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Technik: Sonstiges

Die Erfindung der Dampf-Kanone

Das Wissen in der Antike

Nachzeichnung von Leonardo da Vinci
Nachzeichnung von Leonardo da Vinci
Die erste verwendbare Dampfmaschine der Neuzeit wurde 1712 vom Engländer Thomas Newcomen erfunden und konstruiert, und diente dazu Wasser aus Bergwerk-Stollen abzupumpen. James Watt, dem fälschlicherweise oft als Erfinder der Dampfmaschine genannt wird, verbesserte lediglich den Wirkungsgrad der Dampfmaschine von Thomas Newcomen, um dann später leistungsfähigere Maschinen zu konstruieren. Aber das Dampf Wärme, Druck und Bewegung erzeugen kann, dies kannte man bereits in der Antike, mindestens 2.000 Jahre vor Thomas Newcomen.

Von Hephaistos bis hin zu Archimedes

Hephaistos wird in der griechischen Mythologie als Gott des Feuers und des Metalls bezeichnet, als Schmied, der die göttlichen Waffen und viele Wunderwerke baute und schmiedete. In unsere heutigen Zeit würden wir Hephaistos als genialen Ingenieur, Konstrukteur und Techniker bezeichnen. Unter all seinen Wunderwerken gehörten zum Beispiel auch mechanische Diener, wie der mächtige mechanische Riese Talos und automatische Türen, die sich mit Dampfkraft bewegten.

Es ist nur ein Mythos oder Legende, aber anscheinend bekamen die Menschen das Wissen über Dampf und andere Dinge von Hephaistos, denn schon die alten Griechen wussten, das manche Götter sich gerne verkleideten, um sich unter den kindlichen Menschen zu mischen, obwohl Zeus dies streng untersagt hatte. So wurde einst die Volkssage erzählt, das einer von ihnen, Prometheus, es wagte, den Menschen Vernunft und Wissen zu geben. Zeus bestrafte Prometheus sehr hart und ließ ihn in einer Einöde an den Kaukasus-Felsen fesseln. Hephaistos war wütend und traurig, den Zeus zwang ihn, nicht nur die scheren Ketten zu schmieden, um Prometheus fesseln, sondern auch den mechanische Adler Ethos zu bauen, damit er jeden Tag selber zu Prometheus flog und ihm Schmerzen zufügen sollte, indem er dessen Leber verletzte. Hephaistos tat es daraufhin dem Prometheus gleich und versteckte sein Wissen auf Schriftrollen in Bibliotheken der Menschen. Damit Zeus nichts merkte, versteckte er seine Schriftrollen nicht in der Bibliothek von Alexandria, sondern im kleineren Museion von Alexandria. Nur ein Mythos, nur eine Legende ?

Archimedes erfindet die Dampf-Kanone

König Ptolemaios III vom einstigen mächtigen Ptolemäerreich förderte nicht nur die traditionellen ägyptischen Kulte, sondern unterstützte auch grosszügig das Museion von Alexandria mit seinen griechischen Gelehrten. Er ernannte Eratosthenes von Kyrene zum Leiter der berühmten (Universal-) Bibliothek von Alexandria. ZU dieser Zeit soll die Bibliothek schon eine Bestand von über 10.000 Schriftrollen gehabt haben. Auch König Ptolemaios III kannte die Geschichten, das unter den Abertausenden Schriftrollen auch jene versteckt sein mussten, die ihm vielleicht zu göttlichen Waffen und Werkzeugen verhelfen. Archimedes war längere Zeit in Alexandria, wie auch viele andere bedeutende Gelehrte vor ihm, mit ihm und nach ihm und lernte auch Eratosthenes kenne, der ihn in die Bibliothek und seinen vielen Schriftrollen und Wissensgebiete einführte. Dort erfuhr Archimedes auch etwas über eine Expedition des Königs Ptolemaios I, der einst Seite an Seite mit Alexander des Großen kämpfte. Als das Ende der Götter eintrat, erfuhr Ptolemaios I von Pontosgriechen, das nur wenige Tage von Kolchis sich ein alter verlassener Tempel der Götter auf einer Anhöhe befindet, den man plündern kann. Die soll sich bei der Expedition zugetragen haben: Als die Soldaten den scheinbar verlassene Tempel stürmen wollten, erhob sich eine Nebelwand aus dem Tempel heraus, so das der eine Soldat den anderen Soldaten nicht mehr sah. Plötzlich wurde die Nebelwand immer wärmer und mit lautem Geräusch kamen Hunderte Steinkugeln aus dem Tempel geflogen. Diejenigen, die nicht fliehen konnten, wurden verbrannt und zerfetzt. Keine wagte mehr dieses Ort zu betreten…

Bb hier Dampf und durch Dampf katapultierte Kugeln beschrieben wurden oder nur eine erfundene Geschichte ist, kann man nur spekulieren. Wir wissen auch nicht genau, ob Eratosthenes sogar Archimedes altes Wissen überreichte oder Archimedes selber was fand, was ihn inspirierte, um die grosse Anzahl einer Erfindungen erklären zu können oder ob er wirklich so genial war, wie viel andere Gelehrte auch, die die Bibliothek von Alexandria regelmäßig besuchten, aber einer seiner berühmten erfundenen Kriegswaffen war sicherlich die Erfindung der Dampf-Kanone.

Archimedes beschreibt dabei eine dampfbetriebene Kanone, wobei ein gewisser Kesseldruck in der Lage ist, Projektile mit einer enormen Wucht und Zerstörungskraft durch die Luft fliegen zu lassen. Das renommierte Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA war davon überzeugt, das sie funktionierte und ließ sie nachbauen und testen. Von der einfachen Funktionsweise wird Wasser in einem Behälter erhitzt, der unter Druck entstandene Dampf dann über ein einfaches Kupfer-Röhrensystem explosionsartig zum Kanonenrohr geleitet wird, so das das dort liegende Geschoss herausfliegt. Beim Versuch hatte man unterschiedliche Stein-Kugeln verwendet, wobei 500 Gramm-Kugeln sogar Schallgeschwindigkeit erreichten. Je nach Gewicht der Kugel und Druck im Kessel waren Entfernungen von 1.000 Meter möglich. Für Festungen sicherlich weniger geeignet aber gegen heranstürmende Soldaten wäre die Wirkung als leichtes Artilleriegeschütz der Antike verheerend bis tödlich gewesen. Nach den Berechnungen von Leonardo da Vinci war die Konstruktion erfolgreich und errechnete die Reichweite dieser Dampf-Kanone auf 1.000- 1250 Meter. Ob die Konstruktion von Archimedes je eingesetzt wurde weiss man nicht, zumal es schon Katapulte gab, aber es hätte funktioniert und beweist, das er zumindest in der Theorie den technischen Nutzen von Wasserdampf kannte.

Bildnachweis:
  • Nachzeichnung von Leonardo da Vinci: wikipedia

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Schlüsselwörter: Antike | Dampfkanone | Hephaistos | Dampfmaschine
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