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Sonstiges: Kultur & Religion

Ladakh - das alte Kloster Samye

Legenden über mechanische Geräte und Schriften

Kloster Samye
Kloster Samye
Das erste und älteste buddhistische Kloster Tibets hat nicht nur den ungewöhnlichen Namen Samye, was übersetzt Über alle gedankliche Vorstellung Hinausgehende bedeutet, sondern auch eine über 1.200 Jahren bewegende Geschichte hinter sich. Da bleibt es nicht aus, das sich in dieser langen Zeit auch Aberglauben, Geheimnisse, Legenden und Volksglauben vermischten, so das das kleine und unscheinbare Samye genauso von einem Mysterium umhüllt ist wie zum Beispiel die Tempelanlage Angkor in Kambodscha. Es gibt alte Legenden über den einen der Gründer, dem legendären Padmasambhava, die trotz der Kulturrevolution in Volkssagen überlebten.

Kurze Daten über das Klosters

Ich hatte schon im Beitrag Ladakh - die Suche nach Nagas erwähnt, das ein gewisser Padmasambhava den Buddhismus als Staatsreligion in Tibet verbreitete, und zusammen mit dem indischen Philosophen Shantarakshita, im Jahr 775 Samye als das erste buddhistische Kloster Tibets gründete, das bis heute existiert. Weil es Widerstände im Adel gab, wurde der erste Tempel ausserhalb von Lhasa gebaut. Shantarakshita war auch Abt der berühmten indischen Klosteruniversität Nalanda und anerkannter Gelehrter des Mahayana-Buddhismus. Er holte auch seinen besten Schüler und Übersetzer Kamalashila nach Tibet, um eine Schriften-Bibliothek aufzubauen. Von 792 bis 794 gab es hier eine Zusammenkunft von Vertretern indischer und chinesischer Ausrichtungen des Buddhismus, das als das Konzil von Samye bekannt ist. Im Laufe der Jahrhunderte und Ereignisse nahm die Bedeutung von Samye jedoch wieder ab. Während der chinesischen Kulturrevolution von 1966–1976 wurde Samye wie viele andere tibetischen Klöster nicht nur geplündert, sondern es wurden auch alte Schriften und Kulturgüter von unschätzbarem Wert geraubt und zerstört. Erst Ende der achtziger Jahre wurde das Kloster restauriert und erneut eingeweiht, doch keiner weiss bis heute genau, wie gross der Verlust der alten Bibliothek und deren Kulturgegenstände war, welche auch sehr wertvolle Aufzeichnungen und Hinterlassenschaften des Padmasambhava enthielten. Seit 1996 steht das Kloster auf der Liste der Denkmäler der Volksrepublik China.

Es gab einige bemerkenswerte, wenn auch nur lückenhafte Überlieferungen, das Padmasambhava neben seine vielen philosophischen und religiösen Schriften auch Aufzeichnungen über Astrologie, heilende Kräuterkunde, höhere Mathematik, richtige Meditation, bewegende Mechanik und historische Gegebenheiten gemacht haben soll. Wissenschaftliche Abhandlungen nannte er Diskussions-Schriften, die er in Sanskrit schrieb, aber nicht alles ins Tibetanische übersetzen ließ. Im vorherigen Beitrag hatte ich schon darauf hingewiesen, das er im Volksglauben der einfachen Menschen nicht nur ein heiliger Mann, sondern auch ein Zauberer war, der Wunderdinge konnte und tantrische Kräfte besessen haben soll. Seine mechanischen Apparaturen wurden von Eingeweihten bewundert, vom einfachen Volk als Zauber empfunden. Ausschmückungen in folgenden wenigen Überlieferungen sind daher sicher nicht auszuschließen:

Die mechanischen Apparaturen des Padmasambhava

Es muss eine besonderen Raum gegeben haben, einen heiligen Raum oder vielleicht eine Art Werkstatt, worin mechanische Apparaturen und eine private Bibliothek gewesen sein muss...

Der bettelnde Mönch (ein Roboter ?)

…betritt man die Türschwelle des heiligen Raumes erwacht die Figur, das Abbild eines Mönchs…es hebt die Almosenschale in den Händen nach oben...wirft man eine Münze herein, dankte die Figur, verneigt den Kopf, schaut einen an und ein leises Gebet kommt aus dem Mund…sein Gesicht schien aus Wachs und seine Augen bewegten sich…aus der Ferne sah das Werk des Meisters wie ein Mensch aus…manchmal schien es zu reden und machte seltsame Geräusche, doch keiner verstand es…Nachts war es in einem Zimmer, und es schien zu sprechen, doch muss es eine Illusion sein...

Die bewegende Schreibfeder ( ? )

…auf einem Tisch war ein seltsames metallendes Kästchen befestigt, das heilige vedische Zeichen trug…in der Mitte war ein Loch und darin eine Schreibfeder befestigt und darunter Papier...man konnte sie bewegen, von einer Seite zur anderen, um zu schreiben, aber nicht im Kasten das Wunder betrachten…es hatte die Kunst, das Geschriebene neu zu schreiben…schrieb man von links nach rechts ein Gebet bis zum Ende, stellte sich die Schreibfeder aufrecht…dann nahm man das Papier heraus und wie von Zauberkraft, schrieb sie das selbe wieder…und niemand sah den Unterschied, was zuerst geschrieben wurde…ein Geheimnis, das aus Tausend Teilen bestünde, erklärte der Meister...doch keiner konnte es verstehen...

Die Muschel die tauchen konnte (eine Taucherglocke ?)

…mit seiner Muschel konnte der Meister die Fisch besuchen…er legte sich rein und die Muschel verschloss sich...durch zwei Augen konnte er sehen…atmete die Muschel aus, bewegte sie sich geschwind...wollte er in die Tiefe, das nahm er grosse Perlen mit, wollte er nach oben, spuckte die Muschel die Perlen wieder aus...

Die (astronomische) Quecksilber-Uhr (Messgerät ?)

Auch eine Quecksilber-Uhr soll er konstruiert haben, aber es ist nicht genau überliefert welche genaue Funktion sie hatte…zwei Walzen drehten sich und jede hat eine Kerbe…die eine schnell in beiden Richtungen, dadurch ging das Mondsilber (Quecksilber) in die zweite Walze durch die erste Wand von 12…die drehte sich kaum…aber genau nach einem Tag war die 12.Wand gefüllt...drehte sich die grosse Walze um sich selbst und beide Kerben waren wieder vereint…

Weiterhin wird überliefert, das er Sternen-Gläser (Fernrohr ?) besaß, die Sterne beobachtete und Horoskope anfertigte…

Weiterhin wird überliefert, das er grosse ayurvedische Kenntnisse hatte, und sich in der Kräuterkunde gut auskannte... Es ist nicht beweisen, aber in seiner persönlichen Bibliothek oder in einem bestimmten Teil der Kloster-Bibliothek sollen sich umfangreiche religiöse Schriften der Veda befunden haben, ebenso wissenschaftliche Werke, die Vedangas sowie Abhandlungen und Zeichnungen des Mahabharata. Der Hauptteil der Klosterbibliothek hatte jedoch buddhistische und religiöse übersetzte Schriften, die ursprünglich aus der indischen buddhistischen Bibliothek Nalanda kamen. Seine Diskussions-Schriften soll er nur mit seine besten Schülern besprochen haben, es waren religiöse und wissenschaftliche Abhandlungen, wer weiss man leider nicht mehr.

Hier kann man nur bedauern, erahnen und spekulieren, was wohl die Kulturrevolution alles vernichtet und geplündert hat, aber die Person Padmasambhava, die eigentlich nur der Religion verbunden sein sollte, erinnert auch ein wenig an europäische Mönche, die ebenfalls alte Schriften studierten und sich auch mit mechanischen Apparaturen beschäftigten und geheime Wissenschaften betrieben, wie u.a. Allessandro della Spina, Albertus Magnus oder Roger Bacon. So passt am Ende der Name des Klosters Samye..Über alle gedankliche Vorstellung Hinausgehende bedeutet…Zufall das Padmasambhava diesen Namen nahm ?...

Bildnachweis:
  • Kloster Samye: wikipedia

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Schlüsselwörter: Ladakh | Himalaya | Kloster Samye | Roboter | Geheimwissen
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