aufmachen. Hinsichtlich der Servicequalität hält die Gewerkschaft die Entscheidung der Post für „eine verschenkte Chance, Kunden zu erreichen.“

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Schlüsselwörter: Post | Deutsche Post | Bundespost | Postfilialen | Filialschließungen | Postservice
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