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Die ewige Lampe des Kallimacho

Gab es ewig brennende Leuchtmittel ? - II

Tempel der Vesta-Hüterin des heiligen Feuers
Tempel der Vesta-Hüterin des heiligen Feuers
Ob in alten Tempel oder in alten Gräbern und Grüften, in vielen Teilen der Welt gibt es Überlieferungen von brennende Öl-Lampen, die anscheinend Jahrhunderte brannten und das man das Geheimnis hütete, auch hier gibt es antike Überlieferungen.

Das legendäre Grab des Numa Pompilius

Numa Pompilius soll der sagenhafte zweite König von Rom gewesen sein, der 672 v.Chr. verstarb. Zu seinem Begräbnis gibt es eine recht seltsame Geschichte: …vor seinem Tode gab der König den Priesterinnen der Vesta die Anweisung, das sein Körper nicht verbrannt werden dürfte und sein Sarkophag nur mit den Siegeln des Apollon, dem Gott der Heilkunst und Jugend, in einer Gruft beigesetzt werde dürfte…für das Volk wurde er im Janiculum (Hügel) beigesetzt, doch die Priesterinnen bauten eine geheime unterirdische Gruft nahe des Janustempel…sein Leichnam wurde in besondere Leinen eingehüllt und sein Körper im feinsten ägyptischen Öl gelegt…damit sein Weg zur Unterwelt niemals dunkel wird, wurde in der Gruft die ewig leuchtende Lampe der Göttin Vesta aufgestellt…der König wird ewig schlafen und die Vestalinnen wachen über ihn...

Sextus Aurelius Victor, ein römischer Geschichtsschreiber, soll in seinem Werk Origo gentil Romanae, ein Geschichtswerk, das über die Legenden zur römischen Vor- und Frühgeschichte bis zur Gründung Roms erzählt, eine Passage enthalten, die vermutlich von der Plünderung der Gruft des Numa Pompilius berichtet: …Kaiser Gratian verbot den Kult der Vesta, ließ Vestalinnen töten oder verbannen…unter Folter erfuhr der Kaiser von der geheimen Gruft des Numa Pompilius…als die Gruft geöffnet wurde, war der Raum von zwei Öl-Lampen erhellt…als die Soldaten zum Sarkophag, der auf einen Sockel aus Marmor ruhte, gehen wollten, fiel dieser aber herunter und zerbrach…der unversehrte Leichnam kam aus einer Flüssigkeit heraus...die Öl-Lampen fielen zu Boden und die ganze Gruft brannte in Öl……der Kaiser aber war erbost darüber, den welche Lampen konnten so lange brennen…er war sich sicher, die Priesterinnen wachten noch immer über den Leichnam und ließ die Gruft zerstören...

Die ewige Lampe des Kallimacho

Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. lebte in Athen ein griechischer Schmied mit dem Namen Kallimacho, dem nachgesagt wird, das er auch die tanzende Spartanerinnen konstruierte, mechanische Puppen. Doch am berühmtesten war seine Goldene Lampe im Tempel Erechtheion zu Ehren der Göttin Athene. Pausanias, ein griechischer Reiseschriftsteller, beschrieb an einer Stelle in seinem 10bändigen Werk Helládos Periegesis (Übersetzt = Beschreibung Griechenlands), die Goldene Lampe wie folgt: …diese Lampe füllen die Priester einmal im Jahr und erst am gleichen Tag des nächsten Jahres müssen sie das Öl nachfüllen…Tag und Nacht erleuchtet sie den Tempel…und die Priester erzählen, es gäbe noch eine andere Lampe, die ein Menschenleben ohne Pause brennen kann…die Priesterschaft ist oft angetan, zu beeindrucken, aber das Geheimnis offenbarten sie nicht...

Philon von Byzanz und seine Erfindung

Philon von Byzanz war ein griechischer Erfinder und Konstrukteur und schrieb selber 9 Bücher. Er hatte grosse Kenntnisse in der Mechanik und über die Eigenschaften des Vakuums. Für die Priesterschaft konstruierte er eine Öl-Behälter mit automatischer Nachfüllung. Sank der Flüssigkeitsspiegel in der Ölwanne oder Ölbehälter unter einem bestimmten Wert, so lief das Öl aus einem Vorratsbehälter infolge der Freigabe der Luftröhre dann über ein Füllrohr in die Ölwanne. Der ansteigende Ölspiegel verschloss dann automatisch die Luftröhre wieder. Durch grosse versteckte Bevorratungen konnte so eine Lampe viele Jahre brennen, für die Gläubigen dann anscheinend ewig. Noch eine mysteriöse Überlieferung:

Pythagoras von Samos, Gründer des Geheimbundes der Pythagoreer, berichtete aus Ägypten eine Begebenheit … dann zeigten mir die Achämeniden (Perser) eine seltsame Lampe, von der sie behaupteten, sie brenne noch länger bis ein Knabe zum Manne wird… das Öl nannten sie die Tränen des Horus, und der Docht brannte wie Silber... als sie ein Rohr aus edlem Glas auf die Lampe steckten, konnte jedes Auge erblinden, so hell war das Licht...doch die Achämeniden erzählten vom Grab der Göttin Hathor, dort gab es eine Lampe gefüllt mit dem Atem des Imuthes...als sie zerbrach, hat ein lauter Blitz viele Männer dahin geworfen

Es müssen also tatsächlich Öl-Lampen oder Öl-Schalen gegeben haben, die viele Jahre oder sogar Jahrzehnte brannten, aber Jahrhunderte ?...wir wissen noch viel zu wenig über die technische Fähigkeiten in der Antike. Die Suche geht weiter...

Bildnachweis:
  • Tempel der Vesta-Hüterin des heiligen Feuers: wikipedia
  • Selbstregulierende Lampe 9.Jahrhundert: wikipedia

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Schlüsselwörter: ewige Lampe | ewiges Licht | Kallimacho | Mythologie | Götter
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