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Wirtschaft & Finanzen: Asien

Vietnam - Freihandelsabkommen mit Eurasischer Wirtschaftsunion

Russland wird Partner in Energie & Wirtschaft

Ho Chi Minh City-Wirtschaftszentrum
Ho Chi Minh City-Wirtschaftszentrum
Am 1.Januar 2015 wurde die ehemaligen Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft umbenannt in Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU). Das Gründungsabkommen wurde am 29. Mai 2014 von zunächst von Kasachstan, Russland und Weißrussland unterzeichnet, danach folgte Armenien und Kirgisistan. Wie auch bei der Europäischhen Union ist auch das Ziel der EAWU, den Austausch von Waren, Kapital, Dienstleistungen und Arbeit untern den Mitgliedsländern zu erleichtern und, nach dem Vorbild der Europäischen Union, Teile ihrer Wirtschaftspolitik zu koordinieren.

Auf der Basis von vorherigen Partnerschaften und politischen Zusammenarbeiten einzelner GUS-Staaten, werden weitere Staaten als mögliche Beitrittskandidaten gehandelt. Hierzu gehören Tadschikistan, die Mongolei und Usbekistan. Weitere Staaten haben ihr Interesse bekundet.

Vietnam wird Mitglied

Um seinen Außenhandel zu stärken, plant Vietnam auch mit der Europäischen Union ein Freihandelsabkommen zu vereinbaren. Am 23. Januar 2015 hatte man in Brüssel in der elften und letzten Verhandlungsrunde noch mal alle Punkte besprochen. Vietnam ist ein wirtschaftlich aufstrebenes Land, das sich mit solchen Vereinbarungen ein höheres Wirtschaftswachsum anstrebt, auch um das Land weiter zu modernisieren und die Armut zu bekämpfen.

Als nächsten Schritt hat die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) und Vietnam ebenfalls Fortschritte auf dem Weg zu einem Freihandelsabkommen erzielt. Traditionsgemäß haben Vietnam und Russland schon seid vielen Jahre gepflegte Wirtschaftsbeziehungen. Der russische Premierminister Dmitri Medwedew, sagte dazu der russischen Nachrichtenagentur Tass, dass die grundlegenden Fragen nun geklärt seien und ein möglicher Abschluss sogar noch in diesem Halbjahr möglich sein könnte, was auch der vietnamesische Premier Nguyen Tan Dung bestätigte. Dies müsse nur noch mit den bisherigen Mitgliedern

Nach Unterzeichnung des Freihandelsabkommen wollen Russland und Vietnam ihre Zusammenarbeit im Öl- und Gassektor, in der Atomenergie und im militärtechnischen Bereich bei der Modernisierung der vietnamesischen Marine weiter vertiefen, sagte Medwedew. So plant Vietnam ein Atomkraftwerk mit Hilfe Russlands zu bauen, auch um sich gegenüber den Wirtschaftsriesen China unabhängiger zu machen, aber auch herkömmliche Kraftwerke sollen modernisiert werden, wobei sich Russland an die einzige Öl-Raffinerie des Landes, der PetroVietnamt-Öl-Raffinerie zu 49% beteiligt und investiert. Das geplante Handelsvolumen zwischen der Eurasische Wirtschaftsunion und Vietnam soll bis 2020 auf zehn Milliarden US-Dollar nahezu verdreifacht werden.

Insgesamt öffnet sich Vietnam immer mehr und verhandelt derzeit noch mit drei weiteren Freihandelsabkommen: mit der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA), mit Süd-Korea (Rep.) sowie über einen Beitritt zum multilateralen Trans-Pacific Strategic Economic Partnership (TPP), dem auch die USA beitreten wollen. Durch diese Freihandelspolitik möchte Vietnam seine Exporte fördern und mehr ausländische Investitionen anlocken, um gegenüber anderen südostasiatischen Ländern nicht den Anschluss zu verlieren und den inländischen Binnenmarkt zu beleben, um das Wirtschaftswachstum weiter zu fördern.

Bildnachweis:
  • Ho Chi Minh City-Wirtschaftszentrum: wikipedia

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Schlüsselwörter: Vietnam | Südostasien | Russland | Freihandelsabkommen | Eurasische Wirtschaftsgemeinschaft
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