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Politik: Deutschland

Armut in Deutschland - ein Armutszeugnis

Das große Versagen der Politik

Armut wächst
Armut wächst
Während die Bertelsmann-Stiftung tatsächlich und ernsthaft in einer, meiner Ansicht, sehr fragwürdigen Studie zum Schluss kommt, das der Arbeitsmarkt künftig mehr Einwanderung aus Nicht-EU-Staaten bräuchte, obwohl jeder weiß, das es auch in der EU genügend qualifizierte Arbeitskräfte gibt die einen Job suchen, auf der anderen Seite sogar durch eine repräsentative Bevölkerungsumfrage von einer Willkommenskultur in Deutschland geredet wird, werden unsere Sozialkassen derart belastet und geplündert, wie seit Jahren nicht mehr.

Es wird auch schön geredet das Deutschland seit mindestens 5 Jahren seinen 3 Millionen Arbeitslosen keinen Job vermitteln kann und das die Armut der Deutschen im eigenen Land zunimmt! Und wieso redet die Politik nicht mal mehr darüber, wie man Familien dauerhaft besser unterstützt, damit sich mehr Familien für Kinder interessieren!

Armut unter Deutschen

Haben Sie auch schon die vielen Rentner gesehen, die zur Tafel gehen um mal vernünftig essen zu können, die stundenlang Parks und Papierkörbe nach Pfandflaschen absuchen, manche sogar betteln. Haben Sie schon die vielen Kinder und Jugendlichen gesehen, die hilflos auf der Straßen herumirren, auch obdachlos sind und einer Drogen-Mafia und der Gefahr der Kinderprostitution ausgesetzt sind? Natürlich gibt es auch Missbrauch und Schwarze Schafe, aber bestimmt sind dies nicht alle 12,5 Millionen Menschen die von Armut betroffen sind.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband, den ich persönlich weitaus seriöser einschätze als mache unfachliche und unüberlegte Äußerung von Politikern und Co., kommt eher zu der Auffassung, das trotz guter Wirtschaftslage schon jetzt über zwölf Millionen Menschen in Deutschland als arm einzustufen sind. Während großzügige Milliardenkredite zur Bankenrettung und maroden EU-Staaten rausgeworfen werden, der Missbrauch unserer Sozialkassen rapide zunimmt, hält der Paritätische Wohlfahrtsverband die Fahne hoch, um auf solche Missstände im eigenen Land hinzuweisen. Nach den Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, aber auch anderer Studien, ist die Armut sogar schon auf einen historischen Höchststand gestiegen. Schon im Armutsbericht 2013 waren zufolge rund 12,5 Millionen Menschen von Armut betroffen, mit steigender Armutsquote. Dabei wird mal wieder auf die Versäumnisse und Unterlassungen der Politik hingewiesen, die wohl immer mehr von der eigenen Bevölkerung und deren Bedürfnisse und Interessen abdriftet. Dies sind die vielen Rentner, die mit ihrer Rente nicht auskommen, dies sind die vielen Leiharbeiter, die von ihrem Dumping-Lohn gerade mal ihre Miete zahlen können, die vielen Kinder und Jugendlichen, die sich oder deren Eltern nichts leisten können, dazu die zunehmende Gefahr einer Drogen-Mafia und die Gefahr der Kinderprostitution, und die vielen Obdachlosen und fehlende Gelder für Jugendliche um sie von der Straße zu holen. Dies ist alles seit Jahren bekannt, also wieso machen sich Politiker mehr Sorgen um andere arme EU-Länder statt sich erst mal um die eigene Bevölkerung zu kümmern?

Sozialhilfetourismus - ein Fass ohne Boden

Haben Sie gewusst dass es schon den Begriff Sozialhilfetourismus gib? Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg gab z.B. polnischen Saisonarbeitern soweit rechtliche Unterstützung, das jeder EU-Ausländer Anspruch auf Kindergeld hat, sofern er in Deutschland arbeitet und unbeschränkt steuerpflichtig ist, egal, wo die Kinder leben. Das bedeutet schon heute nach Zahlen, wenn ein polnischer Saisonarbeiter hier 3 Monate steuerpflichtig arbeitet, dass auch das Kindergeld für diese Zeit gezahlt werden muss. Das noch bei uns wenig bekannte aber in Polen sehr bekannte und verbreitete Hudzinski-Urteil aus Juni 2012 wird nach Schätzungen des Finanzministeriums in Berlin dem deutschen Steuerzahler mittelfristig rund 600 Millionen Euro pro Jahr kosten! Zurzeit erhalten schon 660.000 Familien aus anderen EU-Ländern Kindergeld, darunter 220.000 Familien aus Polen. Man rechnet mit einer ähnlichen Flut aus anderen osteuropäischen Ländern und rechnet jetzt schon mit einer jährlichen Antragsflut für den deutschen Steuerzahler von mindestens 1 Millionen Familien und bis zu 1 Milliarde Euro pro Jahr!

Der Europäische Gerichtshof untersucht zurzeit, ob EU-Ausländer, die hier einen Job suchen, berechtigt sind, Leistungen aus dem Paket des Arbeitslosengeldes II zu erhalten.

Statistiken und Zahlen

Sogar das Statistische Bundesamt kommt zu der Auffassung, dass von 2008 - 2013 eine Zunahme von 25 Prozent der Deutschen zu verzeichnen ist, die in der Armutsgrenze leben. Haushaltsbefragungen ergaben, dass Hunderttausende ihre Miete nicht mehr bezahlen können, auf ein angemessenes Heizen verzichten und sogar beim Essen sparen, indem sie nur jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu sich nahmen. Dabei schreiben wir hier nicht von einem bedürftigen Land in Europa oder anderswo, sondern schreiben hier über eines der reichsten Industrie-Länder der Welt, das mehr Geld für fragwürdige Bankenrettungen und Armut in anderen Ländern ausgibt, als vor der eigenen Haustüre zu kehren. Sie meinen das ist alles Schwarzmalerei? Schönredner haben wir zurzeit mehr als Kritiker, aber wir brauchen mehr Kritiker und eine andere mehr nationale und weniger europäische Politik. Betrachten Sie mal bitte auch folgende Zahlen von Wohlfahrtsverbänden, Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Bundesverband Deutsche Tafel und anderen Organisationen.

Von rund 6 Millionen Rentnern erhalten ein Drittel weniger als 500 Euro Rente!

Bis 2016 schätzt man die steigende Obdachlosenzahl auf 380.000, darunter bis zu 30.000 - 32.000 Jugendliche,

Offiziell seit mindestens 5 Jahren rund 3.000.000 Arbeitslose, darunter 1.000.000 Langzeitarbeitslose (Hartz IV) zusätzlich 800.000 - 1.000.000 Menschen in Maßnahmen darunter rund 280.000 Jugendliche (15 - 25 Jahre) aber nach einer Statistik von 2015 beziehen bisher 4.365.547 Personen Hartz IV und laut Arbeitsagentur leben 2015 insgesamt über 6.000.000 in Bedarfsgemeinschaften.

Menschen die in Deutschland nicht genug zu essen haben und zu den Tafeln gehen müssen, schätzt der Bundesverband Deutsche Tafel auf inzwischen 1.500.000 davon sind 30 % Kinder und Jugendliche.

Wenn wir also bei einer Bevölkerungszahl von rund 80 Millionen in Deutschland ausgehen, dann ergibt sich folgendes Bild:

15 % der Gesamtbevölkerung sind in der Armutsspirale darunter mindestens 6 Millionen Rentner und darunter wiederum mindestens 300.000 Jugendliche.

2 % der Gesamtbevölkerung hat nicht genug zu essen!

Dumping-Löhne, Versagen der Politik, Milliarden-Verschwendung für andere Länder und Bankenrettung, immer größere Abgrenzung von Politik und Volksmeinung, systematischer Sozialmissbrauch durch Sozialhilfetourismus, und die europäische Einmischung in deutsche Innenpolitik machen alles zu einem Pulverfass. Wenn solch eine Innenpolitik versagt und kaum Änderungen zu verzeichnen sind, muss man sich wirklich fragen, wie düster es noch werden kann! Die dumme Melk-Kuh Europas sind wir ja schon lange oder? ...

Bildnachweis:
  • Armut wächst: Süddeutsche Zeitung

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Schlüsselwörter: Armut | Zuwanderung
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Kommentare

micha
am 09.04.2015 04:50:30 (121.54.54.xxx) Link Kommentar melden
Ja so ist es, Aussenninister Steinmeier möchte auch gerne noch die Ukraine in die Union aufnehmen. Das würde wieder Milliarden kosten. Damals 2010 hätten die Griechen die rote Karte bekommen müssen, weil sie nur mit "Beschiss" in die Union kamen. Die Union sollte sich verkleinern, Länder wie Rumänien und Bulgarien haben nichts in der Union zu suchen weil die Korruption zu hoch ist. Mit dem eingesparten Geld könnte man die Altersarmut begrenzen.
micha
am 09.04.2015 05:54:08 (121.54.54.xxx) Link Kommentar melden
Ich hätte einen Sparvorschlag für die Bundesregierung. Es sollten die Entwicklungshilfe-Zahlungen an alle Länder eingestellt werden in denen die Korruption hoch ist, denn dort verschwindet eine Tell der Gelder in dunklen Kanälen. Als Kriterium könnte man die Korruptionsliste zu Grunde legen. Zum Beispiel, alle Länder ab Rang 75, sollte das Geld gestrichen werden. Da kommen schon mal 600 bis 700 Millionen Euro for zusammen, die man dann zur Armutsbekämpfung einsetzen könnte.
Wilfried Stevens
am 10.04.2015 08:38:55 (31.186.238.xxx) Link Kommentar melden
Halte die schnelle Erweiterung und die Aufnahme von Pleite-Staaten in der trägen Milch-Kuh EU grundsätzlich für falsch, auch europäische Pleite-Banken zu stützen sowie die vielen Einmischungen in der nationalen Innenpolitik Deutschlands. Anscheinend ist ja die EU-Erweiterung gleichlaufend mit der NATO-Erweiterung, und trotz der schlimmen Ukraine-Krise finde ich die medienwirksame übertriebene Aggression gegenüber Russland auch für falsch. Russland muss immer ein Gesprächspartner bleiben ! Insgesamt ist die Armut und die hohe Arbeitslosigkeit in unserem Land eine traurige Lachnummer. In mancher Hinsicht sollten wir in englischer Manier mal öfters laut auf den verstaubten Tisch der EU klopfen.

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