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Wissenschaft: Weltraum

Mond und seine Wasservorräte

Die Eroberung des Mondes - Teil 4

Mond-Wasser karte (blau)
Mond-Wasser karte (blau)
In meinem ersten Teil Helium 3 - kostbarer als Gold oder Platin, hatte ich bereits darauf hingewiesen, das unser Trabant über wichtige und grosse Mengen an Rohstoffen verfügt, die selbst den kostenspieligen Transport und den Aufbau von Mondstationen und Bergwerken um ein Vielfaches wieder reinholt. In den letzten 20 Jahren hatten alle bisherigen Raumsonden exakte topografische Messungen für neue Mond-Karten zu erstellen, aber auch durch verschiedene Verfahren Rohstoffvorkommen zu analysieren. Heute verfügen alle bedeutende Raumfahrtnationen, die ernsthaft in den nächsten 15-20 Jahren auf dem Mond präsent sein werden, über detaillierte Rohstoffkarten WO sich WAS befindet. Die ehrgeizigsten Pläne haben dabei die USA, China und Russland, aber auch Indien wird sich ebenfalls in die Mond-Nationen einreihen wollen.

Die NASA scheint sich in diversen Einzelfällen bedeckt zu halten, wenn es um (angeblich) neue Erkenntnisse in der Mondforschung gibt. So musste ich schmunzeln, war aber nicht überrascht, als ich 2009 den Zeitungsartikel las NASA weist mit Raketenexperiment Wasser auf dem Mond nach, nachdem ein gezielter Absturz der NASA-Sonde LCROSS dies bestätigte. Danach die übliche Meldung der NASA, das man einige Zeit bräuchte, um die Daten verstehen und auswerten zu können. Nach 10 Jahren also dieser Artikel, obwohl die Raumsonde Lunar Prospector schon 1999 Wasser nachgeweisen hatte. Auch hier kann man nur vermuten, ob man aus nationalem Interesse so vorgeht, auch um sogar schon eingeleitete Mondprojekte vor der Öffentlichkeit zu verheimlichen ? Immerhin hatte Buzz Edwin Aldrin (Apollo 11), ein Freimaurer wie Neil Armstrong, ebenfalls bei Apollo 11 dabei, auf dem Mond eine Freimaurerflagge (Flagge des Supreme Councils) mitgenommen, die ihm der Grossmeister J. Guy Smith aushändigte. Das wussten Sie nicht, was der US-amerikanischen Öffentlichkeit schon lange bekannt war, dann geben Sie mal das Stichwort Masonic flag taken to the moon ein.

Freimaurer auf dem Mond ?
Freimaurer auf dem Mond ?
Spekulativ ja, aber es kann nicht ausgeschlossen werden, das es auf dem Mond schon Basen gibt, technisch überhaupt kein Problem. Weil man ja noch nicht nachweisen kann, welche mögliche menschliche Aktivitäten es vielleicht schon auf dem Mond gab oder gibt, wird unser Trabant als Rohstofflieferant und Abschussbasis für Marsmissionen in den nächsten 20 Jahren, oder sogar früher, eine nicht zu unterschätzende Rolle einnehmen. Der Abbau und die Nutzung der Mondrohstoffe werden dabei mehr als lukrativ sein. Sehr interessant und wichtig sind dabei auch die Vorkommen von Wassereis an den Polen, woraus man Wasser gewinnen kann.

Wasser auf dem Mond

Der Deutsche Friedrich Amann war Benediktiner, Mathematiker und Astronom des 15. Jahrhunderts und soll in einer seiner Schriften vermerkt haben, das er über ein Tubus telescopius verfüge, das ihm Johann Purbach (Georg von Peuerbach) schenkte und einen Mondsee gesehen hätte. Dies wäre die erste bekannte Version zum Thema Wasser auf dem Mond, aber vermutlich auch der erste brisante Hinweis über ein Art Fernrohr vor Galileo Galilei.

Das US-Verteidigungsminsterium schickte, in Zusammenarbeit mit der NASA, 1994 die Raumsonde Clementine zum Mond, um eine neue Generation von Kameras, Solarzellen und anderer Instrumente zu testen, wobei sie auch etwa 95 % der Mondoberfläche mit ca. 1,6 Millionen Einzelbilder neu kartierte. Erst 2 Jahre später publizierte man öffentlicht, das es Hinweise auf Wassereis am Mondsüdpol gäbe. Die US-amerikanische NASA-Raumsonde Lunar Prospector erforschte den Mond von 1998 bis 1999 und hatte die vorrangige Aufgabe, gebundenes Wasser im Gestein (Regolith) und Wassereis an den Mond-Polen nachzuweisen und zu untersuchen. Spekulativ ist noch die Hypothese, das, ähnlich wie beim Jupitermond Ganymed, es noch in Stein gebundene unterirdische Wasserschichten geben könnte. Dabei wurden erstmals genaueste globale geophysikalische und geochemische Karten zu Topographie, Schwerefeld, Magnetfeld, Elementzusammensetzung und Mineralogie erstellt.

Durch eine Neutronenspektroskopie wies man grosse Wasser-Vorräte nach. Die Messungen ergaben die vorsichtige Wassereismenge von 6 Milliarden Tonnen, Zweidrittel am Mond-Nordpol und Eindrittel am Mond-Südpol. Manche Forscher halten dies für übertrieben und schätzen die Menge an den Polen auf maximal 10 Megatonnen, also nur 10 Millionen Tonnen Wasser was man gewinnen könnte. 2009 hatte die indischen Raumsonde Chandrayaan-1 ebenfalls Wasser lokalisiert. Das Wassereis liegt kaum frei, sondern ist mit dem Gestein vermischt, was aber durch technischen Verfahren aus dem Gestein gewonnen werden kann. So ist unser Trabant keine lunarer Wüste sondern speichert enorme Mengen an gewinnbarem Wasser, das von der Zusammensetzung sich kaum vom Erd-Wasser unterscheiden soll. Somit wäre eine erste Wasserversorgung durch Mond-Wasser realistisch inklusive eines entsprechenden Wasserrecyclings. Weiterhin gibt es Exprimente mit kondensiertem Wasser.

Sauerstoff aus Regolith

Das in grossen Mengen vorhandene Regolith darf dabei auch nicht unterschätzt werden, den in Regolith ist Sauerstoff eingebunden. Leider gibt es noch kein technisches Verfahren, (Sauerstoffextraktions-Technologie) mit dem sich der Sauerstoff effektiv und mit möglichst geringem energetischen und materialtechnischen Aufwand extrahieren ließe. Daher hatte die NASA 2008 die Moon Regolith Oxygen Challenge ausgeschrieben. Die Aufgabe des Wettbewerbes, an denen sich Forschungseinrichtungen und Universitäten beteiligen, ist es, das mithilfe von maximal 50 Kilogramm Ausrüstung und einem Energieverbrauch von höchstens zehn Kilowatt dann 2,5 Kilo atembaren Sauerstoff aus einem künstlichen Regolith zu erzeugen. Als Mondstaubersatz nimmt man einen Vulkanenaschentyp der in seiner Struktur und Elementzusammensetzung in etwa dem echten Regolith entspricht.

Zum Schluss sollte unbedingt erwähnt werden, das der gefundene hohe Wasseranteil im Widerspruch zur noch favorisierten Aufprall-Theorie der Mondentstehung steht (insgesamt gibt es 4 Theorien der Mondentstehung). Demnach soll sich bei einer Theorie der Mond aus Trümmern gebildet haben, als ein sehr großer Himmelskörper mit der jungen Erde kollidierte. NASA- Forscher bezweifeln inzwischen diese Aufprall-Theorie, den bei so hohen Temperaturen hätte alles Wasser aus dem Gestein verdampfen müssen. Auch haben die neuen Kartenauswertungen die Annahme widerlegt, das es seid mindestens 1 Milliarde Jahren keine vulkanische Aktivitäten mehr auf dem Mond gab. Zur Zeit geht man davon aus, das es noch vor rund 100 Millionen Jahren, etwa in der Kreidezeit, es noch Vulkanaktivitäten und einen flüssigen Mondkern gab. So bleibt die Erklärung der Mondentstehung noch offen und rätselhaft .

Bildnachweis:
  • Freimaurer auf dem Mond ?: August 1969 New Age Magazine
  • Mond-Wasser karte (blau): NASA

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Schlüsselwörter: Mond | Lunar | Mondforschung | Wasser auf dem Mond
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