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Sonstiges: Gesundheit

Männer, denkt an das Risiko eines Prostata-Karzinoms

Ein eigener Erlebnisbericht soll die männlichen Leser aufhorchen lassen und für die Eigenverantwortung ihrer Gesundheitsbewahrung sensibilisieren. Das Prostata-Karzinom ist die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung bei Männern. In Deutschland soll es etwa 50.000 Erkrankungsfälle pro Jahr geben. Wie bei den meisten Krebserkrankungen ist auch hier das Frühstadium zumeist völlig symptomlos. Die Erkrankung wird somit anfänglich gar nicht wahr genommen.

Die Vorsteherdrüse (= Prostata) liegt unterhalb der Harnblase und wiegt lediglich etwa 60 Gramm. Sie produziert die flüssigen Bestandteile des Spermas. Sie enthält also Drüsenzellen, die ziemlich aktiv sind.Alle sehr aktiven Zellen des Körpers müssen besonders häufig regeneriert werden. Dabei können abartige, mithin bösartige Zellen spontan entstehen. So auch in der Prostata. Diese krankhaften, abartigen Zellen vermehren sich stark. Es wächst ein Karzinom heran.

Ein so betroffener Mann merkt davon überhaupt nichts. Völlig unbeeinträchtigt sind seine Penis-Erektionen, seine Sperma-Ejakulationen und ebenso die Funktionen des Wasserlassens. Die gesamte körperliche Befindlichkeit ist wie eh und je normal. Jede Prostata ist von einer bindegewebigen Kapsel umhüllt. Bösartige Zellvermehrungen innerhalb der Kapsel zählen zu den frühen Karzinom-Stadien. Durchsetzen und durchdringen aber die Tumorzellen die Kapsel und wachsen sie darüber hinaus in die Umgebung, dann liegt ein fortgeschrittenes Karzinom-Stadium vor.

Tumorzellen werden in die regionalen Lymphknoten und über den Blutweg sogar in irgendwelche Knochen ausschwemmen (= Metastasierung). Sie wachsen und vermehren sich dort so rasant, daß ihr neuer Besiedelungsort zerstört wird. Erst jetzt treten wahrnehmbare, mannigfaltige Beschwerden auf, die zur Vorstellung beim Urologen zwingen; meistens längst zu spät.

Bei all dem Übel dieser unheimlichen Krankheit gibt es allerdings eine Chance der Früherkennung. In der Prostata wird nämlich eine biochemische Substanz gebildet, die auch im Blut nachweisbar ist. Sie heißt PSA = prostataspezifisches Antigen.Bei gesunden Männern liegt der Laborwert im so genannten Normalbereich. Treten allerdings die ersten bösartigen Zellen in der Prostata auf, erhöht sich allmählich der PSA-Wert im Blut.

Locker gesagt: jeder Mann ist doch wohl von sich selbst überzeugt, ein toller Kerl zu sein; ich auch. Doch eines Tages hatte ich, nur mal so aus einer Laune heraus und trotz völligen Wohlbefindens, den PSA-Blutwert bestimmen lassen. Als ich kurz darauf den Laborbericht in den Händen hielt und nahezu hypnotisch auf den deutlich erhöhten PSA-Wert starrte, war ich schlagartig überhaupt kein toller Kerl mehr; eher ein blasser Typ mit zittrig weichen Knieen.

Die weitere Diagnostik bestätigte den Zufallsbefund: Prostata-Karzinom im intrakapsulären Frühstadium. Umgehende operative Behandlung (= Prostatektomie) führt in solchen Fällen zu höchst wahrscheinlicher dauernder Heilung, d.h., zu kaum verkürzter Lebenserwartung. Unbehandelt ist hingegen ein siechendes Sterben unausweichlich.Also, liebe gesunden und sich wohl fühlenden Leser, seien Sie angesprochen. Auch wenn Sie sich für knackig gut drauf halten, lassen Sie dennoch gelegentlich Ihren PSA-Blutwert kontrollieren. Das gilt insbesondere für Männer ab dem 50. Lebensjahr.

Die Frage, warum ein bestimmter Mann ein Prostata-Karzinom bekommt und ein anderer hingegen nicht, kann niemand beantworten. Eine effektive Vorbeugung hiergegen, etwa abgeleitet aus bestimmten Verhaltensweisen der alltäglichen Lebensführung, gibt es nicht. Wir alle, Sie und ich im dargestellten Beispiel, unterliegen den gleichen biologischen Risiken.

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Schlüsselwörter: Mann | Männer | Prostata | Karzinom | Prostata-Karzinom | Krankheit
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