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Sonstiges: Kultur & Religion

Die Ayuthaya-Dynastie II

Die Frühzeit des Königreiches Thailand

König Taksin
König Taksin
Vom Fall Ayuthaya bis zum Ende der Herrschaft von König Taksin

Nachdem König Naresuan während eines Feldzuges in der kleinen siamesischen Stadt Muang Hang gestorben war, und weder Frau noch Kinder hinterließ, wurde sein Bruder Ekatotsarot (1605 - 1610) sein Nachfolger. Zu Beginn seiner Regierungszeit kamen die Niederländer nach Siam. Im Gegensatz zu seinem verstorbenen Bruder hatte er jedoch wenig Interesse an kriegerischer Politik und konzentrierte sich mehr auf die wirtschaftliche Weiterentwicklung seines Reiches und den Ausbau der Beziehungen mit Europa. Als er für die Siamesen eine Geldsteuer und für die Europäer eine Handelssteuer beschließt, bekam er von den Europäern den Spitznamen "Geiziger Mann" verliehen.

Die Niederländer eröffneten 1605 ihre erste Niederlassung in Ayuthaya. Um die Handelsbeziehungen zwischen den Niederlanden und Siam zu fördern, schickte König Ekatotsarot 1608 eine Gesandtschaft nach Den Haag, um freundliche Beziehungen zu knüpfen. Zum ersten Mal betraten Thais den europäischen Boden. In seiner kurzen Regierungszeit konnte König Ekatotsarot die Weichen einer zukünftigen Handelspolitik gegenüber den Europäern stellen. So öffnete er die Grenzen Siam für alle europäische Staaten, die gute Beziehungen mit Siam eingehen wollte. Im Jahre 1608 konnten die Niederländer eine Faktorei eröffnen, wodurch der Einfluss der niederländischen Ostindienkompanie wuchs.

König Ekatotsarot unternahm auch den kühnen Schritt, mit Japan freundschaftliche Beziehungen einzugehen. Ihm gelang ein Freundschaftsvertrag mit dem japanischen Shogun Levasu.

Die Beziehung zwischen Japan und Siam war so eng, dass es nicht nur gute Handelsbeziehungen gab, sondern auch Zusammenarbeit in Schiffbau und Militärausbildung. Unter einem japanischen Abenteurer namens Yamada Nagamasa, der einen einflussreichen Posten am Hofe von Ayuthaya hatte, wurde eine Spezialarmee für den Schutz des Königs und seiner Familie aus ausgesuchten Samurai-Kämpfern gebildet.

Auch war der thailändische Herrscher von der Kampfkraft der Samurais und der japanischen Waffen sehr beeindruckt. Etwa zu diesem Zeitpunkt kamen in der siamesischen Armee die langgriffigen japanischen Schwerter in Gebrauch.

Im Jahre 1610 stirbt König Ekatotsarot. Obwohl dessen Sohn, Prinz Si Saowaphak, den Thron hätte besteigen müssen, kam alles anders. Bis heute ist ungeklärt, ob Prinz Intharaja ihn wirklich vom Thron gestürzt hatte, oder ob die ausländischen Chroniken recht haben, dass Prinz Intharaja der rechtmäßige Nachfolger und Sohn von König Ekatotsarot war.

Prinz Intharaja wurde unter dem Titel König Songtham als Nachfolger ernannt, der in seiner 18jährigen Regierungszeit vorwiegend die Handelsbeziehungen zu Europa weiter ausbaute. So konnten die Engländer in seiner Regierungszeit 1612 nicht nur eine Handelsniederlassung in Ayuthaya, sondern auch eine Fabrik auf einem Stück in Patanierrichten und betreiben. Die 1600 gegründete englische Ostindienkompanie bekam die gleichen Rechte wie zuvor die Portugiesen und Niederländer. König Songtham erhoffte sich damit auch einen Wissensaustausch in der technischen Weiterverarbeitung von Rohstoffen, sowie ein Gleichgewicht der konkurrierenden Europäer. Im selben Jahr noch vergrößerten die Niederländer ihren Handelsposten und sahen in England als größten Gegenspieler.

Die Europäer verfolgten natürlich zunächst ihre Interessen und sahen in Siam eher eine Zwischenstation auf dem Handelsweg nach Indien und China. Aufgrund der unberechenbaren Mosumzeiten, war eine Zwischenstation zu China unbedingt notwendig. Der Handel mit Siam stand noch in den Kinderschuhen und war vom Handelsvolumen nicht vergleichbar mit den Handelsbeziehungen zu China und Indien. So wurde Ayuthaya ein wichtiger Umschlaghafen für Waren aus Europa, China, Indien und Japan. Die Lage zwischen den Handelsgegnern England und der Niederlande war gespannt.

Schließlich kam es 1618 zwischen den Niederlanden und England zum Handelskrieg, der sich bis auf die Niederlassungen in Siam ausbreitete. Nur ein Jahr später greifen 800 Niederländer zwei englische Schiffe in Pattani auf der malaiischen Halbinsel an. Erst 1620 wird zwischen den Niederlassungen in Siam ein Friedensvertrag geschlossen und die Lage entspannt sich.

Als die Handelswege gesichert waren, wurde auch der siamesische Markt immer attraktiver für die Europäer. König Naresuan hatte Siam zuvor zu einem geeinigten, reichen Land gemacht, so dass auch neben der königlichen Familie eine große Oberschicht entstehen konnte, die wiederum einen immer größeren Bedarf an Luxusartikel hatte. Überwiegend chinesisches Porzellan und Seide, aber auch europäische Güter hatte es der Oberschicht angetan. Die siamesischen Techniker waren wiederum an die überlegende europäische Verarbeitung von Eisenerzeugnissen und an optischen Geräten sehr interessiert. 1621 eröffnete Dänemark ebenfalls eine Botschaft in Ayuthaya.

Der Königshof war aber weiterhin bestrebt, durch geschickte Diplomatie, alle europäischen Mächten die gleichen Rechte einzuräumen, um einen europäischen Konflikt im Hoheitsgebiet Siams zu unterdrücken. Diese Diplomatie der Balance sollte auch eine zu große Einflussnahme im Königreich verhindern.

Interessant ist die Tatsache, dass Deutschland und seine Territorien kaum Anteil an den europäischen Warenaustausch mit Südostasien hatten. Innerdeutsche politische Probleme verhinderten solch einen Handelsaustausch. Deutsche, die das damals kaum bekannte Siam kennen lernten wollten, mussten auf niederländischen, englischen, portugiesischen oder französischen Schiffen anheuern.

Doch nicht nur die Handelsbeziehungen zwischen Siam und Europa waren ausgebaut worden, sondern das selbe wurde auch mit Japan versucht. Insgesamt waren die Handelsbeziehungen zwischen Japan und Siam zu dieser Zeit sogar wichtiger für Siam als die mit Europa, obwohl die Europäer technisch weiter fortgeschritten waren. Unter König Ekatotsarot wurde Siam durch den Handel mit Japan immer reicher. Die Hauptausfuhrgüter Siams waren Teakholz und andere Edelhölzer, Zucker, Felle, Gummi, Elfenbein, Reis, Kokosöl und Früchte, die die Japaner mit purem Silber bezahlten.

Aber es kam alles anders. Der neue siamesische Herrscher musste eine Revolte seiner japanischen Garde niederschlagen, sowie eine laotische Invasion Widerstand entgegenbringen, die unter dem Vorwand, ihn gegen die japanischen Rebellen zu unterstützen, unbemerkt bis Lopburi vordringen konnte. Ob der japanische Shogun diese Revolte unterstützte ist nicht bekannt. Eher wird angenommen, dass sie von laotischer Seite her bestochen wurden, den König vom Thron zu stürzen. Japanischen Söldner werden später noch eine politisch bedeutsame Rolle spielen!

Einen kaum beachteten Handel gab es traditionell auch weiterhin mit China und Indien. Zudem gab es ein japanisches und chinesisches Viertel in Ayuthaya mit je etwa über 1000 Einwohnern.

Als König Songtham im Verlaufe einer schweren Krankheit sein baldigen Tod erahnt, trifft er Vorkehrungen, die seinen ältesten Sohn, Prinz Jetta, die Thronnachfolge sichern sollen. Nachdem König Songtham im Alter von nur 38 Jahren verstarb, gibt es Machtkämpfe zwischen verschiedene Gruppierungen der hohen Palastbeamten. Die Gruppe der Palastbeamten, die versuchte den Bruder des verstorbenen Königs, Prinz Srisin, durch eine Palastrevolte auf den Thron zu setzen, wurde verhaftet und zum Tode verurteilt. Prinz Srisin wurde dabei verschont. Prinz Jetta war aber zu diesem Zeitpunkt noch ein 14jähriger Knabe und war so ein König ohne Macht und Erfahrung.

Nun trat der einflussreichste Palastbeamte im Vordergrund, um die Nachfolge zu regeln. Ein gewisser Phaya Sriworawong mit großem Einfluss, hatte nicht nur die Palastrevolte aufgedeckt und die Schuldigen köpfen lassen, zu guter letzt konnte er sich selber durch seine Einflußnahme zum ""Ersatz""- Regenten ernennen, legte sich dazu den Titel Chao Phaya Kalahom zu und vertrat quasi alle Entscheidungen im Namen von König Jetta. Um seine Macht zu festigen, ließ er Prinz Srisin in eine Falle locken. Diese Hinterlist war notwendig, da zu dieser Zeit Prinz Srisin buddhistischer Mönch war und es ein unverzeihliches Verbrechen wäre einen Mönch zu ermorden. Er spekuliert damit, dass Prinz Srisin seinen Anspruch früher oder später gelten machen wird, so das er dann seinen großen Einfluss verlieren würde. Dies wollte er aber nicht da er macht besessen war.

Er spricht mit dem Kommandanten der japanischen Palastwache, dass Prinz Srisin als Thronnachfolger ernannt werden soll. Um jedoch dieses Angebot anzunehmen, musste Prinz Srisin aus dem Mönchstum ausscheiden. Nachdem Prinz Srisin einwilligte, wird König Jetta erzählt, dass sein eigener Onkel ihn vom Thron stürzen will. Kalahom ließ im Namen von König Jetta Prinz Srisin verhaften und zum Tode verurteilen. Kalahom hatte sein erstes Ziel erreicht und einen eventuellen gefährlichen Kontrahenten mit Hilfe der japanischen Söldnerarmee ausgeschaltet. Im Schein ließ er zunächst Prinz Srisin begnadigen, um misstrauische Palastbeamte am Hof in Schach zu halten, kann ihm aber einige Monate später eine versuchte Palastrevolution nachweisen und erneut zum Tode verurteilen. Das Todesurteil wird kurze Zeit später auch vollstreckt. Dabei handelte es sich um eine sogenannte königliche Hinrichtung: Der Verurteilte wurde in einem Samtsack gesteckt und mit Sandelholzkeulen zu Tode geprügelt.

Indessen haben die japanischen Shogune in der damaligen japanischen Hauptstadt Edo von den Vorkommnissen in Siam erfahren und waren über die Rolle der japanischen Palastwache nicht zufrieden. Sie weigerten sich zunächst, eine zweite politische Front in Siam zu dulden, und erkannten den neuen "König" Kalahom nicht als solchen an. Kalahom war derart über die Meinung der Shogune verärgert, dass er mit Hilfe seiner treuen japanischen Privatarmee die japanische Niederlassung in Ayuthaya erstürmen ließ. Einige Japaner konnten flüchten, die meisten wurden jedoch umgebracht. Damit hatten Siam und Japan eine Feindnachbarschaft aufgebaut. Doch die Shogune hielten sich ruhig, da es auch wichtigere Machtkämpfe in Japan gab, die gelöst werden mussten.

Doch auch der junge König Jetta wird nun misstrauisch und bezweifelt die ehrenhaften Absichten seines einflussreichen Ministers Chao Phaya Kalahom. Im geheimen ließ er Vorkehrungen machen, um seinen mächtigen Minister auszuschalten. Kalahom hört von den Absichten und es kommt zu Palastkämpfen zwischen den Anhängern Kalahoms und König Jettas, wobei König Jetta getötet wird. Nun hatte Kalahom freie Hand und auch die wenigen letzten Zweifler am Hofe wollten ihn nun ebenfalls offiziell den Thron anbieten.

Nun wurde Kalahom aber vorsichtiger und lehnt zum Schein ab. Der jüngere Bruder Königs Jetta, der erst zehnjährige Prinz Atiyawong, lebte noch und war somit rechtsmäßiger Thronnachfolger. Auf Kalahom Empfehlung hin wird Prinz Atiyawong zum König von Siam gekrönt, wobei Kalahom jedoch wiederum als "Regent auf Zeit" eingesetzt wird, bis der junge König alt genug wäre, um die Regierungsgeschäfte führen können. Nun begann wieder ein teuflisches Werk von seiten Kalahoms. Mit aller Macht ließ er den jungen König brüskieren, bis schließlich der Ministerrat des Palastes beschließt, König Atiyawong wegen Unfähigkeit abzusetzen. (Sieben Jahre später wird auch er ermordet)

Dies war nun der Zeitpunkt, auf den Kalahom lange warten musste. Da es keinen Thronnachfolger mehr gibt, erwählt er sich bei dieser Gelegenheit 1630 zum neuen König und nennt sich König Prasattong. Er wird seine Macht als König 25 lange Jahre halten können.

1632 kommt er erneut zu Grenzkriegen zwischen Burma und Siam, wobei die Burmesen Chiang Mai erobern können. Als im Süden des Landes zu einer Auseinandersetzung mit Kambodscha kommt, erhält König Prasattong Unterstützung durch mehrere niederländische Kriegsschiffe, die wiederum den portugiesischen Einfluss auf Kambodscha damit beenden wollen. Doch auch im Lande herrscht Unruhe. So konnten Truppen aus Ayuthaya nicht die Stadt Pattani einnehmen, die sich weigerte Tributzahlungen an den König zu schicken. Auch zwei Jahre später können die Truppen bei einem erneuten Versuch Pattani nicht einnehmen.

König Prasattong wollte eine zweite Front im eigenen Lande vermeiden, da die Außengrenzen des Landes und die Interessen der Europäer gegenüber Siam ihm wichtiger waren. 1636 trifft Ayuthaya deshalb Vorkehrungen zu einem großen Feldzug gegen Pattani. Die Truppenaufmärsche müssen so beeindruckend gewesen sein, dass die Niederländer befürchteten, dass die wichtige Handelsstadt Pattani den Erdboden gleich gemacht wird. Sie versuchen zu vermitteln und können im letzten Versuch den Herrscher von Pattani davon überzeugen, dass er keine Chance gegen die Übermacht der siamesischen Truppen hätte. Auf niederländische Vermittlung hin bittet der Herrscher von Pattani König Prasattong um Vergebung für seine Handlungen und um Verschonung der Stadt. Pattani wird schließlich verschont und wieder Bestandteil des siamesischen Königreiches.

Siam hatte nun seine alte Stärke und Macht bewiesen und verfügte über eine große Armee. Prasattong unterwarf den gesamten Außenhandel dem königlichem Monopol, und ließ auch alle Handelsbeziehungen und Warenverkäufe durch einen Finanzminister kontrollieren. Damit war Ayuthaya zu einem der wichtigsten Handelszentren in Südostasien aufgestiegen. Insgesamt wurden so die Interessen Siams mit denen der Europäer zum Teil ausgeglichener und der Handel blühte auf. Siam stieg zum mächtigen Handelspartner auf.

Als 1641 diesmal umgekehrt die Niederländer die Portugiesen aus Malakka vertrieben hatten, (1511 eroberten die Portugiesen das Sultanat Malakka) konnten sie mit ihrer überlegenden Seemacht die Kontrolle über die Meere des Fernen Osten ausüben. Einige Jahre später übten sie auf dem erstarkten siamesischen König militärischen Druck aus und ließen ihre Flotte im Golf von Siam segeln. Damit wollten sie König Prasattong bestimmte Handelskonzessionen erpressen, der ihnen die gesamte Kontrolle über die Wirtschaft Siams ermöglichen würde. Prasattongs jüngerer Sohn Prinz Narai indessen verachtete die Niederländer deswegen und führte alleine geheime Gespräche mit Franzosen und Engländer, um die Niederländer im Einfluss zu schwächen.

Nach dem Tode von König Prasattong im Jahre 1655 wurde Prinz Narai nicht sofort zum Thronnachfolger ernannt. Wieder gab es Ränkespiele innerhalb des Palastes. Zunächst wurde der älteste Sohn von König Prasattong, Prinz Chao Fa Yai zum Thronnachfolger ernannt. Der Onkel des neuen König, Prinz Srisutammaraja und Prinz Narai waren jedoch gegen diesen Beschluss und schmiedeten ein Komplott gegen ihn. In einer Nacht und Nebelaktion ließen sie ihn entführen und anschließend mit Sandelholzkeulen in einem Samtsack königlich hinrichten.

Nach dem plötzlichen Tod des Thronnachfolgers wird Prinz Srisutammaraja zum neuen König und sein Bruder Chao Fa Jai sein engster Berater. Prinz Narai wird zum Vizekönig ernannt. Wenige Monate später kommt es wieder zu einem Machtkampf im Palast, wobei Prinz Narai schließlich eine Palastrevolte gegen den König anführt. Grund für die Palastrevolte sollen u.a. auch die Belästigungen des Königs gegenüber Prinz Narai´s jüngeren Schwester gewesen sein. Sicher waren die Machtverhältnisse das wichtigste Kriterium in der Revolte. Prinz Narai gewinnt nach mehreren Tagen den Machtkampf und ließ Srisutammaraja auf königliche Weise hinrichten.

Als Prinz Narai zum König ernannt wurde, waren in seiner Regierungszeit von 1656 - 1688 zunächst die Franzosen in seiner Gunst. Kontakte mit Spaniern und Portugiesen blieben untergeordneter Bedeutung. Ihm war bewusst, dass die Europäer vorwiegend militärische und wirtschaftliche Ziele verfolgten. Trotzdem war König Narai seiner Zeit weit voraus, den er wollte internationale Verbindungen schaffen, ohne die Unabhängigkeit seines Reiches zu gefährden. Er wusste zu genau, dass die konkurrierenden europäischen Staaten ihre Interesse auch zu Lasten Siams durchsetzen versuchen würden, weshalb eine ausgewogene Balance der Diplomatie Vorrang haben musste. Trotzdem ließ er es sich auch nicht nehmen, insbesondere holländischen Einrichtungen kurzfristig durch Truppen belagern zu lassen, was zu offiziellen Protesten der Holländer führte.

Während seiner langen Regierungszeit öffnete sich Siam den Europäern am weitesten, wodurch das Königreich einen bedeutenden Modernisierungsschub erhielt. Interessant ist die Tatsache, das dass damalige Königreich Preußen ebenfalls eine Ostindienkompanie mit einem Stützpunkt in Siam plante, dies jedoch aus politischen Gründen nicht realisieren konnte.

1662 konnte die Franzosen Missionare nach Siam schicken, wobei die Franzosen dabei hofften, viele Siamesen zum Katholizismus bekehren zu können. Von den Jesuiten, die in Versailles großen Einfluss ausübten, gedrängt, sandte Ludwig XIV. König Narai einen Brief, in dem er ihm für das Wohlwollen dankte, das er französischen Missionaren gezeigt hatte.

König Narai war überhaupt nicht an eine neue Religion interessiert, war jedoch von den architektonischen Fähigkeiten der Missionare beim Bau von Kirchenhäusern und Befestigungsanlagen begeistert. Die Franzosen erhofften sich mit einer "Bekehrung" stärkeren Einfluss auf Siam.

1663 konnte König Narai das von den Burmesen vereinnahmte Chiang Mai zurückerobern, verlor die bedeutende Stadt im Norden des Landes jedoch ein Jahr später wieder. Es kam 1664 nicht nur zu einer erneuten Niederlage gegenüber den Burmesen, sondern auch zu einseitigen Handelsverträgen von Seiten der Niederländer.

Von November 1663 bis Februar 1664 blockierten die Holländer die Zufahrt zum Menam, um die Siamesen zu zwingen, ihnen das Monopol des Häutehandels zu verleihen und ihnen das Privileg exterritorialer Rechte zu gewähren. Da die niederländische militärische Macht auf See übermächtig war, und auch eine Blockade der Handelsstraßen durchsetzen konnte, musste sich König Narai der militärischen Macht beugen. Die Niederländer erhielten so ein Monopol auf den Export siamesischer Tierhäute eingeräumt. Diese Kanonenbootpolitik war der Auslöser, um am königlichen Hof die Beziehungen zu den Europäern neu zu überdenken.

Trotzdem war König Narai davon überzeugt, dass die technische Überlegenheit der Europäer auch für Siam Nutzen haben könnte. Deshalb intensivierte er nun offiziell Beziehungen auch zu anderen europäischen Ländern. Auch erhoffte er sich ein ausgewogenes Gegengewicht gegenüber den verhassten und übermächtigen Niederländern.

1664 nahmen auch die innenpolitischen Probleme wieder zu. Man war bemüht Chiang Mai, erobertes burmesisches Territorium und Nordthailand zu kontrollieren. Die siamesischen Truppen wurden jedoch im gleichen Jahr aus den eroberten Gebieten und Chiang Mai von starken burmesischen Truppen vertrieben. Ein burmesischer Prinz wurde Herrscher über Chiang Mai. Damit hatte Burma wieder einmal seinen Rechtsanspruch auf die nördlichen Gebiete Siams untermauert.

1680 wurde die Französisch-Ostindische Handelsgesellschaft in Ayuthaya eingerichtet.

Zu etwa gleichen Zeit versuchten immer wieder die Engländer ihren Einfluss in Siam zu erweitern, was von den Holländern und Franzosen neidisch beobachtet wurde. Als 1682 die Niederlassung der Engländer durch Brandstiftung zerstört wurde, und insgeheim der Anstifter Phaulkon hieß, der wiederum dadurch einen militärischen Konflikt zwischen England und Holland erhoffte, um damit den Einfluss Frankreichs zu festigen, nahmen das die Engländer zum Vorwand, sich aus Siam zurückzuziehen, da die Profite im Siamhandel kaum noch von Bedeutung waren. Militärisch blieb jedoch die englische Flotte noch lange Präsent, und nahm auch Kriegshandlungen mit anderen europäischen Ländern und Siam in Kauf.

Im September 1685 kam der neue französische Botschafter Chevalier de Chaumont nach Ayuthaya, und wollte König Narai einen Brief Ludwigs XIV überreichen. Er weigerte sich aber dabei dem König kniend, wie es die Hofetikette erforderte, zu übergeben. Der König war wiederum nicht bereit, sich tief genug zum Botschafter zu beugen. Händeringend konnte Phaulkon im letzten Moment einen Kompromiß abschließen. Narai erschien auf einen kleinen Balkon, unter dem de Chaumont stand und den Brief auf einem Tablett darbot. Obwohl der kniende Phaulkon ihn immer wieder anflehte, hielt der Botschafter das Tablett nicht hoch genug, damit es der König erreichen konnte. Um einen peinlichen Eklat zu vermeiden, beugte sich der König schließlich doch nieder und nahm den Brief. Ein Gemälde dieser Szene, das nach einem früheren Kupferstich entstand, ist im Museum von Lopburi zu sehen. De Chaumont kehrte im Jahre 1686 in Begleitung einer dritten Siamesische Delegation an den Hof Ludwigs XIV zurück.

Im gleichen Jahr duldete der siamesische König nicht mehr die starke, englisch Militärpräsenz im Golf von Thailand und den Einfluss auf innenpolitische Politik. Die englische Ostindienkompanie wurde offiziell aufgefordert, sich aus Siam zurückzuziehen. Die diplomatischen Verbindungen gegenüber England blieben aber normal.

Der bedeutendste deutsche Forscher zu jener Zeit in Siam war ein gewisser Kämpfer. Kämpfer wurde 1651 in Lemgo geboren und studierte u.a. Medizin und Geschichte. Als 30jähriger junger Mann mit Erfahrung trat er in die Dienste der niederländischen Ostindienkompanie und erreichte 1688 schließlich Batavia, das heutige Jakarta. Er besuchte auch das Königreich Siam und veröffentlichte 1712 sein in Latein geschriebenes Werk " Amoenitatum Exoticarum" seine Eindrücke.

König Narai´s durchdachte Pläne gegenüber den Europäern wurden jedoch auch durch raffinierte Intrigen im Palast vereitelt. Dies geschah in erster Linie durch eine durchtriebene Einflußname des griechischen, königlichen Berater Constantine Phaulkon. Nachdem jedoch Phaulkon zum Kanzler ernannt wurde und den König derart täuschen und das Königreich Siam durch die starke, von ihm geförderte Einflussnahme der Franzosen gefährden konnte, machten die seit langem misstrauische, anti-französisch eingestellten Hofbeamten kurzen Prozess.

Nachdem sie viele Jahre die negative Einflussnahme der Europäer geduldet hatten und Ayuthaya unter der Regentschaft Königs Narai aufblühte und von den Europäern schwärmerisch als "Venedig des Osten" bezeichnet wurde, wollten sie nun das innenpolitisch zerstrittene Siam durch einen geplanten Umsturz neu ordnen. Vom Erfolg d Chaumontsdieses Unternehmens angespornt, entsandte Frankreich 1687 eine zweite diplomatische Mission. Die Armee von 600 Franzosen, die 1687 auf Geheiß von Phaulkon mit 300 Handwerkern eintrafen und König Narai eigentlich zum Schutz gegen die Niederländer sah, waren jederzeit für einen Militärschlag jeder Art gerüstet und somit das größte Hindernis für eine durchgreifende Palastrevolte.

Als König Narai 1688 schwer erkrankte, Phaulkon sich schon als Thronnachfolger sah und alleine nur die französische 600 Mann starke Privatarmee von Phaulkon lautstark unter ihrem General Desfarges durch Ayuthaya marschierte, nahm man, unter der Führung eines gewissen hohen Palastbeamten Phra Phetraja, dem Pflegebruder des Königs, zunächst König Narai in Lopburi, wo er sich am liebsten aufhielt, unter Hausarrest. Phra Phetraja war Befehlshaber des königlichen Elefantenregiments und formierte vorab mit seinem Sohn Luang Surasak im Untergrund eine Gegenpartei zu Phaulkon. Man befürchtete einen Staatsstreich der Franzosen.

Er hält König Narai wochenlang praktisch als Gefangener und reißt die Staatsgeschäfte an sich. Da er nun eindeutig das Ziel verfolgt, König von Siam zu werden, läßt er den zum katholischen Glauben übergetretene Adoptivsohn König Narais, Prinz Phra Piya, der Nachfolger werden sollte, in eine Falle locken und ermorden. Zu diesem Zeitpunkt lebte König Narai noch!

Phaulkon wurde schnell als Landesverräter verhaftet und innerhalb kurzer Zeit in Lop Buri hingerichtet. Nachdem Phaulkon keine Gefahr mehr darstellte, lockt der gerissene Phetraja einige Tage später zwei Brüder König Narai´s, Prinz Chao Fa Apaitot und Prinz Chao Fa Noi, unter einem Vorwand nach Lopburi und ließ sie dort ebenfalls ermorden.

Am 11.Juli 1688 stirbt der große König Narai ohne einen engen Verwandten zu hinterlassen. Phra Phetraja wurde zum König ernannt, und sein oberstes Ziel war, die französischen Truppen des Landes zu verweisen und den Einfluss der Europäer zu beenden.

Er entsendet siamesische Truppen nach Bangkok, um das französische Fort mit einer Übermacht zu belagern. Bangkok war zu dieser Zeit schon eine gut ausgebaute Stadt mit einem wichtigen Zwischenhafen. Die französischen Truppen waren nicht in der Lage, in irgendeiner Form einzugreifen, da alleine das militärische Kräfteverhältnis gegenüber den siamesischen Truppen beängstigend war.

Die französischen Truppen waren gezwungen sich nach Pondicherry zurückzuziehen, und alle Vorrechte der Jesuiten wurden zurückgenommen. Nach einigen Verhandlungen musste zunächst das Fort geschliffen werden, und schließlich mussten alle französischen Truppen Siam verlassen. Phuket

Später jedoch belasteten Spannungen die Beziehungen zwischen den Phuket und den Europäern. Nach dramatischen Ereignissen in Ayuthaya im Jahre1689, in denen den Franzosen landsverräterische Aktivitäten vorgeworfen wurden, und nach denen alle Europäer des Landes verwiesen wurden, kam es zwischen Frankreich und Siam zum Eklat. Aus Rache für die Vorgänge belagerte General Desfarges, der zuvor die französischen Truppen in Ayuthaya kommandiert hatte, Phuket, und forderte eine Wiedergutmachung in Form von Zinn, die die verlorenen Handelsmöglichkeiten in Ayuthaya kompensieren sollte. Darauf ließen die Thais sich nicht ein. Als dem französischen General klar wurde, daß sich noch 70 Europäer in der Gewalt von Ayuthaya befanden, ließ er mit Rücksicht auf das Leben der Geiseln von seinem Vorhaben ab.

Der neue König von Siam wird zweimal gekrönt, einmal in Lopburi und dann in Ayuthaya. Er heiratet eine Tochter und eine Schwester Narais, um auch seine Staatsmacht den Anschein der Kontinuität zu geben. Trotzdem formierte sich eine starke Opposition gegen ihn, die die Berechtigung seiner Herrschaft anzweifeln. Der Königshof wurde in seiner Meinung gespalten.

König Phra Petraja nimmt europäische Missionare als Geiseln und kündigt an, das er sie erst freilassen werde, sobald die siamesische Botschaft in Europa unversehrt zurückkehrt sei. Jeder tote Siamese würde den Tod eines Missionaren bedeuten. Ende des Jahres 1689 kehrt die siamesische Botschaft aus Europa zurück und alle europäische Geiseln werden freigelassen. Der Handel wurde zunächst stark eingeschränkt und anschließend wurden alle Europäer des Landes verwiesen. Dadurch konnten sich China, Indien und arabische Händler weiter im Handel mit Siam etablieren und einige hohe Posten der Europäer einnahmen.

1690 tauchte ein Prinz namens Tam Tien auf, der von sich behauptete ein unehelicher Sohn Königs Narai´s zu sein. Er führt eine Rebellion in der Stadt Nakhon Nayok an, die jedoch niedergeschlagen wird. Tam Tiem wird gefangengenommen und hingerichtet. Ein Jahr später wird eine weitere Rebellion in Khorat ebenfalls niedergeschlagen. König Phra Petraja führt das Land mit harter Hand und kann die Außengrenzen militärisch verstärken. Der deutsche Forscher und Arzt Engelbert Kämpfer, der sich im gleichen Jahr in Ayuthaya aufhielt, bezeichnet die Machtkämpfe als eine "siamesische Eigenart". Er begeistert sich eher für die Metropole des Königreiches.

1698 versuchte Frankreich mit Siam einen neuen Freundschaftsvertrag auszuhandeln, den jedoch König Phra Petraja ablehnt. Die vielen negativen Erfahrungen mit Ausländern führte dazu, dass Ayuthaya sich für lange Zeit von der Außenwelt abschottet. Nur wenigen Europäern war es gestattet kleine Handelsbeziehungen aufrecht zu erhalten. So erfuhr man in Europa auch lange nichts über das Königreich Siam und seiner Weiterentwicklung. Die Europäer verlagerten ihren Handel mehr nach Indien.

König Phra Petraja erkrankt schließlich 1703 schwer und muss nun die selben Erfahrungen machen, die er einst mit König Narai praktizierte. Ein älterer Sohn Petraja´s, Prinz Luang Sorasak, lockt seinen erst 14jährigen Bruder und Thronfolger, Prinz Chao Phra Kwan, sowie zwei Brüder Narais in eine Falle und lässt ihn ermorden. König Petraja ist darüber so empört, dass er trotz seiner schweren Krankheit, kurzum einen entfernten Neffen, Prinz Chao Phra Pijaisurindr, zum Nachfolger ernennt.

Nach dem Tod von König Petraja verzichtet jedoch Pijaisurindr auf den Thron, und übergibt die Königswürde Luang Sorasak. Ob Luang Sorasak ihn drohte, kann nur vermutet werden. Fest steht, dass er ihm jedes Mittel recht war, um seinen Machtanspruch zu verteidigen. Nun kommt ein weiterer Sohn ins Spiel, und zwar Prinz Tras Noi, der den Thron beansprucht. Er kann nur der Ermordung entgehen, indem er schnellstens Mönch wurde. Luang Sorasak schien an alles gedacht zu haben und insbesondere genügend Einfluss. Er lässt sich zum König krönen und wählt den offiziellen Namen Sanpet VIII. Die Siamesen nannten ihn jedoch wegen seiner wilden Sitten, Phra Chao Sua, den Tiger-König.

Doch König Phra Chao Sua war nicht nur ein harter Regent. Er ließ wichtige Bewässerungsarbeiten ausführen und unternahm einen erfolgreichen Feldzug gegen Kambodscha, in dessen Verlauf er Banteay Meas am Golf von Siam einnahm.

Nur sechs Jahre konnte König Phra Chao Sua regieren, ehe er stirbt. Es heißt, dass auch seine Ausschweifungen und ein erhöhter Alkoholkonsum frühzeitig seinen Tod beschleunigte. Nach seinem Tod gibt es diesmal keine Palastrevolte oder Intrigen. Sein Sohn, Prinz Taisra, (Thai Sa) wird offiziell zum Nachfolger ernannt. Auch er ließ sich nicht unbefleckt und ließen einen seiner Rivalen, einen Sohn von Phra Petraja, hinrichten. In der Regierungszeit von König Taisra (1709-1733) wird das Königreich neu stabilisiert. Grenzstreitigkeiten mit Burma zwingen König Taisra zu einem großen Militärapparat. Außenpolitisch hatte der König jedoch kaum Anstrengungen unternommen, um seine Nachbarländer zu konsultieren.

Die Kontakte zu Europa und Japan werden minimiert, und der Handel mit China nimmt zu. Siam exportiert Früchte und Reis nach China. China liefert im Gegenzug Seide, Porzellan und Waffen.

Nach dem Tod von König Taisra wird sein Bruder Boromakot Thronnachfolger. Bevor König Boromakot den Thron besteigen kann, muss er in einem kurzen Bürgerkrieg drei Söhne des verstorbenen Königs Taisras besiegen, die ebenfalls Thronnachfolger werden wollen. Zwei Söhne werden besiegt, ein Sohn flieht ins Mönchsdasein. Es war also wieder einmal eine gewaltsame Thronbesteigung.

In der Regierungszeit von König Boromakot (1733 - 1758) setzten im Königreich zwar neue Machtkämpfe ein, die er jedoch alle gewann. Unter seiner Herrschaft bleibt der Frieden erhalten; zunächst jedenfalls. Seine Regierungszeit wird auch als das "Goldene Zeitalter Ayuthayas" bezeichnet. Immer mehr Künstler, Handwerker, Dichter und Schriftsteller siedelten sich in Ayuthaya an.

Die siamesische Kunst und Literatur hatte in seiner Regierungszeit ihren Höhepunkt, wobei der König auch in der Literatur bewandert war und selber schrieb. Es wurden viele Theaterstücke geschrieben, die sich insbesondere mit dem früheren Leben Buddhas und mit den Jatakas beschäftigten. Auf religiösem Gebiet blüht Siam auf.

Als König Boromakot 1758 verstarb, kam es dann doch zum politischen Skandal. Prinz Utumpon (Uthomphon) wurde zum neuen König ernannt, obwohl er eigentlich nur an zweiter Stelle der Thronfolge stand. An erster Stelle stand sein älterer Bruder Prinz Ekatat. Prinz Ekatat (Ekhathat) war jedoch als zukünftiger Regent zu unbeholfen, so dass bereits König Boromakot ihn bereits zu Lebzeiten angewiesen hatte auf den Thron zu verzichten und Mönch auf Lebenszeit zu werden.

Der neue König Utumpon herrscht mit harter Hand und lässt in den ersten Tagen seiner Herrschaft drei Halbbrüder verhaften und hinrichten. Als Prinz Ekatat nicht Mönch wurde und sogar Anspruch auf den Thron forderte, befürchtete jeder, dass auch er den Tod finden würde. Aber König Utompon schreckte vor einem Brudermord zurück, da beide ein gutes Verhältnis hatten. Er räumt kampflos den Thron für seinen Bruder und wird freiwillig auf Lebzeiten Mönch. Daher erhielt er den Namen Khun Luang Ha Wat (der König, der im Kloster Zuflucht suchte). Er soll nur einige Monate geherrscht haben.

Im Todesjahr des verstorbenen Vaters noch dankte König Utompon ab und zog sich ins Wat Pradu zurück. Prinz Ekatat besteigt den Thron und nimmt den Namen Boromaraja V an. Im Lande herrschte nun weiterhin innerer Friede, der nur durch den Blick zum einstigen Erzfeind Burma getrübt wurde.

In Burma konnte ein gewisser talentierter König Alaungpaya das Reich durch viele militärisch Siege, er eroberte Zentral- und Südburma sowie das laotische Königreich von Luang Prabang, festigen, gründete die Konbaung-Dynastie und konnte eine neue schlagkräftige Armee zusammenstellen, die 1759-1760 Siam angriff. Seine schlagkräftige Armee eroberten die Städte Mergui, Tavoy und Tenasserim, die heute alle zu Südburma gehören. Seine Truppen marschieren ungeschlagen bis nach Ayuthaya vor und belagern die Stadt. König Ekatat wusste, dass er nur bedingt der Regentschaft gewachsen war und bittet deshalb seinen jüngeren Bruder Utumpon um Hilfe. Utumpon sollte in dieser schwierigen Lage die Regierungsgeschäfte leiten und die militärische Leitung der Verteidigungskräfte übernehmen.

Utumpon hatte nur kurze Zeit die Aufgaben übernommen, als sich das Schicksal zugunsten Siams wendete. König Alaungpaya hatte sich mit seiner eigenen Kanone schwer verletzte als er sie bediente. Da die Armee ohne seinen Führer nicht weiterkämpfen wollte, wurde der Rückzug befohlen. König Alaungpaya verstarb während des Rückzuges. Nachfolger wird 1760 Alaunsayas Sohn Prinz Manglok

Utumpon ließ die Truppen und Späher zu Burma hin erhöhen, die Befestigungen in der Stadt verstärken und leitete mit seinem Bruder König Ekatat zwei Jahre lang die Regierungsgeschäfte. Da die burmesische Gefahr gebannt schien ging Utompon ins Wat zurück. Von nun an musste König Ekatat für das Schicksal Siams sorgen.

Doch nur ein Jahr später änderten sich auch die Machtverhältnisse in Burma. Der burmesische König Manglok stirbt unter geheimnisvollen Gründen. Nachfolger wird sein Bruder Mongra (eine andere Benennung ist Hsinbyuhin), der nur das Ziel vor Augen hat, Siam zu unterwerfen und das Werk seines Vater fortzusetzen. Ende 1763 erobern die Burmesen wiederum Chiang Mai im Norden des Landes sowie das laotische Fürstentum von Luang Prabang. Da es von Seiten Siams keine Gegenwehr gab, nutzte der burmesische König Mongra die Zeit, um seine Streitkräfte zu verstärken.

1765 beginnen die Burmesen unter ihrem Genral Hsinbyushin einen gewaltigen Feldzug gegen Siam. Zwei Invansionsarmeen drangen mit einer Zangenbewegung von Chiang Mai Richtung Süden und von Burma Richtung Westen gegen Ayuthaya vor. Jede Gegenwehr in Richtung Ayuthaya wurde von den Burmesen gnadenlos vernichtet und weite Teile Siams werden besetzt. Ende des Jahres 1765 greift die burmesische Armee Thonburi (Bangkok) an und erleidet dabei so hohe Verluste, dass eine Belagerung von Ayuthaya verschoben werden muss, da die Truppen in Thonburi gebraucht werden.

Ein gewisser Captain Ponney aus England, der die Siamesen unterstützt, konnte durch taktische Meisterleistungen und einer straffen militärischen Führung die siamesischen Truppen zu Siegen begeistern. Der siamesische König Ekatat jedoch war neidisch auf das hohe Ansehen des Engländers bei seinen Truppen, im Gegensatz zu seinen Fehlleistungen. Als er ihm deshalb eine wichtige unterstützende Rückendeckung nicht gab, konnten die Burmesen innerhalb kurzer Zeit weite Landesteile südlich von Ayuthaya kontrollieren.

1766 drangen die burmesischen Streitkräfte erneut zu den Stadtmauern Ayuthayas vor. Wieder musste der handlungsunfähige König Ekatat seinen Bruder Utumpon um Hilfe bitten. Doch diesmal lehnt Utompon jegliche Verantwortung ab und verweigert jede Hilfe. Die Burmesen hatten indessen ihren Belagerungsring um die Stadt immer enger geschlossen, da die stark befestigte Stadt nicht zu erobern war. Der Untergang Ayuthayas schien besiegelt.

Wenige Wochen nach der Belagerung gelingt es einem General Ekatats, Chao Phaya Taksin, als ein starkes Feuer in einem Stadtteil Ayuthayas ausbricht, mit einer Truppe von etwa 500 Mann den starken Belagerungsring zu durchbrechen und aus Ayuthaya zu fliehen. Er verschanzte sich zunächst mit seinen Soldaten im Raum Chanthaburi, wo die burmesische Besatzungsarmee am schwächsten war. Der junge General schätzte die Lage vor seinem Durchbruch richtig ein: das geschwächte Königreiches mit einem schwachen König an der Spitze und Verrat im Palast führte zur möglichen Zerstörung der Hauptstadt. General Taksin war ein brillanter Taktiker. Sein Vater war Chinese und seine Mutter Siamesin. Sein ursprünglich Name war Hai Hong. Der Name Taksin wurde ihm später verliehen, da er für einige Jahre Gouveneur der Provinz Tak gewesen war.

Der schwache König Ekatat (Ekhathat) bot sogar die Unterwerfung an, doch Mongra wollte den totalen Triumph und verlangte die bedingungslose Kapitulation. Die Lage in der Stadt wurde verzweifelt. König Ekatat bot noch die Unterwerfung an, aber Hsinbyushin wollte den totalen Triumph und verlangte eine bedingungslose Kapitulation. Nach vierzehn Monaten Belagerungszeit konnte die sehr geschwächte und ausgehungerte Stadt durch die Burmesen eingenommen werden. Am 3.April 1767 fiel die Stadt. König Ekatat konnte vor der Eroberung fliehen. (Nach einer anderen Version soll er getötet worden sein).

Da Prinz Mongra jedoch auch wusste, dass einige Teile Siams unkontrollierbar waren und siamesische Truppenteile aus Ayuthaya fliehen konnten, wollte er kein Risiko eingehen, und zugleich dem Feind eine furchtbare Demonstration hinterlassen. Sein Ziel war es nicht, Siam zum Vasallen zu machen, sondern Siam für lange Zeit zu zerstören.

Er ließ Ayuthaya bis auf die Grundmauern zerstören, ausplündern und verbrennen. Dadurch vernichtete er das größte Kulturgut Siams. Tempel, Paläste, Kunstschätze, alte Schriftrollen und ganze Bibliotheken wurden vernichtet. Damit war das politische und kulturelle Zentrum der Thais vernichtet. Nach einer Chronik gingen u.a. fast 90% aller juristische Schriften, der Literatur und Geschichte verloren.. Auf seinem Rückmarsch ließ er alles töten, was sich in seinem Weg stellte. Über 100.000 Thais kamen in Gefangenschaft nach Burma, darunter auch Utumpon.

Ayuthaya war von 1350 bis 1767, über 400 Jahre lang, die Hauptstadt Siams gewesen und brachte insgesamt 33 Könige hervor. Es war nicht alleine das militärische Geschick der Burmesen und die lange Belagerungszeit, die am Ende für die Niederlage Ayuthayas sorgten. Es war auch der Niedergang des siamesischen Königshauses. Rivalisierende Prinzen intrigierten und kämpften um die Macht, und König Ekatat war derart entschlusslos, dass er keinen Beeinflussung darauf hatte. So wird noch immer angenommen, dass das sehr stark befestigte Ayuthaya verraten wurde, und eine der Fraktionen dem Feind ein Tor öffnete.

Den Fall Ayuthayas haben die Thais den Burmesen bis heute nicht verziehen. Das Gold von Ayuthaya, so heißt es, bedeckt seitdem die Shwedagon-Pagode in Rangoon. Der Fall Ayuthayas ist heute noch für die Thais ein Trauma. Viele Jahrhunderte thailändischer Kultur und unzählige, unersetzbare Schriften gingen für immer verloren.

Die Burmesen ließen nur eine kleine Belagerungsarmee zurück und wiegten sich in Sicherheit, da Ayuthaya vollkommen und weite Teile Siams zerstört waren, und Tod und Zerstörung auf dem Rückmarsch der burmesischen Truppen herrschte.

Die Lage in Siam war chaotisch. Der Untergang machte sich breit. Mehrere Teilbereiche entstanden und Provinzgouverneure machten sich selbständig. Das Land schien unregierbar geworden zu sein.

In der Zwischenzeit formierte der dynamische Taksin seine 500-Mann Armee versteckt im östlichen Siam. Zunächst verbündet er sich mit dem Gouverneur der Provinz Chonburi, doch bricht zwischen beiden Männern ein Führungsneid aus. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, die Taksin gewinnt. Aus diesem Umstand heraus wird Taksin Herrscher über die Provinz. Nun stoßen immer mehr Thais, aber auch Chinesen aus Thonburi, und versprengte Soldaten zu Taksin vor und verstärken somit die Provinz und seine Armee.

Innerhalb kurzer Zeit stellte er eine neue schlagkräftige Armee und Flotte auf, mit der er sieben Monate später nach dem Fall Ayuthayas dort zurück segelte und die zurückgebliebene Belagerungsarmee total aufreiben konnte. Das zerstörte Ayuthaya war wieder in siamesischer Hand. Der burmesische Gouverneur wurde hingerichtet. Taksin kam aber auch zugute, dass Burma zur gleichen Zeit von einer chinesischen Invasion bedroht wurde.

Nach dem Sieg beschloss er aus strategischen Gründen, die Hauptstadt zu verlegen und Ayuthaya nicht wieder aufzubauen. Sie sollte näher zum Meer liegen und damit bei einem erneuten Angriff der Burmesen auch leichter zu verteidigen zu sein. Auch sollte der notwendige Außenhandel dadurch erleichtert werden.

Taksin entschied sich für den schon lange bestehenden Außenhandelsposten Thonburi (Bangkok), der in der Regierungszeit Königs Chakrapats (1548-1568) erbaut wurde, dass einst von den Franzosen mit Befestigungsanlagen ausgestattet wurde, die er nun nutzen konnte. Es dort auch ein Fort, von dem aus Eisenketten zur anderen Flußseite gespannt werden konnten, um feindliche Schiff zurückzuhalten. Zum weiteren Ausbau Thonburis wurde Ayuthaya als Vorbild genommen, und der neue Herrscher bekam Unterstützung der dort ansässigen wohlhabenden und einflussreichen chinesischen Kaufleuten. Taksin wurde 1768 de facto zum König.

Nun musste er im nächsten Schritt das Königreich stabilisieren, um einen erneuten burmesischen Angriff widerstehen und das Königreich halten zu können. An verschiedenen Provinzen forderten abenteuerliche Charaktere ebenfalls die Herrschaft über das zerschlagene Siam. Er lässt Siam zunächst in fünf Teilreiche aufsplittern, mit je einem regionalen Führer, um es schneller stabilisieren zu können.

1768 kommt es zum innenpolitischen Eklat, als sich der Priester-König von Fang, der Herrscher über Nordsiam, sich gegen Taksin stellt. Der König marschiert daraufhin mit großen Truppenteilen zunächst in Khorat ein und kontrolliert somit sämtliche Teile von Siam, außer die nördlichen Provinzen. Erst 1775 wird Chiang Mai, aber auch Nan erobert. Der König hatte aber nicht nur wieder für Ruhe und Ordnung zu sorgen, sondern musste insbesondere seit dem Fall Ayuthayas eine Zersplitterung des Königreiches in viele Fürstentümer und Einzelprovinzen entgegnen. Zudem musste er mit einem Einfall der Burmesen rechnen.

Seine Truppen sind so weit erstarkt, dass er sich auch militärische Operationen in Kambodscha leisten kann, dass zum Streitobjekt zwischen Siam und Vietnam wurde.

Es herrschte Chaos, Korruption, Kämpfe und Schmuggel. Deshalb führte er das Land mit harter Hand, und es wurden schwere Strafen bei Störungen von Recht und Ordnung verhängt. Ungehorsam und militärisches versagen von Offizieren wurde strengstens verfolgt. Hinrichtungen waren immer möglich. Dadurch schaffte er sich im Vorfeld auch viele Feinde.

Nachdem Taksin Chiang Mai wieder zurückerobert hatte, marschierten auch kurze Zeit danach die Burmesen in Siam ein. Die Burmesen hatten zahlreiche Städte in Nordthailand erobern können. Der König gelang es aber nicht nur die Autorität der Zentralgewalt wiederherzustellen, sondern auch die Grenzen zu Burma soweit zu festigen, dass die Burmesen zurückgedrängt werden konnten und erneute burmesische Angriffe im Keim erstickt wurden. Dabei unterstüzten ihm insbesondere seine beiden Brüder, General Chao Phya Chakri und General Chao Phya Sarasih.

Bis 1769 war das Territorium Thailands der Ayuthaya-Zeit im wesentlichen wieder vereint. Im Jahre 1774 gelang es ihm, Chieang Mai, Phrae und Nan zur Anerkennung der thailändischen Oberhoheit zu bringen. 1775 wurde Lanna wieder im Königreich einverleibt.

1776 versuchten die Burmesen erneut, dass verhasste Siam zu erobern und hatten dabei auch beträchtliche Anfangserfolge. So gelingt es ihnen Sukhothai und Phitsanulok einzunehmen. Die Streitmacht der Burmesen ist groß genug, um das neu aufgebaute Siam in seinen Grundfesten zu erschüttern. Nun spielt wieder das Schicksal zugunsten Siams mit. Es wird in Burma ein neuer König gewählt, der allerdings keine Ambitionen gegenüber Feldzügen hat und seine Truppen aus Siam zurückbeordert.

Gerade noch der äußeren Gefahr entronnen, rebelliert wieder die Bevölkerung von Khorat. Um den inneren Frieden aufrecht zu erhalten, schickt König Taksin seinen fähigen General Chakri, um den Aufstand niederzuschlagen. General Chakri hat binnen kurzer Zeit die Kontrolle über den Khorat wiedererlangt und erhält zur Belohnung den Adelstitel Chao Phaya verliehen.

1777 wurde das südlaotische Königreich Campasak erobert, kurz darauf unterstellten sich auch Luong Phra Bang und Vientiane thailändischer Oberhoheit. Sie blieben Vasallenstaaten Thailands bis zu ihrer Annexion durch Frankreich im Jahre 1893.

1778 drang man in Vientiane ein, und die Stadt wurde nach fünfmonatiger Belagrung erobert. Der König von Laos, Ong Boun, wurde abgesetzt und in die Verbannung geschickt. Unter der eroberten Beute war auch der Smaragd-Buddha. Kambodscha wurde wieder Vasallenstaat von Siam.

Mit Hilfe seiner fähigen Generäle konnte König Taksin so bis zum Ende seiner Herrschaft im Jahre 1782 nicht nur burmesische Angriffe abwehren, sondern sogar ganz Siam von der burmesischen Herrschaft befreien.

1781 bricht in Kambodscha eine Rebellion aus, worauf König Taksin starke Truppenverbände zu ihrer Unterdrückung schickt. Die Truppen wurden von General Chakri geführt. Zu dieser Zeit war die Herrschaft Taksins von der Öffentlichkeit schon in Frage gestellt worden. General Chakri erreichte die Nachricht, dass von einem Offizier, Phraya Sankhaburi, eine Rebellion gegen Taksin geplant sei.

Die Herrschaft von König Taksin dauerte zwar deshalb nur bis 1782, da er sich in seiner Persönlichkeit immer mehr veränderte. Es wird angenommen, dass er durch den großen Druck der vielen Kriege erst exzentrisch und grausam wurde. Als er sich zum Bodhisattva, zum zukünftigen Buddha, ernennen wollte und nicht hörige Mönche verprügeln ließ, formierte sich eine immer mehr stärkere Abwehr gegen ihm. Noch schützte ihn seine Heldentaten für das Land und seine einflussreichen Brüder. Doch bald litt er sogar unter Verfolgungswahn und zwang seine Familie und viele Beamte am Hof sich für Verbrechen zu bekennen, die sie nie begangen hatten. Willkürliche Hinrichtungen für geringste Vergehen setzten seine Umgebung in Schrecken.

1782 kam es unter der Führung eines gewissen Hofbeamten mit dem Namen Phraya Sankhaburi zum Aufstand und König Taksin wurde unter Arrest gestellt. General Chakri hörte von der Rebellion und eilte von seinem Feldzug aus Kambodscha nach Thonburi zurück. Sein Ziel war allerdings nicht den amtierenden König zu befreien, sondern bekam genügend Informationen aller bisherigen Umstände, die in einem Rat der Generäle ausdiskutiert werden mussten.

Der Rat und einflussreiche Palastbeamte unter der Führung von Phraya Sankhaburi beschlossen den Rücktritt und die Hinrichtung Taksin, um einen Bürgerkrieg zu vermeiden. König Taksin versuchte noch sein Leben zu retten, indem er seine Fehler zugab, sein Amt zur Verfügung stehlen wollte und zukünftig sich als Mönch im Kloster zurückziehen wollte. Es half jedoch nicht. Die Hinrichtung wurde, auf Verlangen der Berater General Chakris, am 6.April 1782 vollstreckt. Später wurde viele Anhänger Taksins ebenfalls hingerichtet. Taksin starb nach der Hinrichtungsart, die nur Personen königlichen Standes vorbehalten war. Da deren Blut nicht vergossen werden durfte, nähte man sie in einen Sack ein und ließ sie mit einem Sandelholzknüppel zu Tode prügeln.

Am Hinrichtungstag bot Phya San General Chao Phya Chakri den Thron an. General Chakri wurde am gleichen Tag zum König ernannt. Es ist die Geburtsstunde der Chakri-Dynastie, die bis heute den thailändischen Thron besetzt, und das Ende der Ayuthaya-Dynastie. General Chakri wird unter den Namen Rama I zukünftig herrschen. Noch heute wird dieser Tag als Chakri-Tag begangen, an dem die gleichnamige Dynastie begründet wurde.

1784 wurde König Taksin erst nachträglich durch ein großes königliches Beisetzungszeremoniell geehrt.

Bildnachweis:
  • König Taksin: wikipedia

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Schlüsselwörter: Thailand | Siam | Ayuthaya | Südostasien
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