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Wissenschaft: Weltraum

Gammablitze - so fern gefährlich

Ursache für Massensterben in Urzeit ?

Gammablitz im Weltraum
Gammablitz im Weltraum
In der heutigen Weltraumforschung beobachten und lernen wir jeden Tag was Neues, müssen unsere bisherigen Ansichten über Galaxien, Phänomene im All, das Alter des Universums und anknüpfende Wissenschaften oft korrigieren und ergänzen. Das Weltall hat nach den bisherigen uns bekannten Messmethoden eine Ausdehnung von mindestens 78 Milliarden Lichtjahren, besteht aus Milliarden von Sonnensystemen mit Planeten, Monden und eine Vielzahl an Erscheinungen wie Schwarze Löcher oder galaktische Nebel. Wer immer noch der Meinung ist, es gab und gibt kein ausserirdisches Leben, derjenige hat noch immer nicht begriffen, das das Universum ein Lebensraum ist, keine Steinwüste. Der Mensch hat in diesem Zeitalter gerade mal einen Türspalt aufgemacht, um das dahinter liegende grosse Tor zum Weltraum aufstossen zu können.

Wenn die Spezies Mensch, als Gemeinschaft der Erde, und noch ehrgeiziger, in Zusammenarbeit, die Raumfahrt vorantreiben würde, wäre sicher schon die erste Tür zum dahinter liegenden Tor offen. Für die Astrophysik besteht die Herausforderung, auch die Erscheinungen und die für uns noch unerklärlichen Beobachtungen, in und zwischen Galaxien zu erforschen und erklären zu können, wobei sie jeden Tag dazulernt und manche alte Ansicht korrigieren muss. Eines der interessantesten Phänome sind die Gammablitze.

Gammablitze - unvollstellbare Energieexplosionen

Gammablitze sind ein unglaubliches Ereignis im Weltraum, das auch den Planten Erde beeinflusste und beeinflussen kann. Lange Zeit war es physikalisch überhaupt nicht erklärbar, doch durch heutige moderne Weltraumteleskope und die daraus folgenden Messungen haben ergeben, das es ein regelmässiges Ereignis im Rhythmus des Universums zu sein scheint. Messungen haben ergeben, das ein Gammablitz in zehn Sekunden mehr Energie freisetzen kann als die Sonne in Milliarden von Jahren. Die Dauer von Gammablitzen beträgt in der Regel wenige Sekunden bis zu einige Minuten, jedoch gab es schon einzelne Gammablitze die sogar mehrere Wochen glühten. Mit Hilfe des Röntgen-Satelliten BeppoSAX konnte 1997 erstmals festgestellt werden, das Gammablitze nach der Explosion noch nachglühen. Jahre später hat der NASA-Forschungssatellit Swift am 19.März 2008 den bislang hellsten beobachteten Gammablitz beobachtet, der unglaubliche 7,5 Miliarden Lichtjahre von der Erde entfernt war. Bei der Explosion war die Helligkeit um 2,5 Millionen mal größer als bei einer bisher beobachteten Supernova und konnte trotz der riesigen Entfernung sogar mit dem blossen Auge beobachtet werden. Es wird vermutet, das Gammablitze entweder Ursache einer Supernova oder die Verschmelzung von Neutronensternen durch Kollision sind.

Die Folgen eines Gammablitzes

Frühere Studien gingen davon aus, das, in kosmischen Maßstäben, ein naher Gammablitz, der direkt auf die Erde gerichtet ist, wenige oder gar keine Schäden anrichten könnte, weil die gesamte Strahlung in der Atmosphäre absorbiert würde. Heute Weltraumteleskope unterstützen aber eher neue Studien, das ein Gammablitz durchaus in der Lage ist, bis zu schwerwiegende Schäden anzurichten. Die ausgehend Gammastrahlung kann als alles durchdringende elektromagnetische Strahlung oder elektromagnetischen Impuls die Erde treffen und hätte für sämtliche elektrischen Geräte eine nachhaltige bis zu vernichtende Wirkung. Dies nennt man auch EMP (Elektro-Magnetischer-Puls). Selbst wenn die Ozon-Schicht nicht so sehr beschädigt würde, wären die Auswirkungen eines EMP für die gesamte Erde katastrophal, denn sämtliche computergesteuerte elektroniche Systeme würden sofort ausfallen und innerhalb weniger Sekunden eine Apokalypse für die gesamte Menschheit auslösen !

Massensterben auch durch Gammastrahlung ?

Wissenschaftler gehen davon aus, das es seid Milliarden von Jahren Gammablitze gibt, und das man auch auf der Erde Spuren finden müsste, als es die heutige Spezies Mensch noch nicht gab. US-Forscher um Adrian Melott von der University of Kansas hatten die Theorie vorgestellt, dass solch ein Gammablitz vor rund 440-480 Millionen Jahren eine so hohe Konzentration an Gammastrahlen entwickelte, das zum zweitgrößte Artensterben der Geschichte in den Meeren der Erde ausgelöst haben könnte. Die Folgen für das irdische Leben, das zu dieser Zeit hauptsächlich in den Ozeanen vorgekommen sein soll und oberhalb einer Wassertiefe von einem Meter lebten, wären tödlich gewesen. Plankton und andere Lebensformen an der Wasseroberfläche hätten nicht überlebt. Plankton ist und war die Grundlage für die Nahrungskette im Meer, seine weitgehende Zerstörung wäre die Erklärung dafür, das Fossilienfunde aus dieser Zeit ergaben, das 50-60 Prozent aller Arten im Meer innerhalb kurzer Zeit ausgestorben waren.

Untermauert wurde ihre Theorie, indem sie eine Simulations-Software entwickelten, das von der US-Raumfahrtbehörde Nasa unterstützt wurde, und bestätigte, das schon ein kosmisch naher kurzer Gammablitz verheerende Auswirkungen hätte und eine Kettenreaktion auslösen würde. Die Ergebnisse der Simulation ergaben, das nur 10 Sekunden ausreichten schwerste Schäden zu verursachen. Die Strahlung verursacht das die Stickstoffmoleküle in der Atmosphäre in einer ungeheuren Geschwindigkeit in Stickstoffatome aufspaltet, diese mit Sauerstoff reagieren und dabei Stickoxid bilden. Die so entstehende grosse Menge an Stickoxid, zerstört das Ozon, so das das die ultraviolette Strahlung der Sonne die Erdoberfläche fast ungefiltert erreichen könnte. Es entwickelt sich in der Atmosphäre Stickstoffdioxid, das mit atomarem Sauerstoff reagiert und noch mehr Stickoxid bildet. Weitere Schäden in der Ozonschicht wären die Folge und es könnte eine Eiszeit entstehen. Berechnungen ergaben, das ein nur 6.000 - 12.000 Lichtjahre entfernter Gammablitz dazu ausreichen würde, aber dies bei einer geringen Wahrscheinlichkeit. Es soll sich theoretisch nur alle paar hunderttausend Jahren ereignen.

Bildnachweis:
  • Gammablitz im Weltraum: wikipedia

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Schlüsselwörter: Gammablitz | Gammastrahlung | Erdgeschichte | Weltraum | Massensterben
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