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Technik: Sonstiges

Hephaistos und seine Roboter

Die Legende der mechanischen Dienerinnen

Talos der Riese
Talos der Riese
Hephaistos ist in der griechischen Mythologie der Gott des Feuers und gehörte zu den zwölf olympischen Gottheiten. Altgriechische Historiker gaben ihn auch andere Namen wie Gott der Schmiedekunst, Gott der Mechanik und Vater der Automaten. Er war wohl genialer Erfinder, Schmied, Ingenieur und Techniker zugleich, stellte nicht nur göttliche Waffen und Rüstungen her, sondern auch viele mechanische Vorrichtungen, göttliche Gebrauchsgegenstände und Roboter. Berühmt ist sein grosser metallener Roboter Talos, der die Insel Kreta bewachen sollte.

Nach der Legende umkreiste er dreimal täglich die Insel und warf Steine auf alle Schiffe, die sich näherten. Auch konnte er sich so erhitzen, das er umarmte Feinde verbrennen konnte. Ein von Kopf bis zur Ferse reichender Blutkanal soll ihn lebendig gemacht haben. Als Prometheus von Zeus bestraft wurde, musste Hephaistos eine schwere Kette schmieden, um ihn an einer Wand im Kaukasus zu ketten. Doch Zeus strafte ihn noch mehr, den der eherne mechanische Adler Ethos, der ebenfalls von Hephaistos gebaut wurde, flog jeden Tag zum unsterblichen Prometheus, um ihn unter grosse Schmerzen die Leber anzufressen, die sich Nachts wieder erneuerte. Dies sind bekanntesten mechanischen Roboter in der griechischen Mythologie.

Dinon von Kolophon war ein antiker griechischer Geschichtsschreiber, und berichtete von einer seltsamen Expedition nach Kolchis: …wahrlich die alten Götter haben uns verlassen…die Leute erzähle die Geschichte das einst König Pharnabazos II eine Expedition nach Kolchis schickte…es hieß, die Schmiede des Erichthonios ( Sohn des Hephaistos) sei in einem Berg verlassen und der König erhoffte sich göttlich Waffen zu finden…nur zwei Soldaten kehrten zurück und starben bald…sie erzählten mit Schaudern, das eiserne Diener mit 4 Schwertern und Feuer die Schmiede bewachten…dann stürzte der Berg in sich zusammen...

Ktesibios soll über wundersame bewegende Dienerinnen geschrieben haben, doch dies zum Schluss. Sein gelehriger Schüler Philon von Byzanz, war ein griechischer Erfinder und Konstrukteur und schrieb insgesamt 9 Bücher, die sich auch mit Mechanik, Pneumatik und Vakuum beschäftigte, aber auch mit Kriegswaffen und kurzen Abhandlungen göttlicher Waffen. Auch wenn manches ausgeschmückt scheint, so ist es doch interessant, wie er sich diese Roboter vorstellte oder irgendeine Quelle oder Schriftrolle fand: … das kleine Serapeum (von Alexandria) besitzt wertvollere Schriften als die grosse Bibliothek (von Alexandria)… Talos war 15 Ellen gross, der Körper war aus Kupfer, sein Schild aus Bronze...sein Blut war so heiss, das er jede Stunde wie ein Geysir atmete (Dampf ?), an seine Ferse war ein Tor (Öffnung ?), das sein Blut bewahrte, er ging nicht schnell, und ein Schleuder (Katapult) könnte ihn bändigen…sein Geheimnis waren seine Augen, die nicht selber sahen (?), aber die Schriften sind unvollständig...…Ethos hatte die Gabe zu fliegen…sein Kopf und seine Grösse die eines Berggeiers…wie die Eule der Athene verstand niemand den komplizierten Mechanismus...

Hatte Philon von Byzanz alte Schriftrollen oder sogar Bau-Pläne gefunden, von wem waren sie oder waren es sogar Hinterlassenschaften der Götter ? Vielleicht hat er sich auch nur eigene Gedanken gemacht, aber irgend etwas muss er gesehen oder gelesen haben, um sich damit zu beschäftigen und dies so zu beschreiben..

Die Legende der goldenen mechanischen Dienerinnen, die Hephaistos baute sind schon den alten Griechen bekannt gewesen. Sie sollen sich wie Menschen bewegt haben und dürften folglich mehr Androiden als Roboter gewesen sein. Als Androide bezeichnet man einen Roboter, der einem Menschen täuschend ähnlich sieht. Ob es nun nur Phantasie war oder ein wissenschaftlicher Versuch, solche wundersamen mechanischen Figuren zu erklären, oder er sogar alten Schriften mit mechanischen Bauplänen sah, das weiss niemand, aber Ktesibios, der als geschickter Mechaniker und Techniker bezeichnet wird, schrieb dazu:

...Ein Wunderwerk des alten Gottes (Hephaistos) ist die menschliche Figur. Für die Bewegung benötigt man eine Vielzahl von Zahnräder verschiedener Grössen und Gewichte, feste und flüssig Fallgewichte aus Metall, und zahlreiche Spannfedern mit Schnüren verbunden…die Mechanik gibt den Antrieb, das ein Diener einen Tag in Bewegung ist, dann muss die ganze Mechanik neu gesetzt werden an 9 Punkten mit einen Schlüssel...

…der bewegende Kopf aus Bernstein und Kupfer hat eine eigene Sprache mit wenigen Worten beim ersten Mal, beim zweiten Mal sind es schon mehr Worte, als hätte es Verstand, seine Augen aus Bernstein schauen einen nach, und flüssiges Silber (Quecksilber) nährt den Verstand des Kopfes…ein Menschenleben reicht nicht aus, die Mechanik im Kopf zu deuten…deshalb ruht es hier unten, damit es niemand hört…(?)

Hat Ktesibios vielleicht sogar die Überreste eines Roboters gesehen ? Gewiss ist vieles spekulativ, aber das sich schon in der Antike begabte Köpfe mit der Mechanik von Robotern beschäftigt haben, kann ja nur zur Schlussfolgerung führen, das man sich anscheinend auch mit dem (Nach-) Bau solcher mechanischen (göttlichen) Figuren in einem kleinen Kreis begabter Mechaniker ernsthaft beschäftigte, auch wenn der Beweis fehlt, das ein Bau erfolgreich war. Was mögen das wohl für Schriftrollen gewesen sein, doch Hinterlassenschaften von Göttern ?

Bildnachweis:
  • Talos der Riese: wikipedia

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Schlüsselwörter: Hephaistos | Roboter | Android | Götter
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