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Wissenschaft: Sonstiges

Tausende altes Riesenvirus widererweckt

Gefahr von Viren-Arten aus der Ur-Zeit ?

Permafrostboden Flächen weltweit
Permafrostboden Flächen weltweit
Der globale Klimawandel und die Folgen der Erwärmung lässt Gletscher schmelzen, Permafrostboden durchlässiger machen und einstige Eisflächen geben Dinge frei, die anscheinend Jahrtausenden des ewigen Eises nichts ausmachten. Der Klimawandel kann weitaus noch andere Risiken hervorrufen, die die Wissenschaft eigentlich für unmöglich hielt und fast noch wie Scince-Fiction klingen. Französischer und russischer Wissenschaftler haben 30.000 Jahre alte Riesen-Viren aus 30 Meter tiefen Permafrostboden in Nordostsibirien gefunden, aufgetaut und wieder zum Leben erweckt. Dabei weisen die französischen Forscher Matthieu Legendre und Julia Bartoli von der Universität Aix-Marseille darauf hin, da dieser wiedererweckte Urzeitvirus sogar grösser als der Pamdora-Virus sein. ...seine Herkunft und ihre Position im Stammbaum des Lebens ist für uns noch ein völliges Rätsel und stellt vieles in Frage...

Der Pandora-Virus

Französische Forscher von der Aix-Marseille Universität haben den Pandora-Virus bisher in Chile und Australien gefunden. Während sich das Erbgut von Viren mithilfe von Gendatenbanken problemlos kategorisieren lassen, können 90% des Pandora-Virus nicht eingeordnet werden. Es wird von einer ganz neue Kategorie irdischen Lebens gesprochen, das von einer bisher unbekannten Urzeitzelle abstammen könnte. Äußerlich fast wie ein Bakterium, aber dennoch ein Virus. Gefahr für die Gesundheit des Menschen sieht man nicht, weil die Pandoraviren eigenlich nur einzellige Amöben infizieren. Die Forscher geben zu, das sogar das jetzige Verständnis von Viren komplett überdacht werden muss, denn bisher ging man davon aus, das alle Viren winzig klein und nur mit einer Handvoll Genen ausgesattet sind. So hat das Influenzavirus (Grippevirus) mit nur 100 Nanometer Größe gerade einmal 13 Gene. Der Pandora-Virus ist sogar 1 Mikrometer (0,001 Millimeter) groß und besitzt insgesamt 2.556 Gene, eine Sensation unter den Virologen ... über 2.000 bisher unbekannte Gene könnten ungeahnte Ergebnisse für Forschung und Medizin ergeben...

Der Virus Pithovirus sibericum

Nun haben die Forscher im Permafrostboden eine weitere neue Gattung eines Riesenvirus entdeckt, den Pithovirus sibericum. Nach 30.000 Jahren im ewigen Eis ließen sich, zur Überraschung der Forscher, die Viren dennoch bei Minus 18 Grad sogar wiederbeleben und waren umgehend wieder aktiv. Der Pithovirus sibericum scheint eine sehr ungewöhnliche Überlebensfähigkeit zu haben und ist mit 1,5 Mikrometern Länge (0,0015 Millimeter) um 50 % grössser als der Pandora-Virus, hat aber nur 467 Gene aufzuweisen. In seiner Größe überragt der Virus viele Bakterien und einzellige Parasiten. Hier sind die Forscher nach diesem Fund schon viel vorsichtiger geworden, den im weltweiten Permafrostboden könnten dieser und andere Viren-Arten überlebt haben. ...wenn der Boden durch die globale Erwärmung oder die vorrückende industrielle Nutzung (insbesondere Ölbohrungen) zunehmend auftaut, könnten zukünftige Bedrohungen für die menschliche Gesundheit durch wiederbelebte Viren nicht vollständig ausgeschlossen werden, auch wenn bisher es keine Anzeichen dafür gibt, weil dieser Virus befällt nur Wirbellose, darunter Einzeller wie Amöben und Pantoffeltierchen....aber wir wissen auch noch nicht, was noch alles noch gefunden werden könnte so das Fazit von Matthieu Legendre und Julia Bartoli.

Eine klassische Aussage in der Biologie und anderen Wissenschaften ist es, dass vieles möglich sei, aber auch extrem unwahrscheinlich. Die Riesen-Viren haben uns gezeigt, das vieles möglich ist und das die Wahrscheinlickeit gar nicht so weit ist. Die Identifizierung der bisher unbekannten Gene werden uns sicher noch lange beschäftigen, denn zur Zeit gibt es noch keine Klassifizierung..

Bildnachweis:
  • Permafrostboden Flächen weltweit: wikipedia

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Schlüsselwörter: Riesenvirus | neue Viren | Urzeit | Klimawandel
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