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Technik: Luft- und Raumfahrt

Deutscher Stealth-Jäger Lampyridae

Deutsche Luftwaffe ohne Tarnflugzeuge

Stealth-Jäger Lampyridae
Stealth-Jäger Lampyridae
Als 1972 der technisch weit überlegene deutsche Senkrechtstarter VFW-Fokker VAK 191 B aufgegeben wurde, schüttelten die Militärexperten ungläubig mit dem Kopf. Gerade Deutschland benötigte ein Kampfflugzeug mit VTOL-Eigenschaften (für vertical take off and landing), das auch außerhalb von Flugplätzen von befestigten Flächen aus starten und landen könnte. Das solch ein Flugzeug-Typ noch immer ernst zu nehmen ist und das Konzept immer weiter entwickelt wird, beweist u.a. das neue US-Flugzeug F-35B, mit VTOL und Stealth-Eigenschaften, das schon 8 NATO-Partner in grossen Stückzahlen bestellt haben, aber nicht Deutschland. Nebenbei verfügt China über den Typ VTOL J-18 und Russland entwickelt ebenfalls weiter. Noch widersinniger ist die Tatsache, das Deutschland einen technologisch hochwertigen Stealth-Jäger konstruierte, aber nicht bauen dürfte.

Tarnflugzeuge - neue Generation ohne Deutschland

Ein Tarnkappen-Flugzeug oder Stealth-Flugzeug ist ein militärisches Flugzeug, das mittels seiner besonderen geometrischen Formgebung, spezieller radarabsorbierende Materialien (RAM) und elektronischen Störeigenschaften für ein gegnerisches Radar erst nur auf kurze Distanz, also für eine Abwehr zu spät, oder kaum zu erfassen ist. Dazu kommen spezielle und leise Triebwerke, so das die neuesten Entwicklungen schon fast unsichtbar Tod und Verderben bringen können. Der weltweit erste einsatzfähige Stealth-Jäger war 1945 die Horten H IX, der jedoch nicht mehr zum Einsatz kam. Der Entwurf der Horten H XVIII soll die Anregung gewesen sein, den Tarnkappen-Bomber Northrop B-2 zu bauen. Der Eurofighter ist nur bedingt tarnfähig, aber kein Tarnkappenflugzeug.

Lampyridae - deutscher Stealth-Jäger fürs Museum

In der Zeit des kalten Krieges zwischen Nato und Warschauer Pakt bis zur heutigen Zeit gab und gibt es nicht nur einen Rüstungswettlauf zwischen den USA und der Sowjetunion, das beste und schnellste Tarnkappen-Flugzueg zu bauen, sondern auch nationale Planungen einzelner NATO-Länder. So gab es ab etwa 1980 verschiedene Entwicklungen in Frankreich, Grossbritanien und Deutschland. Im Jahr 1980 wurde so auch das das Militär-Projekt Radarsichtbarkeit von Kampfflugzeugen - MRMF Lampyridae (lateinisch für Leuchtkäfer) bei Messerschmitt-Bölkow-Blohm gestartet, das 1980 auf der Internationalen Luftfahrtausstellung in Hannover die Fachwelt in Erstaunen versetzte. MRMF ist die Abkürzung für Medium Range Missile Fighter, auf deutsch mit Raketen bewaffneter Mittelstreckenjäger.

Das Militär-Projekt für die deutsche Luftwaffe wurde von 1981 bis 1987 für rund 9 Millionen Mark und in den ersten Jahren unter Geheimhaltung durchgeführt. Ziel des Projektes war es, wie bei identischen Projekten in den USA und anderen NATO-Partnern, ein Jagdflugzeug mit möglichst geringen Radarquerschnitt zu bauen, eine ersten deutschen Stealth-Jäger der Nachkriegszeit. Ein neues Jagdflugzeug zu bauen, war zu dieser Zeit für die deutsche Rüstungsindustrie schnell durchführbar, jedoch stand man hier vor der grossen neuen Herausforderung, eine besondere geometrischen Formgebung zu finden und auch spezielle radarabsorbierende Materialien zu verwenden. 1987 war alle Berechnungen und Test bestanden, und so baute man ein Modell im Maßstab von 3:4 (Länge: 12 m, Spannweite: 6 m) und teste es insgesamt 15 erfolgreich im deutsch-niederländischen Windkanal.

Beim 15.Testflug Windkanal wurden amerikanische Militärexperten eingeladen, die über die zu guten Ergebnisse des deutschen Prototypen, obwohl nur als Modell verfügbar, fast entsetzt waren. Den der Lampyridae hatte weitaus bessere Tarnkappen-Eigenschaften aufzuweisen als der bereits eingesetzte Flugzeug-Typ Lockheed F-117 der Amerikaner. Auch sollte der deutsche Flugzeugtyp etwas schneller, weitreichender, wendiger und kostengünstiger sein als die F-117. Bis heute gibt es die Theorie, das die Amerikaner Druck auf die deutsche Regierung machten, dieses Flugzeug nicht zu bauen. Hat Deutschland noch immer keine Souveränität oder steckt zusätzlich noch Lobbyismus dahinter ? - So ist es verwunderlich, das einige NATO-Staaten und Verbündete sich Tarn-Flugzeuge der neuesten Generation wie die F-35 aus den USA beschaffen, die Deutsche Luftwaffe aber darauf verzichtet.

Mal wieder wurde innovative Hochtechnologie aus Deutschland verhindert um es anschließend stillzulegen. Heute findet man das Windkanal-Modell des Stealth-Jäger Lampyridae im Gerhard Neumann Museum in Niederalteich.

Bildnachweis:
  • Stealth-Jäger Lampyridae: wikipedia

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Schlüsselwörter: Tarnkappenflugzeug | Luftwaffe | Stealth-Jäger | Lampyridae
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Kommentare

Ferryman 2010
am 20.11.2016 18:36:42 (84.157.197.xxx) Link Kommentar melden
Das Projekt Lampyridae,(das übrigens aus dem Griechischen,und nicht aus dem lateinischem kommt);stand vieleicht in Konkurenz zu anderen angestrebten Projekten;wie der von Taktisches Kampfflugzeug 90,später Jäger 90,später Eurofighteroder diente nur der Technlogie erprobung.
Ich,zum Beispiel,kann keine Waffenschacht orten,die eigentlich für ein Tarnkappen-Flugzeug unverzichtbar ist.

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